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Ältester FriedWald in Niedersachsen heißt jetzt FriedWald Bramsche-Osnabrücker Land
Vor zehn Jahren, im Dezember 2003, wurde der FriedWald Bramsche eröffnet. Die Idee der Bestattung im Wald war damals noch sehr neu. So leisteten die Niedersächsischen Landesforsten mit dem damaligen Forstamt Palsterkamp und die Stadt Bramsche Pionierarbeit indem sie den ersten niedersächsischen FriedWald im Waldgebiet Gehn einrichteten. Seitdem haben sich dort 2665 Menschen einen Bestattungsplatz gesichert. Der FriedWald wurde auf 51 Hektar Fläche weiter entwickelt. Ein Pavillon als Unterstand und ein Infopfad wurden genauso eingerichtet, wie eine behindertengerechte Toilettenanlage und auch ein Orientierungssystem ist fast fertig. „Da wir wissen, dass viele Menschen aus dem Umland und aus Osnabrück hierher kommen“, erklärt Wolfram Buchwald, der im Forstamt Ankum den FriedWald betreut, „dokumentieren wir das jetzt auch im Namen FriedWald Bramsche-Osnabrücker Land.“
Der neue FriedWald im Gehn war erst der dritte Bestattungswald in Deutschland und der Erste von inzwischen elf Standorten in den Niedersächsischen Landesforsten. Bislang haben 1006 Verstorbene im FriedWald Bramsche-Osnabrücker Land ihre letzte Ruhe an den Wurzeln eines Baumes gefunden. Doch FriedWald ist vor allem ein Vorsorgekonzept: 2665 Menschen haben sich schon zu Lebzeiten für den FriedWald Bramsche-Osnabrücker Land als letzte Ruhestätte entschieden.
„Manchmal ist die Natur sehr stark gegenwärtig, so wie in dem Moment, in dem die Angehörigen schweigend am Urnengrab stehen und Abschied nehmen.“, beschreibt Wolfram Buchwald die Stimmung bei einer Beisetzung. Buchwald ist Leiter der Revierförsterei Westerholte und betreut den FriedWald von Anfang an. Seit der Eröffnung 2003 hat sich unter seiner Leitung einiges getan im Wald:
Das Wichtigste ist aber, dass der besondere Charakter des alten Laubwaldes erhalten bleibt.
Auch das Gedenken und Erinnern spielt im FriedWald Bramsche-Osnabrücker Land eine große Rolle. Seit einigen Jahren werden regelmäßig Gottesdienste im Wald angeboten, die viele Angehörige anziehen. 2012 wurde erstmals ein ökumenischer Gottesdienst mit über 300 Teilnehmern abgehalten.
Sehr viele Angehörige nutzen aber auch die Wochenenden oder spezielle Gedenktage, um ihre verstorbenen Familienmitglieder zu besuchen. Als Orientierungshilfe zum Auffinden der einzelnen Bäume soll künftig ein Orientierungssystem das Zurechtfinden im Wald erleichtern.
Die regelmäßig angebotenen Waldführungen bieten Interessenten die Möglichkeit das FriedWald-Konzept und den Charakter des Waldes besser kennen zu lernen. Auf insgesamt 51 Hektar Wald stehen Buchen, Eichen, Birken, Hainbuchen mit unterschiedlichen Baumcharakteren als Bestattungsbäume zur Verfügung.
Mit der Möglichkeit, die Asche Verstorbener im Wald direkt zu den Wurzeln eines Baumes zu geben, bietet FriedWald seit November 2001 eine der wenigen Alternativen zu konventionellen Grabstätten. Bundesweit gibt es mittlerweile 44 FriedWald-Standorte, sie befinden sich zwischen Rügen und Heiligenberg am Bodensee. 35.000 Menschen wurden seither in deutschen FriedWald-Standorten beigesetzt.
Das Besondere ist, dass sich Familien, Einzelpersonen oder Freunde bereits zu Lebzeiten einen Baum aussuchen können. Dort werden sie später mitten in der Natur beigesetzt. Der FriedWald bleibt Teil des Waldes, in dem auch die Grabpflege durch die Natur im Wechsel der Jahreszeiten erfolgt.
Anmeldungen zu den kostenlosen Waldführungen mit den FriedWald-Betreuern sind unter 06155 848-200 oder unter www.friedwald.de möglich.
Wanderung
am
Sonntag 03. Juni 2012
TERRA.natura-Tour – Bäche im Artland
Zeit: 10.00 -12.00 Uhr
Ort: Maiburg, Bippen
Mit der neu erschienenen Broschürenserie TERRA.natura gibt der Natur- und Geopark TERRA.vita Einblicke die wertvollsten Landstriche des Osnabrücker Landes. Geführte Exkursionen auf den hier vorgestellten Routen bieten ergänzend dazu nochmal ein ganz besonderes Naturerlebnis. Bei der Wanderung auf dem Vosspäddken (TERRA.natura-Tipp 2/ Tour 1) durch eines der Quellgebiete des FFH-Gebietes „Bäche im Artland“ informieren Förster des Niedersächsischen Forstamtes Ankum über Naturschutz, Waldgeschichte, Forstwirtschaft und Waldumbau im Naturschutzgebiet Maiburg. Die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstalter: Niedersächsisches Forstamt Ankum und Natur- und Geopark TERRA.vita
Anmeldung: Natur- und Geopark TERRA.vita
Tel.: 0541-501 4217
Treffpunkt: Wanderparkplatz Vosspäddken
Von Bippen Richtung Schwagsdorf auf der L 102 (Maiburgstraße) kommend erster Wanderparkplatz auf der linken Seite.