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22.01.2018

Wandel im Forstamt Ahlhorn

Revier Huntlosen mit dem Jahreswechsel aufgelöst

(Ahlhorn/Landkreise) Zum Jahreswechsel haben die Niedersächsischen Landesforsten die Revierförsterei Huntlosen im Forstamt Ahlhorn aufgelöst. Die dazugehörigen Wälder wurden auf die verbleibenden sieben Reviere aufgeteilt. „Der Wegfall der Försterei folgt einem landesweiten Konzept der Niedersächsischen Landesforsten“, erläutert Forstamtsleiterin Regina Dörrie die Organisationsänderung. „Die neuen Reviere sind von der Größe und Arbeitsbelastung ähnlich zugeschnitten und wir wollen die Qualität der Waldpflege und Erfüllung unserer sonstigen Aufgaben auf dem gewohnt anspruchsvollen Niveau halten.“ Die bevorstehende Pensionierung des langjährigen Huntloser Försters, Karl-Heinz Frese, war der Anlass für die Neuaufstellung der sieben übrig bleibenden Reviere. Brennholzinteressenten erfahren die jetzt zuständigen Revierförster auf der Forstamtshomepage landesforsten.de/ahlhorn oder telefonisch im Forstamt (04435/93070).

Die sieben Reviere des Forstamtes Ahlhorn sind nun zwischen 1.800 und 2400 Hektar groß. Die Betreuung kommunalen Waldbesitzes und von Forstgenossenschaften erfolgt weiterhin durch die Förstereien Barnstorf, Harpstedt und Syke. „Neben der Angleichung der Reviergrößen und des zu tätigen Holzeinschlages waren die Anforderungen an Naturschutz und Walderholung wichtige Gesichtspunkte für den Neuzuschnitt der Förstereien“, erläutert Amtsleiterin Dörrie.

Die wichtigsten Änderungen in der Zugehörigkeit der Waldgebiete:

Die Revierförsterei Syke wird vergrößert um die Wälder Schweinsheide, Wedehorn, Lindschlag (Stadt Bassum) und Fahrenhorst (Gemeinde Stuhr). Betreuungsforsten bleiben unverändert.

Die Revierförsterei Barnstorf übernimmt zusätzlich den Spascher Sand (Landgemeinde Wildeshausen) und die Steinhorst (Gemeinde Großenkneten). Betreuungsforsten bleiben unverändert.

Die Revierförsterei Harpstedt betreut zusätzlich den Hagel (Gemeinde Großenkneten).

Die Revierförsterei Sandkrug bewirtschaftet jetzt den gesamten Hegeler Wald und die Döhler Wehe (Gemeinde Großenkneten).

Die Revierförsterei Baumweg wird zusätzlich die Aufforstungsflächen und Wälder Sage/Regente, Feldmühlenholz (Gemeinde Großenkneten) und das östliche Gartherfeld (Gemeinde Emstek) bewirtschaften.

Die Revierförsterei Cloppenburg übernimmt zu den vorhandenen Flächen noch das westliche Gartherfeld (Gemeinde Emstek).

Die Revierförsterei Augustendorf  betreut zusätzlich den Peterwald 2 (Gemeinden Garrel/Friesoythe)

 

Hintergrund:

Das Forstamt ist eines von 24 Forstämtern der Niedersächsischen Landesforsten mit den jetzt sieben Forstrevieren Syke, Harpstedt, Barnstorf, Sandkrug (Hatten), Baumweg (Ahlhorn/Emstek), Augustendorf (Friesoythe) und Cloppenburg.

Weitere Betriebsteile sind die Teichwirtschaft Ahlhorn und das Waldpädagogikzentrum Weser-Ems.

Gut 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen künftig in allen Bereichen die Betreuung und Verwaltung sicher.

In den Waldrevieren werden gut 15.000 Hektar Landeswald bewirtschaftet und weitere 26 Waldbesitzer beraten. Die durch Erstaufforstung vor 150 Jahren und Neuanpflanzung nach dem verheerenden 1972er Sturm geprägten Wälder sind sehr unterschiedlich aufgebaut. Noch dominiert die Kiefer mit 30 Prozent. Buchen und Eichen nehmen aber zu, so dass  Misch- und Laubwälder entsprechend dem ökologischen Waldbauprogramm der Niedersächsischen Landesforsten  zunehmen und der Nadelbaumanteil vor allem in Reinbeständen deutlich abnimmt.

Alleine 45 Prozent der Wälder des Forstamtes sind als Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen. 10 Prozent der wertvollsten Flächen werden als europäische Naturschutzgebiete nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie mit besonderen Naturschutzzielen bewirtschaftet. Für Erholung und Tourismus spielen die siedlungsnahen Wälder eine besondere Rolle.

Eine besondere Ausprägung erfährt das Forstamt Ahlhorn durch die landesweit einzige staatliche Teichwirtschaft, durch ein gutes Dutzend Großsteingräber und das Pestruper Gräberfeld.

In den letzten Jahrzehnten wurde die Aufforstung von Trinkwasserschutzwald für den OOWV vorangetrieben, ein Abschiedswald für Haustiere entstand und im Rahmen von naturschutzrechtlichen Kompensationsverpflichtungen werden Wälder ökologisch aufgewertet.

www.landesforsten.de/ahlhorn

 

 

 

 

 


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