Buchenwälder in den Landesforsten

Erwiderung Greenpeace-Faktencheck

Erwiderung auf "Faktencheck" I

Mit einem sogenannten Faktencheck hat Greenpeace am 12.11.2012 die Presseinformation „Buchenwälder in guten Händen“ kommentiert. Hierbei werden falsche Behauptungen von Greenpeace aufgestellt, die von den Landesforsten wie folgt richtig gestellt werden:

 

1. Herausgabe von Daten:

 

Presseinformation der Landesforsten:

„Die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) widersprechen dem heutigen Vorwurf von Greenpeace, geforderte Informationen zur Buchenwaldbewirtschaftung geheim zu halten. Im November 2011 forderte Greenpeace von den Landesforsten die Herausgabe von Informationen über den Niedersächsischen Wald und speziell die Buchenwaldbewirtschaftung. Die NLF haben daraufhin Greenpeace nicht nur mehrmals den Dialog über die gestellten Fragen angeboten, sondern auch alle wesentlichen geforderten Daten geliefert oder deren Aufbereitung zugesagt."

 

Kommentar Greenpeace:

„Greenpeace hat bis heute keine Detailinformationen zu Lage und Umgang mit alten Buchenwäldern von den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) erhalten. Allein für die Herausgabe der Daten zur Lage der alten Buchenwälder wollten die NLF den vierfachen Satz der durch das Umweltinformationsgesetz (UIG) festgelegten Kosten fordern. Dies ist rechtswidrig. Die Verweigerungshaltung der Landesforsten, detaillierte Daten zu veröffentlichen, hat neben Greenpeace auch den BUND zur Klage bewogen. Andere Bundesländer hingegen haben diese Daten zur Verfügung gestellt.“

 

Richtigstellung durch die NLF: 

Die Niedersächsischen Landesforsten haben Greenpeace (GP) einen Großteil der geforderten Informationen geliefert oder deren Lieferung zugesagt. Den gesamten Schriftverkehr zwischen GP und den NLF finden Sie auf der Buchenseite der Landesforsten unter www.landesforsten.de/Buchenwaelder-in-den-Landesforsten.2511.0.html . Bestimmte angeforderte Daten liegen den Landesforsten nicht in der von GP speziell gewünschten Form vor. Die NLF müssen diese Informationen, bei denen es sich zum Teil auch nicht um Unweltinformationen handelt, aufbereiten lassen und extra konfigurieren. Die hierfür anfallenden Bearbeitungskosten in Höhe von ca. 2000€ möchten die NLF von der Organisation Greenpeace erstattet bekommen, ein im Vergleich zu den Kosten einer Kampagne geringer Betrag. Für die Erhebung der Grundlagendaten hat die NLF im Laufe mehrerer Jahre einen zweistelligen Millionenbetrag aufgewendet. Von Verweigerungshaltung kann im vorliegenden Fall deshalb keinesfalls gesprochen werden. Falsch ist auch, dass der BUND die Landesforsten auf Veröffentlichung von Daten beklagen würde. Der BUND fordert die Verbandsbeteiligung bei der sogenannten Managementplanung und der betrieblichen Forsteinrichtungsplanung ein. Das gerichtliche Verfahren wird über die unterschiedlichen Rechtsauffassungen in beiden Fällen entscheiden.  

 

 

2. Anteil alter Buchen über 160 Jahre:


Zitat aus der Presseinformation der Landesforsten:

"Der Anteil sehr alter Buchenwälder mit einem Alter über 160-Jahre wächst kontinuierlich an. Allein in den vergangenen 20 Jahren hat sich der Anteil auf rund 5.300 Hektar im Jahr 2011 mehr als verdoppelt."

 

Kommentar Greenpeace:

„Ohne dass die Landesforsten die Detailinformationen veröffentlichen, können die Aussagen nicht nachgeprüft werden. Bezogen auf die gesamte Waldfläche Niedersachsen sind 5.300 Hektar noch nicht einmal 0,5 Prozent. Damit geben die Landesforsten zu, dass die ökologisch besonders wertvollen alten Buchenwälder in Niedersachsen sehr selten sind. Greenpeace fordert Ministerpräsident David McAllister (CDU) auf, die von der Bundesregierung bereits im Jahr 2007 beschlossenen Ziele zum Waldschutz endlich umzusetzen und zehn Prozent der öffentlichen Wälder Niedersachsens aus der forstlichen Nutzung zu nehmen.“

 

Richtigstellung durch die NLF: 

Richtigerweise muss GP die 5.300 Hektar Buchenwälder über 160 Jahre ausschließlich in das Verhältnis zur Waldfläche der Niedersächsischen Landesforsten setzen, nicht zur Gesamtwaldfläche in Niedersachsen. Von den ca. 330.000 Hektar Landeswald sind derzeit knapp 2% Buchenwälder über 160 Jahre alt. Die Landesforsten bestreiten nicht, dass dieser Anteil aufgrund verschiedener Ursachen zu gering ist und erhöht werden soll und agieren deshalb seit Jahrzehnten gezielt in diese Richtung. Es handelt sich somit nicht um seltene Restbestände, sondern durch sorgfältige Pflege wieder aufgebaute Bestände. Diese Entwicklung setzen die Landesforsten auch ohne das es eine Forderung von GP gegeben hätte seit Jahren fort. Die positive Entwicklung der Buchenwälder lässt sich für den  niedersächsischen Landeswald konkret darstellen: Hier ist der Anteil über 160-jähriger Buchenbestände dank nachhaltiger Entwicklung seit 1970 von ca. 800 auf heute ca. 5.300 Hektar angestiegen. Ein Großteil dieser Bestände ist im Laufe dieser Entwicklungen im Nationalpark Harz, den Naturwäldern der NLF oder im Habitatbaumkonzept der NLF gesichert worden und wird heute nicht mehr genutzt. In den Altersklassen darunter wachsen im Landeswald allein 9.000 Hektar über 140-jähriger Buche und 10.000 ha über 120-jähriger Buche in höhere Bestandesalter hinein. Entsprechend langsam aber kontinuierlich schreitet die Erhöhung des Anteils alter Buchenwälder fort, beschleunigen lässt sich diese Entwicklung nicht. Auch die Erhöhung des Buchenanteils wird durch die Landesforsten konsequent verfolgt. Die Pflanzung von 57 Millionen junger Buchen in den letzten 20 Jahren ist eine Investition in die Erhöhung des Buchenanteils, weil diese Pflanzungen vorwiegend in Fichten- und Kiefernbeständen erfolgt ist, während in Buchenbeständen die Naturverjüngung häufig ausreicht. Dies macht deutlich, dass auch in Zukunft die Buchen maßgeblich die Wälder in den Niedersächsischen Landesforsten prägen werden.

 

 

3. Sieben bis acht Prozent der NLF - Waldfläche sind durch Schutzgebiete aus der Nutzung genommen

 

Zitat aus der Presseinformation der Landesforsten:

“Aktuell sind bereits 7 - 8 % der Landeswaldfläche durch den Nationalpark, Naturwälder oder auch Habitatbäumflächen aus der Nutzung genommen. Eine aktuelle Studie der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und die Bundeswaldinventur 3 werden zeigen, welche weiteren Flächen sich bereits ungenutzt in den Wäldern befinden. Die Ergebnisse werden für das Jahr 2014 erwartet.“


Kommentar Greenpeace:

„Diese Aussage ist nach der Auffassung von Greenpeace nicht korrekt. Nach unseren Berechnungen sind lediglich vier Prozent der Landeswaldfläche streng geschützt, das heißt aus der forstlichen Nutzung genommen. Im Nationalpark Harz sind dies 8.700 Hektar, in Naturwäldern 4.575 Hektar.“
 

Richtigstellung durch die NLF: 

Die Auflistung ungenutzter Waldflächen von GP ist unvollständig. Mit Gründung des Nationalparks Harz wurden ca. 15.500 ha Waldfläche aus der ordnungsgemäßen forstlichen Bewirtschaftung genommen und als Nationalpark einer streng geschützten Kategorie nach Naturschutzgesetz unterstellt. Durch die Ausweisung als Nationalpark und die dauerhafte Nutzungsaufgabe stellt der Nationalpark Harz auf ca. 5% der Landeswaldfläche einen wichtigen Baustein der Waldnaturschutzkonzeption des Landes Niedersachsen dar. Selbst wenn man nur 75% des Nationalparks bis 2020 als langfristig ungenutzte Kernzone anerkennen wollte, wären dies noch knapp 12.000 ha. Greenpeace lässt auch das Habitatbaumkonzept der NLF vollkommen unberücksichtigt. Mit diesem Schutzkonzept auf ganzer Fläche sind in den letzten Jahren umgerechnet rund 8.000 ha Landeswald als Einzelbäume oder geschlossene Flächen aus der Nutzung genommen worden. Unberücksichtigt bleiben auch die im Rahmen der Naturdienstleistungen und der Moorrenaturierung aus der Nutzung genommenen Waldflächen, deren Umfang inzwischen bei über 1.000 ha liegt. Unberücksichtigt bleiben auch ungenutzte Waldflächen der NLF in GR-Gebieten oder in Biosphäre-Reservaten. Addiert man diese Flächen auf, so kommen die Landesforsten einem Anteil von 10% aus der Nutzung genommener Flächen sehr nah. Dennoch halten sich die Landesforsten bislang bei Angaben zurück, da die Kriterien, was denn definitorisch als „aus der forstlichen Nutzung genommen“ gilt, noch nicht abschließend geklärt sind. Angaben über Inhalte und Umfang der aufgeführten Schutzgebietskonzeptionen der NLF sind hingegen seit Jahren kontinuierlich veröffentlicht worden und jedermann zugänglich. Wie viel Wald sich in Niedersachen tatsächlich natürlich entwickeln kann, wird derzeit im Rahmen des Projektes NWE 5 ermittelt, für das die NLF die notwendigen Daten bereitgestellt haben. Diese wissenschaftliche Studie wird 2014 veröffentlicht. Die genannten 7-8% sind eine realistische Größenordnung.

 

Erwiderung II

Mit einem weiteren Faktencheck hat Greenpeace am 14.11.2012 die Erwiderung der NLF kommentiert. Die Kommentare werden von den Landesforsten wie folgt richtig gestellt:

 

1. Zur Herausgabe von Daten nach Umweltinformationsgesetz:

Zitat aus der Presseinformation der Niedersächsischen Landesforsten:

"Die Niedersächsischen Landesforsten haben Greenpeace (GP) einen Großteil der geforderten Informationen geliefert oder deren Lieferung zugesagt. Den gesamten Schriftverkehr zwischen GP und den NLF finden Sie auf der Buchenseite der Landesforsten unter www.landesforsten.de/... . Bestimmte angeforderte Daten liegen den Landesforsten nicht in der von GP speziell gewünschten Form vor. Die NLF müssen diese Informationen, bei denen es sich zum Teil auch nicht um Unweltinformationen handelt, aufbereiten lassen und extra konfigurieren. Die hierfür anfallenden Bearbeitungskosten in Höhe von ca. 2000€ möchten die NLF von der Organisation Greenpeace erstattet bekommen, ein im Vergleich zu den Kosten einer Kampagne geringer Betrag. Für die Erhebung der Grundlagendaten hat die NLF im Laufe mehrerer Jahre einen zweistelligen Millionenbetrag aufgewendet. Von Verweigerungshaltung kann im vorliegenden Fall deshalb keinesfalls gesprochen werden"

 

Kommentar Greenpeace:

„Das Umweltinformationsgesetz gibt einen klaren Kostenrahmen von 500 Euro vor. Eine Forderung in der Höhe wie es die NLF verlangen, ist

rechtwidrig. Es könnte in der Konsequenz dazu führen, dass gesetzlich vorgeschriebene Maximalkosten willkürlich erhöht werden. Unverständlich ist für Greenpeace, warum andere Bundesländer diese Daten liefern können und der Aufwand für die NLF eine Forderung von 2.000 Euro rechtfertigen soll. Greenpeace geht derzeit davon aus, dass auch die NLF über moderne Datenverarbeitungssysteme verfügen und die Informationen aufbereiten könnten."

 

Richtigstellung durch die Niedersächsischen Landesforsten:

Der Kostenrahmen, der von Greenpeace angesprochen wird, gilt nur für Informationen, die auch unter das Umweltinformationsgesetz fallen. Das gerichtliche Verfahren wird über die unterschiedlichen Rechtsauffassungen, die diesbezüglich von Greenpeace und NLF vertreten werden, entscheiden.

 

 

2. Zur Klage des BUND gegen die Landesforsten:

 

Zitat aus der Presseinformation der Niedersächsischen Landesforsten:

"Falsch ist auch, dass der BUND die Landesforsten auf Veröffentlichung von Daten beklagen würde. Der BUND fordert die Verbandsbeteiligung bei der sogenannten Managementplanung und der betrieblichen Forsteinrichtungsplanung ein. Das gerichtliche Verfahren wird über die unterschiedlichen Rechtsauffassungen in beiden Fällen entscheiden."

 

Greenpeace führt ein Zitat aus der Pressemitteilung des BUND vom 13.08.2012 an:

„Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Niedersachsen hat beim Verwaltungsgericht Hannover Klage gegen die Niedersächsischen Landesforsten erhoben. Er verlangt, dass die Landesanstalt offen legt, welche Holznutzungen und Schutzmaßnahmen sie in Wäldern plant, die gleichzeitig europäische Schutzgebiete (FFHGebiete) sind. Außerdem wollen die Naturschützer erreichen, dass sie an diesen Planungen beteiligt werden und mindestens eine Stellungnahme abgeben können, bevor sie beschlossen und umgesetzt werden.“

 

Richtigstellung durch die Niedersächsischen Landesforsten:

Greenpeace bestätigt im GP-Faktencheck die Angaben der Niedersächsischen Landesforsten, wonach der BUND Klage beim Verwaltungsgericht Hannover eingereicht hat, um als Verband bei der Managementplanung und der Forsteinrichtung beteiligt zu werden.

Folgender Antrag des BUND ist im August 2012 beim Verwaltungsgericht Hannover eingegangen (Zitat):

„10. August 2012:  

Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung

Des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Landesverband Niedersachsen e.V. vertreten durch den 1. Vorsitzenden, Goebenstr. 3a, 30161 Hannover

-Antragsteller-

gegen

die Anstalt Niedersächsische Landesforsten, vertreten durch den Präsidenten, Husarenstr. 75, 38102 Braunschweig

-Antragsgegnerin-

wegen Beteiligungsrechts bei der Aufstellung von Forstbetriebswerken und Erhaltungs- und Entwicklungsplänen.“

 

 

3. Zu Waldschutzgebieten:

 

Zitat aus der Presseinformation der Landesforsten:

“Die Auflistung ungenutzter Waldflächen von GP ist unvollständig. Mit Gründung des Nationalparks Harz wurden ca. 15.500 ha Waldfläche aus der ordnungsgemäßen forstlichen Bewirtschaftung genommen und als Nationalpark einer streng geschützten Kategorie nach Naturschutzgesetz unterstellt. Durch die Ausweisung als Nationalpark und die dauerhafte Nutzungsaufgabe stellt der Nationalpark Harz auf ca. 5% der Landeswaldfläche einen wichtigen Baustein der Waldnaturschutzkonzeption des Landes Niedersachsen dar. Selbst wenn man nur 75% des Nationalparks bis 2020 als langfristig ungenutzte Kernzone anerkennen wollte, wären dies noch knapp 12.000 ha.“

 

Kommentar Greenpeace:

„Es geht Greenpeace zum einen um die derzeitig in Niedersachsen geschützten, also ganz aus der forstlichen Nutzung genommenen Gebiete. Im Nationalpark Harz sind dies laut Nationalparkplan derzeit 55 Prozent des niedersächsischen Teils (8692,67 Hektar). Zum anderen können durch den - in der derzeitigen Nationalparkkulisse - niedrigen Buchenanteil von etwa 18 Prozent allein mit dem Nationalpark Harz die Buchenwälder Niedersachsens nicht ausreichend geschützt werden.2 Um den Buchenanteil im Nationalpark Harz kurzfristig zu erhöhen, empfiehlt ein am Montag

von Greenpeace veröffentlichtes Gutachten3 die Erweiterung der Nationalparkkulisse im südlichen Harz (Gebiete Kupferhütte und Großer Knollen).“

 

Richtigstellung durch die Niedersächsischen Landesforsten:

Mit den angegebenen 55% und den 8692,67 Hektar bestätigt Greenpeace die genannten Fakten der Niedersächsischen Landesforsten. Die Stilllegungsforderungen von Greenpeace lassen unberücksichtigt, dass

75% der Nationalpark – Fläche bis zum Jahr 2020 zur unbewirtschafteten Kernzone gehören sollen.

 

 

4. Zum Schutz von Einzelbäumen:

 

Zitat aus der Presseinformation der Niedersächsischen Landesforsten:

“Greenpeace lässt auch das Habitatbaumkonzept der NLF vollkommen unberücksichtigt. Mit diesem Schutzkonzept auf ganzer Fläche sind in den letzten Jahren umgerechnet rund 8.000 ha Landeswald als Einzelbäume oder geschlossene Flächen aus der Nutzung genommen worden.“

 

Kommentar Greenpeace:

„Geschützte Einzelbäume oder Baumgruppen sind nach der

Auffassung von Greenpeace Bestandteil der integrativen Forstwirtschaft und dürfen nicht als Schutzflächen gezählt werden. Nur weil einzelne Bäume nicht gefällt werden, ist der darum herumliegende Wald nicht geschützt. Es ist daher nicht zielführend, Einzelbäume oder geschützte Baumgruppen als „Schutzflächen“ aufzuaddieren. Bei den Vorgaben der

Nationalen Biodiversitätsstrategie geht es darum, dass zehn Prozent der Waldflächen dem Ablauf von natürlichen Prozessen überlassen werden. In einem bewirtschafteten Wald mit einzelnen geschützten Bäumen oder Baumgruppen können aber durch die weiterhin durchgeführten forstlichen Maßnahmen auf größerer Fläche keine ungestörten natürlichen

Prozesse stattfinden. Das Belassen von einzelnen Habitatbäumen oder Baumgruppen sollte im Rahmen einer gesetzlich vorgeschriebenen, ordnungsgemäßen Forstwirtschaft, vor allem im Staatswald, der in besonderem Maße dem Gemeinwohl verpflichtet ist, inzwischen

selbstverständlich sein.“ Auf der gemeinsamen Webseite der vier forstwissenschaftlichen Forschungsinstitutionen (FVA, LWF, BFW und WSL), ist in dem Artikel des Instituts für Waldinventur des österreichischen Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und

Landschaft (BFW) dazu zu lesen: Schutzgebiete sind unverzichtbar, weil es Arten gibt, die mit dem integrativen Konzept nicht erhalten werden können. Selbstverständlich bedarf es auch einer Balance zwischen

Schutzgebieten und dem bewirtschafteten Wald.“

 

Richtigstellung durch die Niedersächsischen Landesforsten:

Mit dem Habitatbaumkonzept leisten die Landesforsten wichtige Beiträge zum Natur- und Artenschutz in unseren Waldökosystemen. Das Habitatbaumkonzept im Landeswald umfasst insgesamt rund 8.000 Hektar, die mittlerweile dauerhaft aus der Nutzung genommen worden sind. Enthalten sind darin sowohl Habitatbaumflächen als auch geschützte Einzelbäume. Im Rahmen des NWE5-Projektes (NatürlicheWaldEntwicklung) zur Aufstellung einer Eröffnungsbilanz der Biodiversitätsstrategie werden Habitatbaumflächen ab einer Größe von 0,3 Hektar anerkannt. Die Landesforsten beteiligen sich daran und werden dementsprechend erst nach Abschluss des Projektes genaue Kenntnis über die anzuerkennende Anteilsfläche (ohne Einzelbäume) haben. Deshalb setzen sie ihre Prozentzahlen nicht unrealistisch hoch an. Habitatbaumkonzepte vollkommen unberücksichtigt zu lassen, wie es GP fordert, weicht von den vorgesehenen Abgrenzungskriterien bei der Biodiversitätsstrategie ab.  

 

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