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Niedersächsisches Forstamt Dassel

Hilfe bei Problemen mit Wildtieren im innerörtlichen Bereich

Die Rechtslage

Marder, Waschbären, Wildschweine und Füchse sind wildlebende, herrenlose Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen.

Eine Bejagung der Tiere darf nach dem Jagdgesetz grundsätzlich aber nur auf land-, forst- oder fischereiwirtschaftlich nutzbaren Grundflächen ausgeübt werden, die zu einem Jagdbezirk gehören.

Außerhalb von Jagdflächen, insbesondere in so genannten "befriedeten Bezirken" wie zum Beispiel Wohnsiedlungen, Grünanlagen, Friedhöfen oder Gärten ruht die Jagd.

Ansprechpartner für Probleme mit Wildtieren in befriedeten Bezirken ist das jeweilige Ordnungsamt.

Ist jedoch dringendes Handeln erforderlich, weil das Auftreten der Tiere eine Gefahr darstellt, sollte umgehend die Polizei benachrichtigt werden. Diese muss vor Ort über gegebenenfalls einzuleitende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr entscheiden und kann zu ihrer Unterstützung sachkundige Personen im Wege der Amtshilfe hinzuziehen (z.B. Förster, Jäger oder Tierärzte).

In Ausnahmefällen kann die Jagdbehörde (beim Landkreis) auf Antrag des Grundstückseigentümers allerdings eine beschränkte Jagdausübung durch ausgewählte Jäger genehmigen.

Ein Anspruch auf Ersatz von durch Wildtiere angerichteten Schäden außerhalb von Jagdbezirken besteht nicht. Für die Sicherung von Grundstücken oder Gebäuden muss der Eigentümer selbst Sorge tragen.