Holz
Buntlaub- und Eichenwertholz-Submission Northeim am 14. Januar 2009
Halbierung der Angebotsmenge, Eiche sinkt im Preis, Riegelahorn erzielt Rekordergebnis

- Spitzenstamm: Dieser Riegelahorn aus der Forstbetriebsgemeinschaft Liebenburg erzielte 5330 €/fm.
Am 14. Januar 2009 fand die Gebotseröffnung der 18. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim statt. An der Submission, die gemeinsam von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Niedersächsischen Landesforsten A.ö.R. durchgeführt wird, beteiligten sich alle Waldbesitzarten Niedersachsens. Auf den traditionellen drei Lagerplätzen Liebenburg, Suterode und Vogelbeck wurde wegen der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen mit ca. 2400 FM nur etwa die Hälfte der Vorjahresmenge angeboten.
Bei der Holzartenverteilung überwog, wie in den vergangenen Jahren mit 55% die Eiche. An Buntlaubhölzern wurde überwiegend Esche (20%) gefolgt von Ahorn und Kirsche angeboten. Eine besondere Rarität war die angebotene Mooreiche.
Das Interesse der Käufer an der Submission war nahezu unvermindert gut. Insgesamt haben 41 Käufer (Vorjahr 45) die 763 (Vorjahr 1475) Lose beboten, 694 Lose erhielten einen Zuschlag. Aus dem Ausland beteiligten sich Firmen aus Frankreich, Dänemark und Polen. Es wurden insgesamt 3470 (Vorjahr 9194) Gebote abgegeben. Je Los waren dies 4,9 (Vorjahr 6,7) Gebote.
Unbeboten blieben 61 (Vorjahr 77) Lose mit insgesamt 148 (Vorjahr 133) FM. Es handelte sich hierbei überwiegend um Kirschenlose aus dem Vorjahr.
Der Gesamtumsatz lag bei gut 700.000 Euro (Vorjahr 1,7 Mio Euro), was über alle Holzarten einem durchschnittlichen Erlös von 315 Euro pro FM (Vorjahr 369 Euro) entspricht.
Eiche
Der Waldbesitz hatte die Eichenmenge im Vergleich zum Vorjahr um 40% auf 1341 FM deutlich reduziert. Der Durchschnittspreis sank für Eichenholz gegenüber dem Vorjahr auf 372 €/FM, was einem Mindererlös von 27 % entspricht. Neben der angespannten Marktlage wird vor allem die im Vergleich zum Vorjahr geringere Qualität des angebotenen Holzes als Grund für den geringeren Preis gesehen. Bis auf drei sind alle 473 Eichenlose beboten und verkauft worden. Insgesamt war das Interesse der Käufer an der Eiche im Vergleich zu den anderen Holzarten am größten. Es wurden 5,8 Gebote pro Eichenlos (Vorjahr 7,9) abgegeben. Den höchsten Preis pro FM erzielte eine Furniereiche aus dem Betreuungswald des Niedersächsischen Forstamtes Liebenburg mit 1159 €/FM. Die Mooreiche wurde zum Höchstgebot von 850 €/FM zugeschlagen.
Bergahorn
An Bergahorn wurde mit 188 FM nur gut ein Drittel der Vorjahresmenge angeboten. Der Durchschnittspreis von 368 €/FM liegt 13% über demjenigen des Vorjahrs. Der Preisanstieg erklärt sich überwiegend durch die deutlich besseren Qualitäten der angebotenen Stämme. Der Spitzenstamm der gesamten Submission, ein geriegelter Ahorn aus der Forstbetriebsgemeinschaft Liebenburg, erlöste 5330 €/FM.
Esche
Die hohe Eschennachfrage der Vorjahre wurde zu Beginn der Laubholzsaison nicht mehr bestätigt, weswegen mit 436 FM nur knapp ein Drittel der Vorjahresmenge angeboten wurde. Bei etwas schlechteren Qualitäten als im Vorjahr sank der Durchschnittspreis um 26% auf 154 €/FM. Dies entspricht dem Preisniveau von 2006. Die teuerste Esche wurde zum Höchstgebot von 250 €/FM (Vorjahr 368 €/FM) zugeschlagen.
Kirsche
Nach den Ergebnissen der letzten Saison wurde das Angebot bei der Kirsche nochmals deutlich auf 148 FM (Vorjahr 304 FM) reduziert. Mehr als die Hälfte dieser Menge stammte aus dem Vorjahr oder aus Zwangsanfall. Die Kirsche erbrachte deswegen nur einen Durchschnittspreis von 134 €/FM, der um 43 % niedriger als im Vorjahr lag. Das höchste Gebot erhielt eine Kirsche aus dem Forstamt Wolfenbüttel mit 389 €/FM.
Sonstiges Wertholz
Einige Nussbaumstämme erzielten im Durchschnitt 590 € pro FM. Für Rüster wurden im Durchschnitt 318 €/FM, für Spitzahorn 235 €/FM und für Roterle 110 €/FM geboten.
Nadelholz
Bis auf 2 Lose wurde das angebotene Nadelholz zugeschlagen. Die beste Fichte wurde für 93 €/FM, die teuerste Lärche für 172 €/FM verkauft.
Gesamtbewertung
Wegen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den kräftigen Preissteigerungen der vergangenen Jahre war zu erwarten, dass die Ergebnisse der Submission geringer ausfallen werden als im Vorjahr. Die Angebotsmenge wurde daher etwa um die Hälfte reduziert. Bei nach wie vor hohem Käuferinteresse liegen die Preisrückgänge bei Eiche und Esche qualitätsbereinigt im bundesweiten Trend. Das Ergebnis für die geringe Menge Kirsche war enttäuschend. Für Bergahorn konnten qualitätsbedingt deutlich bessere Preise erzielt werden als im Vorjahr.
Insgesamt entspricht das Ergebnis noch der Erwartungshaltung der Waldbesitzer.



