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28.09.2016

„Waldpädagogik mit Klauen und Zähnen“

30 Jahre Gehegeschule im Niedersächsischen Forstamt Saupark

(Springe) Das Waldpädagogikzentrum Wisentgehege feierte gestern sein 30 jähriges Bestehen mit einem kleinen Festakt. Als so genannte Gehegeschule wurde sie 1986 gegründet. Mitten im Wildpark gelegen hat sich die Umweltbildungseinrichtung der Niedersächsischen Landesforsten in der Region Hannover kontinuierlich weiterentwickelt. Die erfolgreiche Waldpädagogik über drei Jahrzehnte würdigten zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Am Luchsgehege erläuterte Cornelia Tripke, Leiterin des Waldpädagogikzentrums Wisentgehege, die Leitlinien ihres pädagogischen Konzeptes. Sie stellte unter anderem dar, wie wichtig es sei, sich auf einen Themenschwerpunkt zu konzentrieren statt nur ein geführtes Konsumieren im Vorbeigehen durchzuführen. Warum sich das Wisentgehege als außerschulischer Lernort besonders eignet, wusste bereits der Tierfilmer Heinz Sielmann. Darauf verwies der geschäftsführende Vorstand der Sielmann-Stiftung, Michael Beier. Sielmann verbrachte viele Stunden im Wildpark und weckte mit seinen Filmen das Interesse für die heimische Tierwelt. Das 2010 im Wisentgehege errichtete Haus ist nach Sielmann benannt und bildet heute das Herzstück der Bildungseinrichtung. Genaues Beobachten, eigens Entdecken, und Wildtieren in natürlicher Umgebung hautnah begegnen, das seien die Vorteile, die das Freiluft-Klassenzimmer Wisentgehege böten, unterstrich Dr. Marie Bludau. Sie verantwortet im Niedersächsischen Kulturministerium das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung, dass die Gehegeschule als Regionales Umweltbildungszentrum alters- und zielgruppengerecht anbietet. Auch Bludaus Kollege Dr. Dietrich Meyer-Ravenstein, Abteilungsleiter im Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, lobte das Konzept der Forstleute. „Die Ausgaben des Landes für elf Waldpädagogikzentren der Niedersächsischen Landesforsten sind gut angelegtes Geld. Wir investieren hier in die kommenden Generationen und arbeiten der Entfremdung junger Menschen von der Natur entgegen. Dies konnte MdL Gabriela Kohlenberg nicht nur Kraft Ihrer Funktion als örtliche Landtagsabgeordnete, sondern vor allem als Mutter bestätigen, die mit ihren Kindern gerne und regelmäßig das Wisentgehege besuchte. Die enge Beziehung zu den örtlichen Schulen und zur Stadt Springe unterstrich Clemens Gebauer, in der Stadtverwaltung u.a. verantwortlich für das Schulwesen. Eine der wichtigsten Partnerschulen des WPZ, die IGS Springe war durch Frau Gudrun Fleczoreck vertreten. Dr. Klaus Merker, Präsident der Landesforsten, dankte dem gesamten Team für die geleistete Arbeit und erinnerte an die bescheidenen Anfänge vor 30 Jahren. „Heute ist das Waldpädagogikzentrum Wisentgehege eine feste Größe in der Region und die Gehegeschule ein gewachsener Name, der für hohe Qualität in der Bildungsarbeit steht“. Zum Abschluss der Feierstunde, die der Kinderchor Quilisma aus Springe musikalisch umrahmte, lud der Leiter des Forstamtes Saupark, Christian Boele-Keimer, nach einem Rundgang durch den Wildpark zum Imbiss an der Köhlerhütte ein. Dort verabschiedeten die Gehegehirsche die Gäste mit ihrem röhrenden Brunftschrei.


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