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Holz

Submissionsergebnisse 2016

Niedersächsische Eiche legt nochmals deutlich zu

Durchschnitt bei „Eiche zwischen Ems und Elbe“ erstmals über 400 €/Fm

Die wieder von den Niedersächsischen Landesforsten organisierte größte deutsche Laub-holzsubmission am 09. März brachte erneut überaus erfreuliche Ergebnisse für die Anbieter.


Insgesamt 3.941 Fm hochwertiges Laubholz wurden in diesem Jahr auf sechs über ganz Niedersachsen verteilt liegenden Lagerplätzen angeboten, davon 3.812 Fm Eiche und Rot-eiche. 103 Fm Esche, 12 Fm Rüster und 14 Fm Birke komplettierten das Angebot. Neben den Niedersächsischen Landesforsten präsentierten zahlreiche Anbieter aus dem Kommu-nal-, Genossenschafts- und Privatwald ein breites Spektrum von der Furnierqualität über Schneide- und Möbelholz bis zur Dielenware.


Überaus erfreulich war das gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gestiegene Käuferin-teresse. 39 Bieter (Vorjahr 31) aus ganz Deutschland sowie Dänemark und dem Baltikum gaben insgesamt fast 8.000 (Vorjahr 5.000) Gebote ab, im Durchschnitt 6,5 Gebote pro Los (Vorjahr 5,2). Lediglich 31 Fm (0,8%) Eschenholz blieben unbeboten. Besonders die höher-wertigen Lose waren wieder stark umkämpft und haben mit bis zu 20 Geboten häufig Preise deutlich über 700 € je Fm erzielt. 34 Bieter haben einen Zuschlag erhalten.


Den höchsten Preis pro Fm (1.269 €) erzielte in diesem Jahr eine Rüster aus der Bezirks-försterei Bevensen, die von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Lüneburg angeboten wurde. Dieser mächtige Stamm mit einem Volumen von 6,14 Fm war mit 7.792 € gleichzeitig der teuerste Stamm der Submission und wurde von einem süddeutschen Furnierhersteller ersteigert. Derselbe Käufer gab auch das Höchstgebot für eine Eiche ab: 924 € pro Fm war ihm dieser Stamm aus dem Niedersächsischen Forstamt Oerrel wert.


Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zum Submissionsergebnis bei der Eiche:

Submissionsergebnis Eiche

Jahr

Fm

Ø €/Fm

⇑ €/Fm

2016

3810

413

924

2015

3805

367

1043

2014

4193

328

985

2013

3444

338

898

2012

3768

362

789

2011

3487

363

889

2010

2120

378

976

2009

3629

263

1039

2008

8610

354

1787

2007

6010

397

1189

2006

6108

327

1249

2005

4926

238

1169

 

 

Norddeutsches Nadelwertholz sehr begehrt

Hohe Bieterbeteiligung bei der Norddeutschen Nadelwertholzsubmission Oerrel

 

Zu der von den Niedersächsischen Landesforsten organisierten Norddeutschen Nadelwertholzsubmission Oerrel wurde auf den beiden Lagerplätzen Oerrel (NFA Oerrel) und Himmelsleiter (NFA Münden) wieder hochwertiges Nadelholz aus den Wäldern der Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern angeboten. Neben den jeweiligen Landesforstbetrieben waren wieder zahlreiche Anbieter aus dem Kommunal-, Genossenschafts- und Privatwald beteiligt. Auch die Niederländische Staatsforstverwaltung war mit rund 90 Fm Douglasienwertholz erneut in Oerrel vertreten.

Die Angebotsmenge lag mit 2.153 Fm knapp über dem Vorjahresniveau (2.077 Fm), auch die Holzartenverteilung war mit 846 Fm Douglasie, 683 Fm Lärche, 574 Fm Kiefer sowie 50 Fm Fichte ähnlich wie 2015.

 

Sehr erfreulich war das deutlich gestiegene Käuferinteresse. Die Anzahl von 18 beteiligten Bieterfirmen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland erreicht wieder den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2007. Beachtlich ist auch die Gesamtzahl der Gebote: Betrug sie im Vorjahr noch 1.368, so waren es in diesem Jahr 2.010 Gebote, die auf die 665 präsentierten Lose abgegeben wurden. 17 Bieter haben einen Zuschlag erhalten. Rund 50 Fm Kiefern und Fichten in Bauholzqualität blieben erwartungsgemäß unbeboten, somit wechselten 98 % der Submissionsmasse den Besitzer.

 

Eine weitere erfreuliche Entwicklung aus Sicht der Anbieter ist die Tatsache, dass der Durchschnittspreis bei der Lärche nochmals um 5 % gestiegen ist. Der leichte Rückgang bei Kiefer und Douglasie ist der gegenüber dem Vorjahr leicht geringeren Qualität des angebotenen Holzes geschuldet, die sich auch in den Spitzenwerten der beiden Holzarten wiederspiegelt.

 

Der teuerste Einzelstamm der Submission ist in diesem Jahr eine Lärche aus dem Forstamt Schlemmin in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Volumen von 5,29 Fm, die zum Gesamtpreis von 2.100 € von einem süddeutschen Furnierwerk ersteigert wurde. Den höchsten Preis pro Festmeter erzielte mit 469 € eine Lärche aus dem Forstamt Bad Doberan. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zum Submissionsergebnis:

 

 

Lärche

Kiefer

Douglasie


Jahr


Fm

Ø
€/Fm


€/Fm


Fm

Ø
€/Fm


€/Fm


Fm

Ø
€/Fm


€/Fm

2016

683

218

469

546

133

186

846

192

268

2015

531

208

535

514

141

202

990

203

308

2014

620

182

761

723

128

174

430

201

258

2013

293

221

368

1126

136

189

537

159

259

2012

856

212

469

1058

131

172

613

178

252

2011

730

221

689

1164

142

180

875

193

311

2010

688

191

395

1154

124

162

352

260

351

2009

643

197

497

976

137

176

263

145

205

2008

881

199

489

899

160

201

484

160

233

2007

819

209

639

736

158

181

574

171

323

2006

689

138

253

548

108

139

641

124

175

2005

198

159

310

330

95

125

387

107

146

Eiche und Esche mehr als 10% über Vorjahresniveau – Ergebnisse der 25. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim (Niedersachsen).

Am 13.01.2016 fand die Gebotseröffnung der 25. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim als gemeinschaftliche Veranstaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Holzlagerplatz Vogelbeck GbR und den Niedersächsischen Landesforsten statt. Auf drei Lagerplätzen in Südniedersachen wurden 2.889 Fm Wertholz und somit 8% weniger als im Vorjahr angeboten. Die beiden bestimmenden Holzarten der Submission waren Eiche und Esche.

 

Es haben insgesamt 39 Kunden (Vorjahr 44), die 1.085 Lose (Vorjahr 1.198) beboten. 1.079 Lose erhielten einen Zuschlag. Aus dem Ausland beteiligten sich Firmen aus Polen und Dänemark. Es wurden insgesamt 9.912 Gebote (Vorjahr 7.417) abgegeben, je Los 9,2 (Vorjahr 6,3). 6 Lose mit insgesamt 28 Fm erhielten kein Gebot. Der Gesamtumsatz lag bei 1.165.751 € (Vorjahr 1.133.528 €), was über alle Holzarten einem durchschnittlichen Erlös von 396 €/Fm (Vorjahr 346 €/Fm) entspricht.

 

Eiche

Die Eichenmenge war mit 1.506 Fm leicht unter dem Vorjahr (1.653 Fm). Alle Lose wurden beboten.

Der Durchschnittspreis stieg im Vergleich zum Vorjahr von 482 €/Fm auf 546 €/Fm. Die Anzahl der Gebote lag mit11, 3 Geboten je Los bei der Eiche deutlich über dem Vorjahresniveau (7,0). Den höchsten Eichenpreis pro Fm erreichte 1 Los mit 1.469 €/Fm (Vorjahr 1.449 €/Fm).

Extra zu erwähnen ist, dass die Roteiche, die in der gesamten Auswertung in den Eichenergebnissen aufgeht, in Suterode immerhin in 3 von 6 Losen nur knapp die 300€-Grenze verfehlte.

Nach einigen zaghaften Einzelversuchen in den letzten beiden Jahren wurden ca. 10 Eichenlose mit „Katzenpfoteneichen“ angeboten, die überwiegend die 300€/Fm erreichten oder sogar überschritten.

Die Erhöhung des durchschnittlichen Eichenpreises wäre ohne den Einfluss dieser zuletzt genannten Faktoren noch etwas stärker ausgefallen, aber dies soll hier nicht überbewertet werden.

 

Esche

Die Nachfrage nach Esche in der bisherigen Laubholzsaison war zwar differenziert, ließ aber dennoch für die Submission ein gutes Interesse erwarten. Daher war es auch Ziel, die Angebotsmenge möglichst zu halten. Das gelang dann auch mit 1.248 Fm (Vorjahr 1.250 Fm). Das hohe Käuferinteresse spiegelt sich auch darin wider, dass 23 Bieter im Durchschnitt 7,0 Gebote auf die 405 Eschenlose abgaben. Der Durchschnittspreis von 241 €/Fm (Vorjahr 215 €/Fm) zeigt, dass die Nachfrage nach Esche ungebrochen ist, und die Käufer zufrieden mit den angebotenen Qualitäten waren. Die am höchsten bebotene Esche erbrachte 355 €/Fm (Vorjahr 325 €/Fm).

 

Bergahorn und Spitzahorn

Aufgrund deutlicher Marktsignale zu Beginn der Saison wurde wie im vergangenen Jahr das Angebot an Bergahorn mit 26 Fm gering gehalten. Der teuerste Stamm der Submission war ein geriegelter Ahorn, der mit 2.800 €/Fm bewertet wurde. Er stammt aus dem Forstamt Seesen. Dieses Spitzenergebnis hob den Durchschnittspreis deutlich, so dass dieser auf 551€/Fm im Vergleich zu 267 €/Fm im Vorjahr angehoben wurde.

 

Kirsche, Rüster, Linde

Auch bei der Kirsche wurden marktbedingt mit 10 Fm (Vorjahr14 Fm) nur geringe Mengen angeboten. Die beste Kirsche erbrachte einen Preis von 248 €/Fm (Vorjahr 268 €/Fm), der Durchschnittspreis lag bei 179 €/Fm (Vorjahr 200 €/Fm).

Die einzige Rüster des Termins wurde mit 323 €/Fm beboten.

Die Linde erreichte einen Durchschnittspreis von 139 €/Fm. Erwähnenswert ist, dass von insgesamt 13 Fm Linde ein Los mit 280 €/Fm bewertet wurde.

 

Lärche, Douglasie

Lärche mit 28 Fm und Douglasie mit 71 Fm waren im Vergleich zum Vorjahr geringer vertreten. Die Preise haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum geändert. So hat die Lärche einen Durchschnittspreis von 196 €/Fm (Vorjahr 204 €/Fm) und die Douglasie von 184 €/Fm (Vorjahr 180 €/Fm) erzielt.

 

 

Gesamtbewertung

Die diesjährige Wertholzsubmission bestätigt die seit Jahren gute Marktlage für Eiche und Esche. Die Durchschnittserlöse bei der Eiche (+13%) und der Esche (+12%) haben sich deutlich, der Spitzenerlös bei beiden etwas weniger stark verbessert. Besonders zu erwähnen ist, dass trotz einer etwas geringeren Gesamtzahl an Käufern die Angebote pro Los erheblich gestiegen sind. Insbesondere die Eiche war mit 11,3 Geboten pro Los extrem umworben. Aber die Zahl für die Esche mit 7 Geboten pro Los ist ebenfalls sehr beachtenswert.

Die seit Jahren verhaltene Marktlage für Bergahorn wurde überstrahlt vom hervorragenden Gebot für einen Riegelahorn. Die Kirsche war wieder nur gering vertreten und konnte in diesem Jahr auf gleich bleibendem Niveau wie im Vorjahr verkauft werden. Auch Lärche und Douglasie zeigten sich stabil im Ergebnis. Ein reges Käuferinteresse, ein hohes Preisniveau insbesondere der wichtigsten Holzarten Eiche und Esche und eine Zuschlagrate von 99% des angebotenen Holzes charakterisieren den großen Erfolg der 25. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim.