Niedersächsisches Forstamt Neuhaus

Geschichte

819 Der Westsolling wird durch Kaiser Ludwig den Frommen dem Kloster Corvey zum Lehen gegeben.
11. Jhdt. Das Gebiet wird Einflussbereich der Grafen von Dassel sowie der Grafen von Everstein.
13. Jhdt. Durch Erbfolge und Verkauf wird der Westsolling Eigentum der Welfenherzöge zu Braunschweig.
1558 Fürstenberg wird Sitz eines Oberförsters, dessen Zuständigkeitsbereich sich bis in den Hils erstreckt.
1678 Aufteilung des Bereichs in mehrere Förstereien, die einem Oberforst- und Jägermeister unterstellt werden.
1745 Der herzoglich-braunschweigische Oberforst- und Jägermeister von Langen kommt mit dem Auftrag seines Dienstherrn nach Fürstenberg, "die völlig desolaten Weserforsten neu zu ordnen". Er hält eine Verbesserung der Forsten erst dann für möglich, "wenn sich die Forstbediensteten mehr als vorhin um die naturgemäße Beschaffenheit der Gewächse, Erde und deren Kultur kümmern wollen". Mit seinen Vorgaben erstens im Wald nicht mehr Holz einschlagen zu lassen als nachwächst, und zweitens so viel Holz zu erzeugen, wie künftig gebraucht wird, gehört er zu den Begründern einer geregelten, der Nachhaltigkeit verpflichteten Forstwirtschaft.
1807 - 1813  Der Westsolling wird dem neu gegründeten Königreich Westfalen unter König Jerome (Bruder Napoleons) angegliedert.
1896 Aus den Forstrevieren werden Forstämter, nach 12 jähriger Dienstzeit werden deren Leiter vom Oberförster zum Forstmeister ernannt. Sie erhalten die volle Befugnis zur selbständigen Leitung ihrer Dienststelle einschließlich der Vertretung nach außen. Im braunschweigischen Solling bestehen die Forstämter Boffzen, Fürstenberg, Holzminden I, Holzminden II, Neuhaus und Schießhaus.
1905 Mit Auflösung des Oberforstamtes Holzminden werden die Forstämter direkt der Zentralinstanz in Braunschweig unterstellt.
1926 Auflösung des Forstamtes Fürstenberg.
1951 Auflösung des Forstamtes Schießhaus, aus den Forstämtern Holzminden I und II werden die Forstämter Holzminden und Holzminden-Schießhaus.
1976 Nach Dienstsitzwechsel wird das Forstamt Boffzen in Forstamt Fürstenberg umbenannt.
1979 Auflösung des Forstamtes Holzminden; unter Flächenabgabe an die Forstämter Fürstenberg und Neuhaus entsteht aus Holzminden (alt) und Holzminden-Schießhaus das Forstamt Holzminden.
1997 Auflösung der Staatl. Forstämter Fürstenberg, Holzminden und Neuhaus; Neubildung des Niedersächsischen Forstamtes Neuhaus.
2005 Neuzugang der Rfö Burgberg, Stadtoldendorf und Vogler.
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Übersichtskarte der Revierförstereien

Niedersächsische Landesforsten

Forstamt Neuhaus

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