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16.10.2015

Tümpel im Wald – Leben im Wandel

Fachleute aus Niedersachsen trafen sich zur Fachtagung im Jagdschloss Springe

v.l.n.r.: Dr. Holger Buschmann, Heiko Brede, Dr. Klaus Merker, Dr. Kathrin Baumann, Bruno Scheel, Dr. Markus Richter

(Springe) Amphibien, Insekten, Krebse und andere Tiere in Tümpeln des Waldes, ihr Leben, ihre Verbreitung und Möglichkeiten von Schutz und Förderung dieser Lebensräume waren Thema der gemeinsamen Fachveranstaltung der Niedersächsischen Landesforsten und der NABU Niedersachsen. Derartige Veranstaltungen führen sie alljährlich im Rahmen des europäischen Artenschutzprojekts 'Countdown 2010' durch

Bei der Eröffnung sagte Dr. Klaus Merker, Präsident der NLF: „Die Landesforsten nehmen auf 330.000 Hektar Verantwortung für Lebensräume und Arten wahr. Kleingewässer im Wald mit stark variierenden Wasserständen sind wichtige Laichgewässer für heimische Amphibien. Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender NABU Niedersachsen ergänzte: „Diese Biotope, die über den Jahresverlauf einen starken Wandel im Erscheinungsbild sowie in der Besiedlung durch verschiedene Arten und Entwicklungsstadien dieser heimischer Arten aufzeigen, sind wichtige Rückzugsgebiete und Trittsteine im Wald.“ Die Anlage, die Wiederbelebung und der Erhalt solcher Biotope seien vielerorts möglich, hierbei sollten jedoch die besonderen Bedürfnisse verschiedener Tümpel-Bewohner Berücksichtigung finden.

Ob flache, gut besonnte Tümpel oder tiefe, beschattete Mulden, jeder Tümpel hat Arten, die diese spezielle Ausprägung für eine erfolgreiche und dauerhafte Besiedlung benötigen. Die Einbindung der Kleingewässer in die angrenzenden Waldbereiche, sei es als Lebensraum, Nahrungsbiotop oder Überwinterungsfläche und die Wechselwirkung dieser Lebensräume aufeinander, machen Tümpel im Wald zu einem faszinierenden Lebensraum, der einem stetigen Wandel unterliegt aber immer die Vielfalt fördert.

 

In verschiedenen Vorträgen wurde die Bedeutung von Tümpeln und Kleingewässern für Tiere und Pflanzen erläutert. Des Weiteren stellten Fachleute die Lebensweise von Ansprüche von Amphibien an ihren Lebensraum sowie weitere Möglichkeiten zur Förderung der Biodiversität dar. Auf der nachmittäglichen Exkursion zeigte das Forstamt Saupark unkonventionelle Waldentwicklungsmaßnahmen im Gelbbachtal und deren Bedeutung für spezielle Arten.

 

 

 

 

 

Die Niedersächsischen Landesforsten und NABU Niedersachsen arbeiten seit Jahren in verschiedenen Projekten vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammen. Mit einer vor drei Jahren geschlossenen Kooperationsvereinbarung wurde diese Zusammenarbeit weiter intensiviert.

 

Weitere Informationen zum Waldnaturschutz in den Landesforsten finden Sie unter

www.landesforsten.de/Waldnaturschutz-in-den-Niedersaechsischen-Landesforsten.1988.0.html

 

Fotos zur Aktion steht für Sie unter www.landesforsten.de/Presse.1946.0.html

als Download bereit.

 

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