Waldpädagogikzentrum Göttingen - RUZ Reinhausen

Programm Landwirtschaft & Gesunde Ernährung

Wir bieten im Bereich Landwirtschaft eine große Themenpalette für Schulen an. Das Angebot reicht vom Kartoffelanbau über den Getreideanbau bis hin zur Milchviehhaltung und Fleischverarbeitung. Alle Veranstaltungen beinhalten auch Aspekte zum Themenkontext Gesunde Ernährung.

 

Nähere Informationen zu unserem Landwirtschaftsprogramm können Sie unserem neuen Faltblatt: Unsere landwirtschaftlichen Angebote entnehmen.

 

Der Kartoffel- und Getreideanbau findet auf Flächen der benachbarten Domäne Reinhausen statt, mit der das RUZ eng kooperiert.

Zur Veranschaulichung der Milchviehhaltung steht uns der Kooperationsbetrieb Füllgrabe in Diemarden zur Verfügung.

Mit unseren landwirtschaftlichen Umweltbildungsangeboten sind wir als regionale Bildungsstelle auch im Niedersachsen weiten Netzwerk Transparenz schaffen - von der Ladentheke bis zum Erzeuger integriert und wirken zugleich in der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof (BAGLOB) e. V. mit.

Landwirtschaft in der Grundschule

Für die Grundschule haben wir die landwirtschaftlichen Themen Arbeit in der Landwirtschaft: Getreideanbau früher & heute, Milch & Kakao - was ist das denn genau , Von der Kartoffel zum Puffer sowie Schweinehaltung & Fleischverarbeitung im Programm.

Arbeit in der Landwirtschaft: Getreide-Anbau früher & heute

Zweiteilige Veranstaltung für 3. - 4. Klassen

Termine im Frühjahr und Sommer

Im Frühjahr säen die Kinder mit einer alten manuell betriebenen Saatmaschine Sommerweizen auf dem Getreide-Acker aus. Anschließend untersuchen sie ein modern bestelltes Winterweizen-Feld. Sie lernen Getreidearten (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste u. a.) kennen und erleben welche Lebensmittel aus Ihnen hergestellt werden. So können sie selbst Flocken aus unterschiedlichem Getreide quetschen und sich daraus ein Müsli mit Nüssen und Früchten zubereiten und essen.

 

Beim zweiten Getreide-Tag im Sommer können die Kinder dann die Entwicklung ihres Sommerweizens bestaunen. Außerdem erleben die Kinder den ehemaligen Kornboden  der Domäne Reinhausen im Obergeschoss des RUZ-Seminargebäudes als beeindruckenden historischen Lernort. Hier wird dann verglichen wie sich Getreide-Lagerung, -Abfüllung, -Transport und -Verkauf von früher bis heute gewandelt haben. An Lernstationen können die Kinder loses Getreide mit der Getreidekarre transportieren, Getreide mit einer Balkenwaage abwiegen, mit einer Dezimalwaage das eigene Körpergewicht wiegen oder im Vergleich Getreidesäcke schleppen und über die Getreiderutsche nach unten befördern. Dabei erproben sie zugleich selbständig die technische Funktionsweise der alten Waagen.

Milch und Kakao - was ist das denn genau?

Wir möchten Sie auf ein neues Angebot des Waldpädagogikzentrums Göttingen - RUZ Reinhausen aufmerksam machen. Für die Jahrgangsstufen 3 und 4 bieten wir eine Veranstaltung zum Thema „Gesunde Ernährung“ an.

Unter dem Titel „ Milch und Kakao- was ist das denn genau?“ wollen wir uns nach einem Besuch auf dem Naturmilchhof Gartetal in Diemarden, wo wir die Haltung der Kühe unmittelbar kennen lernen, mit den Inhaltsstoffen der Milch und der Schokolade auseinander setzen.

Milch  und Milchprodukte gehören zu den beliebtesten Nahrungsmitteln in Deutschland. 

Kinder konsumieren fast täglich Milchprodukte und haben oft keinerlei Vorstellungen darüber, wo die Milch herkommt. Die oft zitierte „lila Kuh“ und die Milchfabrik entsprechen durchaus den Erfahrungen, die wir bei einigen Kindern antreffen können.

Während dieses vierstündigen Programms erwerben die Kinder anhand kindgerechter Versuche Kenntnisse über die Zusammensetzung der Milch und ihre Rolle für die gesunde Ernährung. Die Milch vom Bauernhof wird probiert und der Zusammenhang zwischen Milch, Sahne und Buttermilch  geklärt.

 Am Ende des Vormittags wird ein Bogen zum Thema Kakao gespannt, wobei „veredelte Milch“ verkostet wird.

Zudem besteht die Möglichkeit, im Anschluss an diese Veranstaltung einen Folge-Termin im Kontext des globalen Lernens wahrzunehmen. Dazu bietet sich entweder eine Exkursion zum Tropengewächshaus in Witzenhausen ( www.weltgarten-witzenhausen.de ) oder ein Besuch der  Bildungsreferentin Sigrid Pessel (Dipl. Ing. Landschaftsplanung, Ref. für entwicklungspolitische Bildungsarbeit, Angerstr. 13, 37073 Göttingen Tel.: 0551-3894941  Email:.pessel@gmx.de) zum Themenbereich Kakao-Schokolade-Fair Trade bei Ihnen im Klassenraum an.

Die Veranstaltung knüpft an die in den KC der GS geforderten didaktischen Prinzipien der direkten Begegnung und die Einbindung außerschulischer Lernorte an. Dabei kommen auch Ansätze einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zum Tragen.

 

 

 

 

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Von der Kartoffel zum Puffer

Ziel des Grundschulprogramms  "Von der Kartoffel zum Puffer" ist es, den Wachstumsprozess von Kartoffeln nachzuvollziehen, auf ihren Geschmack zu kommen, die Vielfalt der Sorten zu erleben und der Kartoffel so ein "Gesicht" zu geben.

 

Ein gesundes Nahrungsmittel soll dabei so interessant gemacht werden, dass es wieder verstärkt wertgeschätzt, gegessen und verarbeitet wird.

 

Und so gehen wir vor:

Beim ersten Termin nach den Osterferien werden auf den Flächen der Domäne Reinhausen mit Unterstützung eines örtlichen Landwirts Kartoffeln gepflanzt. Vor den Sommerferien werden beim zweiten Termin die Reihen von Unkraut und vom Kartoffelkäfer "befreit". Nach den Sommerferien kommt beim dreitten Termin wieder der Landwirt mit seinem Trecker bei der Kartoffelernte zum Einsatz. Dabei ist aber auch viel Handarbeit der Grundschulkinder gefragt.

 

Mit einem Besuch des altehrwürdigen Kartoffel-Gewölbekellers als dem Winterlager der Kartoffeln beim ersten Termin und dem Einlagern der frisch geernteten Kartoffeln beim dritten Termin schließt sich der Kreis rund um die Kartoffel.

 

Neben der paktischen Feldarbeit lernen die Kinder beim Kartoffelprogramm sowohl die Vielfalt der verschiedenen Kartoffelsorten mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und ihrem mannigfaltigem Aussehen als auch die Verarbeitungsmöglichkeiten und Inhaltsstoffe von Kartoffeln kennen.

 

Um die Kinder auf den Kartoffel-Geschmack zu bringen, werden bei jeder Veranstaltung verschiedene Kartoffelsorten als Pellkartoffeln serviert.

Manche Klassen verarbeiten im Winter bei einem vierten "Koch-Termin" sogar ihre selbstproduzierten Kartoffeln unter fachmännischer Anleitung zu leckeren Kartoffelgerichten.

 

Einige Impressionen des Kartoffelprogramms verschaffen Ihnen nachfolgende Fotos, die durch Anklicken vergrößert erscheinen:

Schweinehaltung und Fleischverarbeitung

Für die Jahrgangsstufen 3 und 4 bieten wir eine zweitägige Veranstaltung zum Thema „Schweinehaltung und Fleischverarbeitung“ an.

Zunächst besuchen wir an einem Vormittag einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Mastschweinehaltung. Dort schauen wir uns an, wie die Tiere in den Ställen leben, wir lernen den Lebenslauf eines Mastschweines kennen und womit die Schweine gefüttert werden. Wir stellen eine Futtermischung zusammen und erfahren, welchen Platz Mastscheine im Stall haben. Wenn Zeit ist, besuchen wir noch die Fleischrinderherde des Betriebes. In einer Abschlussrunde beantwortet uns der Landwirt die noch offenen Fragen.


Die Schlachtung von Tieren wird nicht thematisiert. Wir arbeiten z. Z. aber an einer kind- und altersgerechten Umsetzung.

Am Fortsetzungstag sind wir in der Schulfleischerei der BBS Ritterplan in Göttingen und werden aus Rindfleisch Burger und aus Schweinefleisch Bratwürstchen herstellen. Dazu backen wir uns in der Schulbäckerei  Brötchen. Alle Verarbeitungsschritte werden dabei von den Schülerinnen und Schülern eigenständig ausgeführt.

Sie werden dabei von Lehrkräften der Schule angeleitet und unterstützt. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Essen.

 

Ziel des Programms ist es, einen wertschätzenden Umgang mit dem Lebensmittel Fleisch zu fördern. Denn viele Verbraucher legen sich schnell Wurst und Schnitzel in den Einkaufswagen und achten dabei bloß auf einen günstigen Preis. Dabei wird leicht ausgeblendet, dass für jedes Stück Fleisch oder Wurst ein Tier geschlachtet worden ist und wie das Leben, bzw. die Haltungs- und Schlachtungsbedingungen, dieser Tiere ausgesehen haben.  

Mit angemessenen Preisen für das Lebensmittel Fleisch hingegen werden auch tiergerechtere Haltungsbedingungen ermöglicht.

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