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22.12.2017

Staunend die Natur erleben

Waldeinsatz im Waldpädagogikzentrum gefragt

(Ahlhorn/Emstek) Im Waldpädagogikzentrum Weser-Ems auf dem Gelände der Teichwirtschaft Ahlhorn ist etwas Ruhe eingekehrt. Mitte November kamen die letzten Schüler zum Waldeinsatz auf das Gelände und bereits am 19. Februar kommenden Jahres beginnt die neue Saison. Jugendwaldeinsatzleiter und Förster Klaus Benthe ist sehr zufrieden: „Wir hatten Gäste aus vier Bundesländern, sind für 2018 nahezu ausgebucht und haben bereits viele Anmeldungen für 2019.“ 18 Schulklassen mit rund 470 Schülerinnen und Schülern besuchten in diesem Jahr für 3 bis 10 tägige Aufenthalte das idyllisch gelegene Waldpädagogikzentrum, darunter Klassen aus Schleswig-Holstein, Berlin, Nordrhein-Westfalen und vor allem aus Niedersachsen. Beliebt sind weiterhin die ein- oder zweiwöchigen Waldeinsätze, mit leichten vormittäglichen Waldpflege- oder Naturschutzarbeiten für die Schüler unter fachkundiger Aufsicht. „Daneben bieten wir vermehrt drei- bis fünftägige Walderlebnisfahrten für Grundschulklassen an, weil Kinder in dem Alter noch staunend die Natur erleben, bevor sie beginnen sich für andere Dinge zu interessieren“, blickt Benthe nach vorne.

2018 wird es auch einen Blick zurück geben – dann jährt sich der Beginn des Jugendwaldeinsatzes an den Ahlhorner Fischteichen zum fünfzigsten Mal. „Als Niedersächsische Landesforsten wollen wir diesen Anlass etwas feiern und dazu die Ausstellung im Alten Hälterhaus eröffnen“, freut sich auch Forstamtsleitern Regina Dörrie auf das kommende Jahr im Waldpädagogikzentrum.

 

Hintergrund:

 

Aus der Not entstanden

1948 wurde im Zuge der Aufforstungen der umfangreichen Kriegs- und Nachkriegskahlschläge das bundesweit erste Jugendwaldheim in Zorge im Harz gegründet. Von dort aus setzte sich die Idee der Jugendwaldeinsätze bundesweit fort. In Niedersachsen gibt es bei den Landesforsten und im Nationalpark Harz zehn Häuser dieser Art. Die Einrichtung an der Teichwirtschaft Ahlhorn entstand  1968 in Kooperation mit der Evangelischen Bildungsstätte „Blockhaus Ahlhorn“, als einziges Haus in Weser-Ems.

 

Leichte Wald- und Naturschutzarbeiten

Die Schüler und Schülerinnen arbeiten beim Waldeinsatz unter Aufsicht erfahrener Forstwirte. Im Frühjahr und Herbst wird viel gepflanzt und im Somer arbeiten die Schüler in Gruppen in der Holzwerkstatt, bauen oder reparieren Wildschutzzäune, kümmern sich um Wanderwege und Erholungseinrichtungen. Auch Naturschutzarbeiten, wie das Entkusseln wertvoller Heideflächen gehören zum Programm. Neben der obligatorischen Vormittagstätigkeit gibt es wald- und umweltbezogenen Themenangebote am Nachmittag, den die Gruppen in Eigenregie gestalten. Viele Schulen haben den Waldeinsatz-Aufenthalt als festen Bestandteil in ihr Schulprogramm für die 7. Jahrgänge aufgenommen. Die zweiwöchigen Einsätze werden zudem als Praktikumszeit für die Schüler angerechnet.

 

Sandstrand inklusive

Die Unterbringung und Verpflegung erfolgt in der Evangelischen Bildungsstätte Blockhaus Ahlhorn, 10 Fußminuten von der Teichwirtschaft entfernt. Das sogenannte Heidedorf steht dort als Unterkunft mit nunmehr 5 Blockhütten mit Übernachtungs- und Gemeinschaftsräumen direkt am Seeufer. Alle Häuser wurden durch die Landeskirche modernisiert und bieten mit einer neuen, barrierefreien Hütte Aufenthaltsmöglichkeiten für Inklusionsklassen.

 

Angebote auch für Grundschulen

Neben den klassischen Waldeinsätzen, den viele Eltern noch aus ihrer eigenen Schulzeit kennen, bietet das Waldpädagogikzentrum heute auch kurze Aufenthalte für Grundschulklassen sowie Projekt- oder Erlebnisklassenfahrten an. In Zusammenarbeit mit von den Landesforsten ausgebildeten zertifizierten Waldpädagogen bietet das Waldpädagogikzentrum auch eintägige Veranstaltungen wie Waldführungen oder Projekttage an.

 

Mehr Informationen unter www.wpz-weser-ems.de

 

 


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