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06.11.2017

FriedWald Cuxland im Niedersächsischen Forstamt Harsefeld

Zwölfter FriedWald in Niedersachen wurde vor einem Jahr eingeweiht

(Geestland/Harsefeld) Der FriedWald Cuxland im Herzen des Landkreises Cuxhaven ist einer von insgesamt zwölf FriedWald-Standorten in Niedersachsen. Mächtige Eichen und Buchen kennzeichnen den Wald nördlich von Kührstedt, der auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gut erreichbar ist. Trägerin des FriedWald-Standortes ist die Stadt Geestland. Das Kührstedter Holz gehört zu den Niedersächsischen Landesforsten, es wird vom Forstamt Harsefeld bewirtschaftet.

 Auf rund 21 Hektar des Kührstedter Holzes erstreckt sich der FriedWald Cuxland. „Dieser Waldbereich dient den Menschen als letzte Ruhestätte und ist für Angehörige ein Ort des Erinnerns und Gedenkens. Mit einem Kreuz und Holzbänken ausgestattet, auf denen die Trauergäste einander nah sein können, ist der Andachtsplatz ein zentraler Ort im FriedWald. Beisetzungen nehmen hier oft ihren Anfang“ erklärt Forstamtsleiter Arne Riedel.

„Seit der Eröffnung im vergangenen Jahr haben hier bereits 61 Menschen ihre letzte Ruhe gefunden. Auch als Vorsorgekonzept hat sich der Bestattungswald bereits etabliert. Es haben sich schon 73 Menschen zu Lebzeiten einen oder mehrere Plätze für ihre letzte Ruhe an einem Gemeinschaftsbaum ausgesucht oder sind als Berechtigte an einem Familien- oder Freundschaftsbaum eingetragen“ erläutert Gesa Tiedemann, die Sachbearbeiterin für die vier im Forstamt Harsefeld gelegenen Friedwald-Standorte.

Die FriedWald GmbH aus Griesheim bei Darmstadt übernimmt im Auftrag der Stadt Geestland den gesamten Betrieb des Waldes und koordiniert sämtliche Aktivitäten. Hierzu zählen die terminliche und verwaltungstechnische Betreuung des Bestattungswaldes, die gesamte Öffentlichkeitsarbeit sowie der Einsatz und die regelmäßige Fortbildung der FriedWald-Förster Dieter und Rolf Wegner. Die Zwillingsbrüder arbeiten als FriedWald-Förster in einem ungewöhnlichen Betätigungsfeld; sie führen die Menschen durch den Wald, stellen dabei das FriedWald-Konzept vor, beraten bei Baumauswahlen und begleiten die Angehörigen bei Trauerfeiern.

Am besten lässt sich der FriedWald bei einer Führung kennenlernen. Diese werden regelmäßig samstags kostenlos angeboten. Die nächsten Termine sind am 18. und 25. November sowie am 9. Dezember jeweils um 14 Uhr.

Anmeldungen nimmt der FriedWald- Kundenservice unter 06155 848-200 entgegen. Auch im Internet sind unter www.friedwald.de  Anmeldungen möglich.

Informationen zum Forstamt Harsefeld finden Sie unter www.landesforsten.de

Hintergrund: Im FriedWald können sich Interessenten ihren Baum bereits zu Lebzeiten aussuchen. Die Asche der Verstorbenen ruht in biologisch abbaubaren Urnen zwischen den Wurzeln von Bäumen. Kleine Namenstafeln an den Bäumen machen auf die Grabstätten aufmerksam. Der FriedWald steht den Menschen aus der Region offen, er ist ein Angebot für jedermann, mit und ohne Konfession. Seit Mitte 2000 gibt es das FriedWald-Konzept in Deutschland. Mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet. Seitdem hat es mehr als 74.000 Beisetzungen an den inzwischen bundesweit 57 FriedWald-Standorten gegeben. Die Bestattung in der Natur wird deutschlandweit von der FriedWald GmbH in Griesheim bei Darmstadt angeboten. Die niedersächsischen FriedWald-Standorte sind Buxtehude, Bremervörde, Bremer Schweiz, Cuxland, Bramsche bei Osnabrück, Hasbruch bei Oldenburg, Burg Plesse bei Göttingen, Südharz bei Osterode, Elm bei Braunschweig, Uetzer Herrschaft bei Hannover, Lüneburger Heide bei Bispingen und Ostheide bei Lüneburg.


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