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28.11.2017

Untersuchung der „Neuen Wiese“ laufen an

Niedersächsische Landesforsten starten Belastungsmessungen im Beienroder Holz

(Lehre / Helmstedt) Das Niedersächsische Forstamt Wolfenbüttel startet in Zusammenarbeit mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen und dem Staatlichem Baumanagement Braunschweig (SB BS) die Sondierungsarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) im Kampstüh. Spezialisten untersuchen die Flächen im Beienroder Holz mit Eisensuchgeräten (sog. Gradiometern) und ermitteln die Anzahl der Metallsplitter und Eisenteile im Boden. Dies bildet die Grundlage für die Einschätzung des Belastungsgrades durch Munitions- und Kampfmittelaltlasten in dem Waldstück.

Am dem Ende des zweiten Weltkriegs hatten britische Streitkräfte nach der Einnahme der Muna alle vorgefunden Kampfstoffe und Munition in 26 Sprengtrichtern gesammelt. Im Wald und später in den Trichtern wurden die Kampfmittel gesprengt, zum größten Teil - aber nicht vollständig - zerstört und soweit über das Gelände verstreut. Spezialisten untersuchen nun die Flächen rund um den Kernbereich mit den Sprengtrichtern im Beienroder Holz mit Spezialsonden und ermitteln die sog. „Störkörperdichte" und damit den Umfang der Altlast. Die Untersuchungsergebnisse liefern die Grundlage für die weitere Planung zur Sanierung der belasteten Waldfläche.

Dr. Michael Lücke von den Niedersächsischen Landesforsten hofft: „Wenn alles klappt, die Witterung mitspielt, die naturschutzfachlichen und -formalen Dinge gelöst werden und die Ausschreibungen ohne Probleme laufen, können wir vorrausichtlich im nächsten Jahr nach der Brut- und Setzzeit im Spätsommer mit ersten Räumungsarbeiten im Beienroder Holz beginnen. Bis zum Abschluss der aufwendigen Arbeiten können aber mehrere Jahre vergehen. Wir bitten die Bevölkerung sich zur eigenen Sicherheit an das Betretungsverbot auf der ausgeschilderten Fläche zu halten"

Ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde und die passenden Kompensationsmaßnahmen für die ökologischen Folgen der Räumungsarbeiten kann jedoch nicht begonnen werden. Das Räumungsgebiet liegt im Flora-Fauna-Habitatgebiet (FFH) und stellt einen wichtigen Lebensraum für viele seltene Arten dar.

 

Weitere Information zu den Niedersächsischen Landesforsten lesen Sie unter www.landesforsten.de


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