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05.02.2018

Fischotter fällt dem Verkehr zum Opfer

Niedersächsische Landesforsten lassen Fischotter für Lehr- und Forschungszwecke präparieren

(Bad Bederkesa) Weit ab vom „Otterbiotop“ Wehdenbruch wurde am 31. Januar 2018 auf der Landstraße 117 in der Nähe der Revierförsterei Holzurburg ein junger Fischotter überfahren. Dank eines aufmerksamen Autofahrers wurde das tote Tier von der Straße geborgen und zur Försterei gebracht. Dieter Röhnisch, Revierleiter der Försterei Holzurburg erklärt: „Der Jungotter muss quer durch den Wald bis hierher gewandert sein. Das ist nicht ungewöhnlich, denn ein Fischotter wandert bis zu 30 Kilometer in einer Nacht. Daher ist, die ottergerechte Vernetzung der Seen über Bäche, Vorfluter und Kanäle durch eine naturnahe Gestaltung für ihn besonders wichtig. Im Naturschutzgebiet „Holzurburg am Bederkesaer See“ gibt es seit längerem wieder Fischotter, nachdem in den neunziger Jahren Lebensraumverbesserungen durchgeführt wurden. Der einjährige Fischotter hat eine Körperlänge von 73 Zentimetern und ein Gewicht von über drei Kilogramm“. Der Forstmann erläutert weiter: “Ich habe bereits mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises gesprochen und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beantragt, damit ich den Fischotter für Lehr- und Forschungszwecke präparieren lassen darf. Da ich junge Forstleute ausbilde und die Themen rund um den Natur- und Artenschutz in unserem Beruf eine immer große Rolle spielen, bin ich froh, dass ich das Präparat für diese Zwecken einsetzen kann“.


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