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03.01.2018

Zielstrebig und naturnah

Neue Försterin in Bohmte

(Ankum/Nordkreis Osnabrück) Das neue Gesicht der Niedersächsischen Landesforsten für die Wälder im Altkreis Wittlage heißt Anne Wittenberg. Die 26jährige Försterin übernimmt bis auf weiteres die Betreuung der Wälder des Forstrevieres Bohmte. „Frau Wittenberg steht für den deutlichen Generationenwechsel der Förster in den Landesforsten“, schildert Forstamtsleiter Ulrich Zeigermann die Situation. Auch im Forstamt Ankum beginnt mit der neueingestellten Försterin ein rasanter Wechsel, allein in diesem Jahr werden vier Förster pensioniert.

Anne Wittenberg ist im Landkreis Schaumburg aufgewachsen. „Mein ursprünglicher Berufstraum war Gärtnerin zu werden, dann habe ich mich umorientiert auf Forstwirtschaft, das ist wie Gärtnern in groß aber wesentlich vielfältiger“, schildert sie ihren Werdegang. Den Försterberuf im Blick machte sie früh den Jagdschein, orientierte sich als Praktikantin in der Schaumburger Kreisforst und im Wald der Fürstlichen Hofkammer Bückeburg. Nach dem Abitur in Stadthagen reiste sie ein halbes Jahr durch Neuseeland und begann 2012 das Studium der Forstwirtschaft in Göttingen. Während des dreijährigen Bachelor-Studienganges nutzte die Studentin die Semesterferien um weitere Wälder und Forstbetriebe kennenzulernen. So waren das Weserbergland, der Solling, der Raum Hannover und neben den Landesforsten andere öffentliche Waldbesitzer wie die Klosterkammer Hannover und die Stadtforst Hameln Ziel ihrer Praktika. Nach dem Studium absolvierte sie den Vorbereitungsdienst bei den Landesforsten im Raum Hildesheim und wurde nach einer Prüfung im März letzten Jahres von den Niedersächsischen Landesforsten mit 14 weiteren Nachwuchskräften eingestellt.

Begeistert ist die junge Försterin von dem bunten Strauß an Aufgaben, die im Wald auf sie zukommen. „Neben der Waldbewirtschaftung bin ich auch noch im Naturschutz, der Jagd und der Öffentlichkeitsarbeit gefordert.“ Richtschnur ihres Handelns ist es, den Wald naturnah zu gestalten. Daher kann sie sich gut mit dem ökologischen Waldbauprogramm der Niedersächsischen Landesforsten identifizieren. „Ein Vorbild für mich ist der Berliner Arzt August Bier, der vor hundert Jahren aus einem armen Kiefernforst einen sich selbst verbessernden gesunden Mischwald schuf“, erzählt Anne Wittenberg, die mit ihrem Hund Erle, einer Alpenländischen Dachsbracke, auf dem Gelände eines Sägewerks im Osnabrücker Raum wohnt.

Derzeit ist einer ihrer Aufgabenschwerpunkte die Umgestaltung erntereifer Fichtenwälder im Raum Bohmte/Bad Essen mit Laubbäumen wie Buche und Ahorn. Dabei plant sie auch seltene Baumarten wie Ulme und Wildkirsche sowie heimische Sträucher für die Waldränder mit ein. „Gerne würde ich im Osnabrücker Umfeld bleiben, ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Wälder aber auch von den Menschen und den kulturellen Möglichkeiten“, hat die junge Försterin bereits ihr nächstes Ziel fest vor Augen.

 

Hintergrund

Landesforsten im personellen Umbruch

Die Niedersächsischen Landesforsten beschäftigen als größter und öffentlicher Waldbesitzer in Niedersachsen rund 1300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Jährlich werden etwa 40 bis 50 Nachwuchskräfte in verschiedenen Berufen benötigt. Aufgrund der Altersstruktur sind dies allein bei den Förstern etwa 15 bis 20 Nachwuchskräfte.

 

Enorme Ausdehnung des Forstamtes Ankum

Das Forstamt Ankum ist eines der weitläufigsten Forstämter in den Niedersächsischen Landesforsten. Mit acht Revierförstereien wird der Landeswald zwischen dem Dümmer und der holländischen Grenze und vom Teutoburger Wald bis fast nach Papenburg bewirtschaftet. 36 Förster und Försterinnen, Waldarbeiter, Forstwirtschaftsmeister und Verwaltungsangestellte sowie sechs Forstwirt-Auszubildende sind dort tätig. Neben der Ausbildungswerkstatt bei Ankum betreibt das Forstamt den FriedWald Bramsche-Osnabrücker Land im Höhenzug Gehn.

 

 

 

 

 

 


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