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Niedersächsisches Forstamt Neuenburg

Der Hasbruch

Der Hasbruch - ein rund 630 Hektar grosses historisch altes Laubwaldrevier zwischen Delmenhorst und Oldenburg – ist Bestandteil der gleichnamigen Revierförsterei des Forstamtes Neuenburg. Schon seit über 150 Jahren kommen Menschen aus nah und fern um den Hasbruch zu erleben. Vor allem der "Urwald", ein Rest früheren Hutewaldes, faszinierte immer wieder Künstler, Natur- und Heimatkundler, Forstleute, Wissenschaftler und Erholung suchende Menschen.

Der Name Hasbruch stammt möglicherweise von einem indogermanischen Wort für Wasser und dem niederdeutschen brook für Bruch ab. Er deutet auf feuchtes, niedrig gelegenes Land hin.

Bereits 1258/59 wurde der Forstort Kleiriede in einem Vertrag als Eigentum des Klosters Hude erwähnt – in Verbindung mit Hute- oder Weiderechten des Klosters. In einer Urkunde der Stadt Wildeshausen war der Hasbruch 1420 als Asebroc genannt.

Zusammen mit ungeregelter Holz- und Streunutzung führte der ebenfalls kaum geregelte Vieheintrieb im 17ten und 18ten Jahrhundert zum Verschwinden ganzer Waldteile. Es entstand eine halboffene bis offene Trift- und Hutelandschaft. Die Reste der alten Eichen im Urwald Hasbruch sind Zeugen dieser offenen Landschaft mit wenigen Bäumen. Erst um 1800 begannen Forstleute damit wieder Wald zu begründen. Aus dieser Zeit stammen auch die alten Eichen des Hasbruch.

Die Ablösung alter Weiderechte dauerte von 1815 bis 1882. Damit wurde der Hutewald durch  Hochwald abgelöst.

Zur Zeit des Oldenburger Großherzogs Nikolaus Friedrich Peter (1853-1900) erhielten einige bemerkenswerte Bestände den Status als so genannte Ausschlussholzung (Ausschluss von jeglicher Nutzung) und blieben so in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. 1938 wurde eine Fläche von 29,5 ha als »Urwald Hasbruch« unter Naturschutz gestellt. Nahezu die Hälfte davon fiel der Bau- und Brennholznot bei Kriegsende (1945/46) zum Opfer. 1989 entstand im Zentrum des Hasbruch aus zwei Urwald-Restflächen und mehreren dazwischenliegenden Waldteilen ein arrondiertes Naturschutzgebiet von 55,5 ha Größe. Darin bleibt eine rund 40 ha große Kernfläche als „Naturwald“ sich selbst überlassen. Der übrige Hasbruch wird als »naturnaher Wald« gepflegt.

Seit 1976 steht er unter Landschaftsschutz. Seit 1997 ist der gesamte Hasbruch Naturschutzgebiet und der Europäischen Kommission als Flora – Fauna – Habitat (FFH) - Gebiet gemeldet.

Heute ist der Hasbruch ein europaweit bedeutendes Naturschutzgebiet und in der Region ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel.

 

Download des Hasbruch-Folders mit Wanderkarte

 

Download der Wanderkarte "Hasbruch"

 

Mehr Info zum Hasbruch auf der Seite www.hasbruch.de

Die FRIEDERIKENEICHE mit über 1.200 Jahren wohl die älteste noch lebende Eiche in deutschen Wäldern
Reste der ebenfalls über 1.200 Jahr alten AMALIENEICHE