Niedersächsisches Forstamt Oerrel

Aktuelles aus der fsb

Neue PSA-Verordnung seit 21.04.2018 in Anwendung

Mit einer Übergangszeit von zwei Jahren für Händler und Hersteller ist die EU-Verordnung 2016/425 für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) am 20.04.2016 in Kraft getreten und ersetzt die alte PSA-Richtlinie aus dem Jahr 1989. Nun gilt es Sie umzusetzen.

In der neuen Verordnung werden grundsätzliche Anforderungen an PSA nach aktuellem Stand der Technik; Anwendungsbereiche für PSA sowie ein Rechtsrahmen bei der Vermarktung von PSA geregelt.

Die neue PSA Verordnung  ordnet der PSA Kategorie III nun nicht mehr „unspezifisch“ Produkte zu die gegen akute Gefahren für Leib und Leben schützen,  sondern definieren  weitere benannte 5 Risikogruppen:

Schädlicher Lärm

Schnittverletzungen durch handgeführte Kettensägen

Ertrinken

Hochdruckstrahl

Verletzungen durch Projektile oder Messerstiche

Gerade die beiden erstgenannten Risikogruppen betreffen Anwender und Betriebe in Land-/Forstwirtschaft und Gartenbau, da Arbeitgeber bei PSA der Kategorie III eine praktische Unterweisungspflicht gegenüber ihren Mitarbeitern haben.

 

Die bisherige Qualifizierungsgrundlage, der BG-Grundsatz 906 „ Grundsätze für Auswahl, Ausbildung und Befähigungsnachweise von Sachkundigen für persönliche Schutzausausrüstungen gegen Absturz“ wurde abgelöst durch den DGUV Grundsatz 312-906 „Grundlagen zur Qualifizierung von Personen für die sachkundige Überprüfung und Beurteilung von persönlichen Absturzschutzausrüstungen“

Danach erfolgen die Schulungen zur Sachkundigen Person ab sofort nur noch in jeweiligen Teilbereichen der Seilzugangs- und Positionierungstechniken für die der Kursteilnehmer fachliche Qualifizierungsnachweise erbringen muss.

Unterschieden werden:

PSAgA / Ausrüstung zum Retten aus Höhen und Tiefen: Unterweisungsnachweise; Eingangstest

SRHT (Spez. Rettung aus Höhen / Tiefen: Übungsnachweise

SZP (Industrie):       mindestens Level 1

SKT (Baum): mindestens Level B

Gerätesätze Feuerwehr: Grundlehrgang Absturzsicherung nach AGBF

Bergsteigerausrüstung: fachsportliche Ausbildung oder Bergführereignungstest

Seilgärten /Erlebnispädagogik: Qualifizierte Person; Retter o. höherwertige Ausbildung

Höhenintervention: Nachweis Dienststelle, Unterweisungsnachweise

Bergrettung: Abgeschlossene Grundausbildung

 

Vor Beginn des Fachkundelehrganges muss nun die fachliche Eignung für die jeweiligen PSAgA-Einsatzbereiche (ggf. mehrere) nachgewiesen werden. Im praktischen Bereich der Prüfung zur Sachkundigen Person, werden dann auch nur Produkte / Produktgruppen aus den jeweils nachgewiesenen Einsatzbereichen behandelt und geprüft.

Bei erfolgreicher Teilnahme erstreckt sich damit die Sachkunde zukünftig nur noch auf die nachgewiesenen und geprüften Teilbereiche.

 

Forstpflanzen - Von der Baumschule in den Wald

Bei einer Fortbildungsveranstaltung, die die fsb Oerrel im Betrieb der Forstbaumschule F.-O. Lürssen in Beverstedt durchgeführt hat, verschafften sich die Kollegen und Kolleginnen der Niedersächsischen Landesforsten einen Eindruck von der Produktion, der Sortierung und dem Versand von Forstpflanzen. Die Einhaltung der Frischekette bei der Übernahme im Wald wurde diskutiert, optimale Pflanzeneinschlagsplätze vorgestellt und die Notwendigkeit der sortimentsangepassten Pflanzverfahren dargestellt. Ein in der Praxis bewährtes Pflanzverfahren mit einem Kleinbagger wurde demonstriert. Die Teilnehmer zogen am Ende eine positive Bilanz und bestätigten, dass sie viele wertvolle Hinweise für Ihre Arbeit mit nach Hause nehmen konnten, um die Durchführung hochwertiger Kulturen zu gewährleisten.

Kombinierter Einsatz: Fahrzeugkran und SKT

Worauf ist bei kombinierten Arbeitsverfahren von Baumfällarbeiten bei SKT-Einsätzen unter Beteiligung von Fahrzeugkränen zu achten?

Umfangreiche Hinweise gab ein Lehrgang der Seilkletterschule fsb Oerrel mit Beteiligung der SVLFG in Essen. Hier finden Sie einen Fachartikel zu diesem Thema sowie ein Muster Gefährdungsermittlung und Betriebsanweisung als Planungsgrundlage.

Freisaaten im Wald wieder aktuell

Viele Waldbesitzer setzen aktuell auf die lange Zeit in Vergessenheit geratene  Freisaat zur Verjüngung ihrer Waldflächen. Die fsb Oerrel verzeichnet einen steigenden Saatgutabsatz an Freisäer insbesondere bei Nadelbaumsaat. Diese Verjüngungsmethode hat gegenüber der Pflanzung den Vorteil der natürlichen Wurzelentwicklung und damit der Vermeidung von Wurzeldeformationen. Eine bessere Standfestigkeit wird erreicht und damit eine höhere Betriebssicherheit. Gegenüber der Naturverjüngung ermöglicht sie einen gezielten Baumartenwechsel, eine Anreicherung mit Mischbaumarten oder eine Leistungs- und Qualitätssteigerung durch das Einbringen von höherwertigem Vermehrungsgut. Aber die Freisaat birgt auch einige Risiken, insbesondere wenn vermeidbare Fehler gemacht werden. Deshalb haben wir einige Praxistipps zu diesem Thema zusammengestellt, die Sie hier als Download finden. 

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