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Waldnaturschutz in den Niedersächsischen Landesforsten

Fledermäuse

Fledermäuse stehen als besonders gefährdete Tierartengruppe im Focus des Naturschutzes. Sie sind nach dem Bundesnaturschutzrecht streng geschützte Arten und in die europäische FFH-Richtline aufgenommen worden. Diese Tierartengruppe macht die Bedeutung naturschutzverträglicher Forstwirtschaft besonders deutlich. Zwar besetzen die kleinen Säugetiere auch andere Lebensräume, aber der Wald nimmt für die meisten Arten die zentrale Stellung ein: in Baumhöhlen beginnt ihr Leben in den Wochenstuben der Weibchen, als Sommerquartier sind Höhlen und Rindenspalten für fast alle Arten wichtig. Typische Waldfledermäuse sind z.B. das Braune Langohr, die Bechstein-, Mops- oder die Rauhhautfledermaus. Die beiden Abendseglerarten überwintern sogar in Baumhöhlen. Selbst ausgesprochene Gebäudefledermäuse wie das Große Mausohr, die Breitflügelfledermaus oder Zwergfledermaus suchen den Wald auf, denn er ist als Jagdrevier wichtig.

Verschiedenste Waldtypen und Strukturen haben ihren besonderen Wert für Fledermäuse. Es gibt nicht den einzig richtigen Waldtyp für diese Tierartengruppe. Zwar kann auch ein Fichtenbestand ohne Bodenvegetation z.B. für das Mausohr, dass als „Bodenjäger“ gerne Laufkäfer absammelt, als Lebensraum etwas bieten, aber: Vielfalt ist wichtig! Besonders wertvoll für Fledermäuse sind naturnahe, struktur- und artenreiche Wälder. Die Langfristige Ökologische Waldbewirtschaftung (LÖWE) der Niedersächsischen Landesforsten erfüllt diesen Anspruch: Die Zielstärkennutzung bietet u.a. ebenso wie das oft sogar betriebswirtschaftlich sinnvolle "laissez-faire" ohne Auspflanzen von Fehlstellen der Bestockung Luftraum zum Jagen auf eine vielfältige und reichhaltige Insektennahrung. Mischungsanteile von 10-20% Begleitbaumarten wie Birken, Aspen, Weiden und Ebereschen haben großen Wert für die Fledermäuse. Die Bedeutung von naturnahen, aus vielen Gehölz- und Pflanzenarten bestehenden Waldrandstrukturen und Wegsäumen ist als Lebensraum von Insekten und Spinnen, der Nahrung der Fledermäuse, offensichtlich. Das Quartierangebot wird durch ein flächendeckendes Netz von Habitatbaumflächen und Einzelbäumen, die die Zerfallsphase erreichen können, deutlich verbessert.

Zwei Merkblätter der Niedersächsischen Landesforsten dokumentieren die Verbindlichkeit des Schutzes der Fledermäuse sowie deren Förderung im Wald:

"Fledermausschutz im LÖWE Wald " und "Habitatbäume und Totholz im Walde" (leider beide vergriffen)

Das Poster "Fledermäuse im Wald" veranschaulicht das Leben der Fledermäuse im LÖWE-Wald.

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Poster "Fledermäuse im Wald"