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05.03.2018

Organisationsteam tagt im Niedersächsischen Forstamt Clausthal

Forstämter wollen Sturmschäden durch „Friederike“ gemeinsam meistern

Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten und dem Nationalpark Harz trafen sich zu einer Lagebesprechung über die Folgen des Sturms „Friederike“ im Forstamt Clausthal

(Clausthal-Zellerfeld) Die Forstämter in Südniedersachsen wollen die Schäden, die das Orkantief „Friederike“ in ihren Wäldern angerichtet hat, gemeinsam meistern. Ziel der Niedersächsischen Landesforsten ist es, das Sturmholz schnellstmöglich aufzuarbeiten und in speziellen Beregnungslagern zu konservieren. Gleichzeitig bereiten die Forstämter zwischen Reinhausen, Harz und Liebenburg die so genannte Folienlagerung vor. Am Waldweg gestapelte, ganze Baumstämme werden dabei in stabile Folien verpackt, um das Austrocknen zu verhindern. Das ist das Ergebnis einer Lagebesprechung vom vergangenen Mittwoch zwischen den Mitarbeitern der Forstamtsleitungen und Angehörigen der Landesforsten, die den Holzverkauf verantworten. Der Organisationsstab hatte sich zum dritten Mal nach „Friederike“ im Forstamt Clausthal getroffen, um die Herausforderungen bei der Sturmschadensbeseitigung gemeinsam abzustimmen. Insbesondere die Fragen, wie der Holzabfluss optimiert werden kann und die begrenzten Ressourcen an Spezialmaschinen und Fachkräften organisiert werden sollen, standen dabei im Mittelpunkt.

 

 

Innerstestraße wegen Holzanlieferung ins Nasslager gesperrt

Geplant sind zwei große Sammelplätze für Stammholz. Im Kellwassertal nahe der Okertalsperre und im Tal der Innerste sollen bis zu 30.000 Kubikmeter Holz rund um die Uhr beregnet werden. „Wir beginnen demnächst mit der Anfuhr der Stämme auf die zentralen Plätze“, sagt Ralf Krüger. Der Betriebsdezernent im Forstamt Clausthal kennt wie die meisten seiner Kollegen die Abläufe noch gut: „Auch nach dem Sturm Kyrill 2007 wurde Holz zwei Jahre lang künstlich feucht gehalten. So haben wir Insekten- und Pilzbefall verhindert“, begründet Krüger die bewährte Methode. Forstamtsleiter Dr. Dieter Holodynski aus Riefensbeek weist auf die Sperrung der öffentlichen Straße durch das Tal der Innerste hin. „Die Innerstestraße wird ab morgen (3.3.) bis zum 22. April 2018 an den Abzweigungen von der B 241 und B 242 für den öffentlichen Verkehr gesperrt“, sagt Dr. Holodynski. Grund hierfür sei der intensive LKW- Verkehr mit Holztransport aus der Sturmholzaufarbeitung. Ein Ausweichen bei Gegenverkehr sei auf der schmalen Straße nicht möglichen. „Auch das Abladen der Stämme am Beregnungsplatz führt zu langen Wartezeiten und Staubildung auf der Straße durch den Wald“, begründet der Riefensbeeker Forstamtsleiter.

Einschlagstopp für Fichte in den Landesforsten – Forstwirte aus dem Norden helfen im Süden aus

Die Schäden in den Niedersächsischen Landesforsten konzentrieren sich auf den Süden und hier vor allem auf Harz und Solling. Die Summe an Sturmholz durch Friederike entspricht 60% der Menge an Holz, die sonst planmäßig in einem Jahr eingeschlagen wird. Betroffen ist fast ausschließlich Fichte, deren Menge auch bundesweit deutlich unter der des Sturms „Kyrill“ liegt. „Das Fichtenholz trifft auf einen intakten und aufnahmefähigen Holzmarkt. Um diesen nicht zu überfordern, verzichten wir in den Landesforsten ab sofort auf den Einschlag stehender Fichte. Gleichzeitig bauen wir die Logistik für den Ferntransport aus und nutzen die Einlagerungsmöglichkeiten.“ erklärt Klaus Jänich, Vizepräsident der Landesforsten, den Umgang mit dem Schadholz. Forstwirte aus dem Norden sollen die Süd-Forstämter bei der Sturmholzaufarbeitung unterstützen. Neben Waldarbeitskräften und Motorsägen werden besonders Schlepper und Forstspezialfahrzeuge benötigt. Diese personelle Hilfe hat den Harzer Kollegen schon beim Sturm Kyrill Entlastung gebracht.

 

An dezentralen Lagerplätzen werden Holzstämme in Folien gelagert.

Sie verhindern das Austrocknen der Stämme und den Befall durch Borkenkäfer oder Pilze.

 

Auch im Kellwassertal (Okertalsperre) wird ein Nasslager errichtet,

in dem Sturmholz rund um die Uhr beregnet wird.

 

 


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