Niedersächsisches Forstamt Oerrel

Aktuelles aus der fsb

Forstpflanzen - Von der Baumschule in den Wald

Bei einer Fortbildungsveranstaltung, die die fsb Oerrel im Betrieb der Forstbaumschule F.-O. Lürssen in Beverstedt durchgeführt hat, verschafften sich die Kollegen und Kolleginnen der Niedersächsischen Landesforsten einen Eindruck von der Produktion, der Sortierung und dem Versand von Forstpflanzen. Die Einhaltung der Frischekette bei der Übernahme im Wald wurde diskutiert, optimale Pflanzeneinschlagsplätze vorgestellt und die Notwendigkeit der sortimentsangepassten Pflanzverfahren dargestellt. Ein in der Praxis bewährtes Pflanzverfahren mit einem Kleinbagger wurde demonstriert. Die Teilnehmer zogen am Ende eine positive Bilanz und bestätigten, dass sie viele wertvolle Hinweise für Ihre Arbeit mit nach Hause nehmen konnten, um die Durchführung hochwertiger Kulturen zu gewährleisten.

Kombinierter Einsatz: Fahrzeugkran und SKT

Worauf ist bei kombinierten Arbeitsverfahren von Baumfällarbeiten bei SKT-Einsätzen unter Beteiligung von Fahrzeugkränen zu achten?

Umfangreiche Hinweise gab ein Lehrgang der Seilkletterschule fsb Oerrel mit Beteiligung der SVLFG in Essen. Hier finden Sie einen Fachartikel zu diesem Thema sowie ein Muster Gefährdungsermittlung und Betriebsanweisung als Planungsgrundlage.

Freisaaten im Wald wieder aktuell

Viele Waldbesitzer setzen aktuell auf die lange Zeit in Vergessenheit geratene  Freisaat zur Verjüngung ihrer Waldflächen. Die fsb Oerrel verzeichnet einen steigenden Saatgutabsatz an Freisäer insbesondere bei Nadelbaumsaat. Diese Verjüngungsmethode hat gegenüber der Pflanzung den Vorteil der natürlichen Wurzelentwicklung und damit der Vermeidung von Wurzeldeformationen. Eine bessere Standfestigkeit wird erreicht und damit eine höhere Betriebssicherheit. Gegenüber der Naturverjüngung ermöglicht sie einen gezielten Baumartenwechsel, eine Anreicherung mit Mischbaumarten oder eine Leistungs- und Qualitätssteigerung durch das Einbringen von höherwertigem Vermehrungsgut. Aber die Freisaat birgt auch einige Risiken, insbesondere wenn vermeidbare Fehler gemacht werden. Deshalb haben wir einige Praxistipps zu diesem Thema zusammengestellt, die Sie hier als Download finden. 

Fortsaatguternte 2014 hat begonnen

Derzeit werden in Samenplantagen und Erntebeständen Douglasienzapfen geerntet, das Unterlegen der Buchenerntebestände mit Netzen beginnt und auch die Hainbuchen- und Ahornernte ist in der näheren Planung. Wie jedes Jahr lässt es sich schwer einschätzen, was wir am Ende im Sack haben werden. Aber die Douglasienernte läuft auch dank neuer Erntetechnik - der Einsatz einer kettenbetriebenen Hubarbeitsbühne - zufriedenstellend. Wir werden Saatgut aus den Herkunftsgebieten 853 01, 02 und 04 zur Verfügung haben. Vorbestellungen können bereits jetzt getätigt werden!

 

Die Nachreife der frisch geernteten Zapfen in unserer Anlage läuft problemlos. Wir sind begeistert von der leichten Handhabung und den optimalen Lagerungsbedingungen, die die neue Lüftungsanlage bietet. 

Neue Anlagen in Betrieb genommen

Eichellieferung
Abschwemmen und reinigen
Thermotherapieanlage

Die ersten der 2012 installierten Saatgutaufbereitungsanlagen wurden im Herbst erfolgreich in Betrieb genommen. Ihre Bewährungsprobe bestand zum Beispiel die neue Thermotherapieanlage bei der Behandlung der Eichelernte. Etliche Probeläufe waren erforderlich, um den optimalen Temperaturverlauf für die Therapie der empfindlichen Eicheln gegen den Schwarzfäulepilz zu justieren. In nachfolgenden Keimtests wurde der Erfolg der Behandlung genauestens untersucht: Der Schwarzfäulepilz wurde zuverlässig abgetötet, während die Eicheln ihre volle Keimfähigkeit behielten. Zusammen mit den vorgeschalteten Abschwemm- und Reinigungsanlagen erzielen wir eine hervorragende Saatgutqualität. Die so behandelten Eicheln überwintern zur Zeit in großen stapelfähigen Holzkisten bei -3°C in unserem ebenfalls neu erbauten Kühlraum. Dieser zeichnet sich aufgrund einer speziellen Technik durch eine hohe Luftfeuchtigkeit und geringe Luftbewegung aus, so dass eine Austrocknung des Lagergutes minimiert wird. Der Transport des Saatgutes erfolgt ausschließlich mit dem Gabelstapler und über Förderbänder, so dass die bisher häufig anfallende unergonomische Handarbeit in diesem Bereich weitestgehend eliminiert wurde. Sämtliche Aufbereitungsanlagen sind auf die Verwendung dieser ca. 1 m³ fassenden Kisten ausgelegt.

 

Die neuen Trocknungs- und Klenganlagen müssen ihre Feuertaufe erst noch bestehen. Zur Zeit werden Temperatureinstellungen vorgenommen und Trocknungsverläufe getestet, aber zunächst nur im Leerbetrieb. Ernst wird es, wenn die ersten Zapfen eingefüllt werden oder die Trocknung von Bucheckern durchgeführt werden muss. Die Präzision der Steuerungsmöglichkeiten dieser hochmodernen Anlagen stimmt uns aber zuversichtlich, dass die Behandlung des empfindlichen Saatgutes zuverlässig gelingen wird.      

fsb Oerrel auf der "Baumschultechnik 2012"

Am 23. und 24. August 2012 war auch die fsb Oerrel auf der Fachausstellung "Baumschultechnik 2012" in Ellerhoop vertreten.  Durch nette und anregende Gespräche mit Kollegen, Kunden und vielen weiteren Interessierten der Baumschulbranche konnten wir alte Kontakte pflegen und neue finden. Sie boten eine gute Gelegenheit, unser hochwertiges Saatgut und unser Dienstleistungsangebot rund um forstliches Vermehrungsgut vorzustellen. Gern sind wir auch bei der nächsten "Baumschultechnik" wieder dabei. 

Neue Photovoltaikanlage in Betrieb

Seit Anfang des Jahres 2012 ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen fsb-Gebäudes in Betrieb. Die 470 m² große nach Südwesten geneigte  Dachfläche ist prädestiniert für die Nutzung der Sonnenenergie. In einem durchschnittlichen Sonnenscheinjahr könnte die Anlage rund 55.000 kWh erzeugen, damit könnten 15 Haushalte ihren jährlichen Strombedarf decken. Vielleicht werden es auch nur 10, denn unsere Anlage weist eine Besonderheit auf: Während viele Photovoltaikbetreiber den erzeugten Strom zu 100% ins Netz abführen, sind wir einer der wenigen Betriebe, die den erzeugten Strom auch selbst nutzen können. Die Konstellation könnte nicht besser sein: Wenn die Anlage durch hohe Sonneneinstrahlung viel produziert, verbrauchen unsere Kühlanlagen im Saatgutlager entsprechend viel Strom. Wir hoffen also, einen relativ hohen Eigenverbrauchsanteil zu haben.

 

Ein Stich ins Försterherz war die Tatsache, dass auf unserem Betriebsgelände einige Bäume, auch einige bildprägende Eichen und Buchen, fallen mussten, um eine Beschattung des Daches auszuschließen. Als Übungsobjekte der Seilkletterschule wurden sie „stückchenweise“ abgetragen. Aber das fsb-Herz lacht wieder, wenn wir den so entstandenen Freiraum mit einer bunten Mischung gebietsheimischer Sträucher wieder bestocken können.

 

Die große Holzhalle mit der Photovoltaikanlage unterstreicht den ökologischen Anspruch unseres Betriebes „fsb Oerrel“, der für die Erzeugung von hochwertigem Vermehrungsgut als Grundlage für eine ökologische und ökonomische Waldwirtschaft steht.

 

 

 

 

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