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Niedersächsisches Forstamt Reinhausen

Naturwaldforschung

Moosteppich auf alten Bäumen - vielfältiger Lebensraum

Naturwälder - die Urwälder von morgen

 

Naturwaldforschung - Grundlage für naturnahe Waldwirtschaft und Waldnaturschutz im Niedersächsischen Forstamt Reinhausen

30 Jahre Naturwaldforschung sind eine kurze Zeitspanne für den Wald -

für den Menschen ist es fast ein ganzes Arbeitsleben.

Mehrere Generationen von Naturwaldforschern sind nötig, um den Wandel einer einzigen Waldgeneration zu erforschen, denn 300 Jahre dauert ungefähr die Lebensspanne eines Buchenwaldes.

 

Naturwälder sind dauerhaft aus der forstlichen Nutzung genommene Waldflächen – sie dürfen „verwildern“. Sie sind die Urwälder von morgen.

Wie solch ein Wald sich auf natürliche Weise weiterentwickelt, wie die Bäume wachsen, alt werden und schließlich absterben wird mit Hilfe von Messungen, Vegetationsaufnahmen und Inventuren dokumentiert. Die gewonnenen Erkenntnisse sind Grundlage für Waldbau und Waldnaturschutz und werden in der nächsten Förstergenerationen hoffentlich Früchte tragen.

Reine Urwälder, die nie mit Menschenhand in Berührung kamen, gibt es in Deutschland nicht mehr.

                                                                               

Begehung der Naturwälder zweimal im Jahr                                  

Die 4 Naturwälder des Niedersächsischen Forstamtes Reinhausen mit einer Gesamtfläche von 130 Hektar werden, wie alle Naturwälder, zweimal im Jahr vom Revierleiter begangen, um der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt (NFV) Veränderungen mitzuteilen.

Zwei von ihnen, der Naturwald „Fuchslöcher“ mit 26,9 Hektar und die „Pferdekrippe“ mit 18,2 Hektar befinden sich in der Gemeinde Gleichen, die größte Naturwaldfläche, der „Hünstollen“ mit 56,5 Hektar ist in der Gemeinde Bovenden und der Naturwald „Königsbuche“ mit 26,9 Hektar gehört zur Gemeinde Gieboldehausen.

 

Alte Baumveteranen

So sind die Naturwälder Inseln innerhalb der bewirtschafteten Wälder. Die alten Höhlenbäume oder morsches Holz erhalten die Artenvielfalt im Wald.

Dabei sind diese Inseln mit dem sie umgebenden Wirtschaftswald vernetzt, denn auch dort lassen Förster in „Habitatbaumgruppen“ Bäume alt werden, damit sie  Lebensgrundlage für Spechte, Fledermäuse, Totholzkäfer, Pilze, Moose und Flechten sein können.

 

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