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26.02.2018

Holzernte im Herrenneuen und Vareler Wald

(Obenstrohe/Varel/Neuenburg) Waldumbau, Überhaltsnutzung und Pflegedurchforstung sind die Ziele, die Förster Jan-Michel Schmeling von den Niedersächsischen Landesforsten nennt, wenn er die Ende dieser Woche beginnende Holzernte im Herrenneuen, im Büppeler und im Vareler Wald beschreibt.

Eine Holzerntemaschine kommt bei den einfachen Durchforstungen zum Einsatz. Dort wo alte Bäume – der Förster spricht von Überhalt- über bereits gepflanztem Waldnachwuchs entnommen werden, hat sich Schmeling für das sogenannte Bagger-Verfahren entschieden. Ein Bagger mit bodenschonendem Raupenfahrwerk hebt dabei die abgesägten Starkbäume über die jungen Bäume hinweg und legt sie zur weiteren Bearbeitung auf der Fahrgasse ab. „Dieses Verfahren ist etwas teurer, aber wenn die Altbäume nicht auf den darunter stehenden Nachwuchs fallen vermeiden wir Beschädigungen an der nächsten Waldgeneration“, erläutert der Förster seinen Entschluss. Am  Vareler Sumpfweg wird bis in den Nahbereich der Straße gearbeitet. Dafür kann es in den kommenden Wochen zu kurzen Straßensperrungen kommen.

„Wir wollen möglichst bis Ostern soweit fertig werden, dass alle verkaufsfähigen Hölzer an den Forstwegen liegen“, so Förster Schmeling. Das Forstamt bittet die Waldbesucher um Verständnis für während der Forstarbeiten gesperrte Waldwege. Auch die Waldgebiete, in denen Forstmaschinen oder Forstwirte Bäume fällen, dürfen nicht betreten werden. Verschmutzte oder beschädigte Waldwege sollen zügig wieder hergerichtet werden, wenn die Witterung es zulässt.

 

 

Hintergrund

Der Wald Herrenneuen ist gut 300 Hektar groß. 

Regelmäßige Waldpflege

Zur Regulierung der Wuchsabstände  wird etwa alle 5-10 Jahre regelmäßig durchforstet.

Waldumbau geht voran

Die 130 bis 150jährigen Altkiefern aus der Zeit der Wiederbewaldung sind erntereif. Sie werden nun aufgelichtet und mit Douglasien und Buchen unterpflanzt. Von den geplanten 55 Hektar im Herrenneuen ist gut die Hälfte umgebaut. Ziel ist es ungleichaltrigen, arten- und strukturreichen Mischwald zu etablieren.

Licht und Raum für kommende Waldgeneration

Wenn die Jungbäume mehr Licht zum Wachsen benötigen oder in die Kronen der Altbäume einwachsen, wird durch die Entnahme von weiteren Altkiefern oder – wie am Tannenkamp auch Buchen- mehr Licht und Wuchsraum für den Baumnachwuchs geschaffen.

Holzabsatz gesichert

Alle anfallenden Hölzer werden an Sägewerke und Holzindustrie im Weser-Ems-Raum vermarktet. Die beim Abheben der ganzen Bäume mit dem Bagger anfallenden Baumkronen sollen nach der Brut- und Setzzeit zu Energieholz (Hacksschnitzeln)  verarbeitet werden.

Trotz der bundes- und europaweiten Sturmschäden in den Wäldern schlagen die Landesforsten weiterhin Kiefern und Laubholz ein. Für die vom Sturm am meisten betroffene Fichte gibt es einen Einschlagsstopp für die reguläre Nutzung.


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