Waldpädagogikzentrum Ostheide

Jugendwaldeinsatz

Jugendwaldeinsatz - Wir tun was für den Wald

Das Konzept:

 

Wer schon immer mal für den Wald aktiv werden wollte, ohne sich eine Menge Spaß und Naturerlebnis entgehen zu lassen, der ist im Waldpädagogikzentrum (WPZ) Ostheide - Haus Oerrel, genau an der richtigen Adresse.

 

Für den Jugendwaldeinsatz kommen Schulklassen ab dem 7. Schuljahr für fünf oder 12 Tage in das WPZ. Während ihres Aufenthaltes helfen die Jugendlichen und Lehrer in Kleingruppen an drei oder acht Vormittagen aktiv bei der Waldarbeit mit. Unter Anleitung von erfahrenen und im Umgang mit Jugendlichen geschulten Forstwirten, werden leichte forstliche Arbeiten wie z. B. Pflanzungen, Pflegearbeiten in jungen Waldbeständen und Sonderbiotopen (z.B. Heide) oder der Bau von Hochsitzen durchgeführt.

 

Dabei bekommen die Teilnehmer einen direkten Einblick in die Arbeitswelt eines Forstbetriebes. Welche Maßnahmen werden durchgeführt, warum und mit welchen Ziel? Alles Fragen, die nicht an der Tafel sondern praktisch vor Ort mit den Jugendlichen "erlebt" werden; schöner Nebeneffekt: Der 12-tägige Jugendwaldeinsatz wird als Betriebspraktikum anerkannt und bescheinigt.

 

Weitere Nebeneffekte: Man spürt die piksiegen Brombeerbüsche auf der Haut, in der Frühstückspause wirkt ein Sonnenbad im weichen Waldmoos entspannender als manch' eine Joga-Übung, die morgenlicht feucht-kalte Witterung im Frühjahr und Herbst zwingt zur körperlichen Betätigung.

 

Bei einer Gruppenstärke von 6-8 Schülern je Forstwirt bleibt dabei immer noch genügend Spielraum konkret auf die Jugendlichen einzugehen; viele von ihnen halten schließlich beispielsweise zum ersten Mal in ihren Leben einen Pflanzspaten in der Hand. Neben der eigentlichen Arbeit wird aber auch die Vielfältigkeit des Ökosystems Wald "erfahren". Da gibt es Spuren von Wildschweinen zu entdecken und im Nachbarbaum hämmert gerade der Specht sein neues Zuhause. Dann ist schnell die Neugier geweckt, die durch den Forstwirt gerne gestillt wird.

 

Neben den Schülern, die im Wald arbeiten und einer zumeist auf dem WPZ-Hof eingerichteten Werstattgruppe, gibt es noch den Hausdienst. Hierzu verbleibt eine kleine, alle 1-2 Tage wechselnde Gruppe (3-4 Personen) am Vormittag im Haus. Unter Anleitung unserer Wirtschafterinnen werden Küchenarbeiten erledigt und Räumlichkeiten im Haus gesäubert.

 

Nach der Rückkehr aus dem Walde wird das Mittagessen eingenommen, anschließend nimmt der Hausdienst wieder seine Arbeit auf. Die Tische müssen abgeräumt und das Geschirr abgewaschen werden.

 

Der Ablauf des Resttages liegt dann ganz in der Hand der Lehrer und Schüler. Entweder wird auf eigene Faust die Gegend erkundet, die zahlreichen Freizeiteinrichtungen des Hauses genutzt oder die Klasse unternimmt etwas zusammen mit dem Förster und seinen Kollegen. Angeboten werden dabei u.a. folgende Aktivitäten: 

Cola-Kisten-Stapeln, Bogenschießen, Nachtwanderung, Niedrigseilgarten, Baumklettern, Jagdhundevorführung uvm. 

Darüber hinaus "trainiert" ein Jugendwaldeinsatz das Sozialverhalten der Gruppe; ein Nebeneffekt, der nicht zu unterschätzen ist. Die Gruppe ist über fünf oder 12 Tage rund um die Uhr zusammen. Eine zunächst fremde, sehr ländliche Umgebung, das Zimmer muss mit bis zu sieben Mitschülern geteilt werden, der Dreck der Gruppe muss täglich beseitigt werden, dazu noch körperliche Arbeit und meistens wenig Schlaf. Da wird das Sozialverhalten eines jeden auf die Probe gestellt. Schüler und Lehrer lernen sich von einer ganz anderen Seite kennen.

 

 

 

C2O = Change to Outlive

"Verändere Dein Verhalten, um zu überleben!"

Zugegebener Weise ist dies die etwas freie Übersetzung für "Change to Outlive". Mit diesem Bildungsprojekt wollen wir BNE-orientiert unseren Schülern das Thema "Klimawandel und welche Rolle spielt dabei unser eigenes Verhalten?" näher bringen. BNE steht dabei für Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Das Projekt ist im März 2010 durch die Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" als offizielles deutsches Dekadeprojekt für den Zeitraum 2010/2011 ausgewählt worden. Mehr hierzu unter www.bne-portal.de.

 

Ferner ist das Projekt für den Deutschen Waldpädagogikpreis 2010 der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nominiert worden. Mehr hierzu unter www.deutscher-waldpaedagogikpreis.de

 

Dieses Projekt begleitet die Schülerinnen und Schüler (SuS) im Rahmen eines 12-tägigen Jugendwaldeinsatzes. Hierbei wird für die gesamte Gruppe eine CO2-Bilanz erstellt. In dieser fließen ein:

- der gruppenspezifische Energieverbrauch im Haus

- das Engagement der SuS bei der Waldarbeit

- eine mögliche CO2-relevante Lebensweise oder Anreiseart der Gruppe

 

Energieverbrauch

Der Energieverbrauch während der ersten Aufenthaltswoche wird ohne Wissen der SuS erfasst. Am Ende der ersten Woche wird die Gruppe mit dem Change to Outlive-Programm konfrontiert. In der zweiten Woche wird der Energieverbrauch mit Wissen der SuS aufgenommen. Eine Arbeitszeitreduzierung am letzten Waldarbeitstag im Falle eines, im Vergleich zur Vorwoche, reduzierten Energieverbrauches wird in Aussicht gestellt. 

 

Engagement bei der Waldarbeit:

Jede Arbeitsgruppe erhält von ihrem jeweiligen Forstwirt am Ende des Arbeitstages eine Note für ihr Engagement bei der Waldarbeit.  

Hintergrund: Die SuS engagieren sich für den Wald und tragen somit zu dessen Erhaltung aktiv bei. Der Wald kann so weiterhin seine CO2-mindernde Wirkung voll entfalten.

 

CO2-relevante Lebensweise:

Hier erhalten die SuS ausschließlich CO2-Gutschriften (virtuelle Werte) für ihre Gesamtbilanz, sofern sie sich – auf freiwilliger Basis – für klimafreundliche Lebensweisen während ihres Aufenthaltes gemeinsam entscheiden. Dem Ideenreichtum der Gruppe sind dabei keine Grenzen gesetzt. Belohnt wird beispieslweise das Aufsuchen der Arbeitsstellen mit dem Fahrrad, oder die Wahl einer klimafreundlichen Anreiseart, z.B. mit dem Fahrrad oder mit der Bahn.

  

 

 

 

 

 

Was kostet das?

 

Informationen zu den Kosten für unsere Angebote können Sie hier als PDF-Datei herunterladen: 

Interesse geweckt?

 

Dann schnell online unter http://www.sdw-nds.de/sdw_busy_2012/  eine Bewerbungsanfrage bei unserem Partner – der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) - abgeben. Bei der SDW erfolgt die Belegungsplanung für die Jugendwaldeinsätze in den 9 Häusern der Niedersächsischen Landesforsten. Bedingt durch die große Nachfrage ist eine frühzeitige Anmeldung ratsam. Sie haben sogar die Möglichkeit Ihren Aufenthalt bis zu zwei Jahre im Voraus bei uns zu buchen und sich den für Sie besten Zeitraum zu sichern.

 

Für weitere Fragen finden Sie nachfolgend die Adresse der SDW:

 

 

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Landesverband Niedersachsen

Prinzenstr. 17

30159 Hannover

 

Telefon: 0511/363590

Fax: 0511/3632532

E-Mail: postmaster(at)sdw-nds.de

 

Ihr Ansprechpartner in Oerrel:

Stefan Heidecke 

Waldpädagogikzentrum Ostheide - Haus Oerrel

Schweriner Str. 1

29633 Munster-Oerrel

 

Tel. 05192-4299

Fax: 05192-886958

E-Mail: WPZ.Ostheide-Oerrel(at)nfa-oerrel.niedersachsen.de

  

Nachfolgend finden Sie eine Power-Point-Präsentation über die Ausflugsziele der Region, die Ihnen den Aufenthalt bei uns noch angenehmer machen können.

Ausflugsziele (Power-Point, 6,3 MB)

 

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