Niedersächsische Landesforsten | Bienroder Weg 3 | 38106 Braunschweig | 0531-1298-224 | 0175 -9125885 |

Waldpädagogikzentren - Wald hautnah!

Lernen - Erleben - Erfahren

Unsere Position

Die Niedersächsischen Landesforsten haben als der größte Waldbesitzer des Landes nicht nur die Aufgabe Wälder zu pflegen und zu bewirtschaften, sondern auch die Öffentlichkeit zu unterrichten und die Menschen mit diesem besonders schönen Teil ihres Lebensumfeldes vertraut zu machen.

Wir sind es gewohnt in langen, generationsübergreifenden Zeiträumen zu denken und die uns anvertrauten Wälder sind der Beweis einer funktionierenden, nachhaltigen Ressourcennutzung seit nunmehr fast 300 Jahren. In diesem Sinne ist unser Wald auch ein wichtiges „Bildungsgut“, mit dessen Hilfe wir besonders jungen Menschen Nachhaltigkeit erfahrbar machen wollen.

Unser Ziel

Die Landesforsten sind ein modernes öffentliches Unternehmen mit vielfältigen Aufgaben. Waldpflege und Holzernte gehören genauso zu unseren Arbeitsfeldern wie Naturschutz und Bildungsarbeit.

 

Dabei nimmt die Waldpädagogik einen besonderen Stellenwert für uns ein. Wir nutzen die ausgezeichneten Möglichkeiten dieser modernen Fachrichtung, um besonders junge Menschen wieder näher mit der Natur in Kontakt zu bringen. Waldpädagogik bietet die einmalige Chance, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dem komplexen Begriff der Nachhaltigkeit vertraut zu machen und Naturverständnis zu schaffen. Dabei verstehen wir Nachhaltigkeit nicht nur im Sinne einer Ressourcenfrage, sondern möchten mit unserer Bildungsarbeit ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte gleichrangig vermitteln.

 

Ziel ist es, hohe Wertschätzung für den Wald zu schaffen. Sie wird dazu beitragen, dass junge Menschen künftig mehr Verantwortung für unsere natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen.

Unser Weg

Der Weg zur Umsetzung unserer Ziele orientiert sich am „Bildungsgut Wald“ selbst. Als vernetztes, komplexes System dient er uns als Vorbild. Wir zeigen verschiedenste Aspekte und Sichtweisen im Zusammenhang mit Wald und Natur auf und vermitteln Einblicke in diese faszinierende Welt. Besonders junge Menschen sollen dadurch angeregt werden, langfristig und ganzheitlich zu denken und zukünftig natürlich auch so zu handeln. Wir führen Menschen im Wald zusammen oder bringen Naturthemen in die Schulen. Eine authentische und handlungsorientierte Vermittlung unserer Inhalte steht dabei im Vordergrund.

 

Ein ständiger Austausch zwischen Forstleuten und Pädagogen ist wesentlich für den Erfolg unserer waldpädagogischen Arbeit. Durch unsere Erfahrungen im Bereich der waldbezogenen Umweltbildung und durch die schrittweise Einführung neuer Bildungskonzepte, wie z. B. der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), des Globalen oder auch des Sozialen Lernens, entfaltet unsere Bildungsarbeit eine nachhaltige Wirkung.

Kontinuität seit über 60 Jahren

Unsere Erfahrungen schöpfen wir aus den frühen Anfängen der forstlichen Bildungsarbeit. Bereits vor über 60 Jahren halfen Jugendliche, seinerzeit auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die durch Übernutzung und Reparationsleistung entstandenen riesigen Kahlschläge wieder aufzuforsten – es entwickelte sich der erste Jugendwaldeinsatz. Die Jugendlichen wurden dafür als Gegenleistung gut verpflegt und direkt im Wald untergebracht. Im Harz entstand aus einem anfänglichen Zeltlager das erste deutsche Jugendwaldheim. Waldpädagogik war zu dieser Zeit als Begriff noch nicht bekannt, tatsächlich fand aber in den Anfängen schon sehr viel von dem statt, was wir heute darunter verstehen. Bei den täglichen Arbeiten lernten die Jugendlichen viel über den Wald und die Zusammenhänge in der Natur. Viele verknüpften mit dem Erlebten auch ein besonderes Gemeinschaftsgefühl und übernahmen Verantwortung für den Wald.

 

Die Idee der Jugendwaldheime verbreitete sich auch über die Grenzen Niedersachsens hinweg. Waldpädagogik ist heute bundesweit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

 

Um noch besser auf unsere Kunden eingehen zu können, wurden in den Niedersächsischen Landesforsten zum Beginn des Jahres 2010 zehn Waldpädagogikzentren gegründet, die aus den früheren Jugendwaldheimen und anderen waldpädagogischen Einrichtungen hervorgegangen sind. Neben dem Jugendwaldeinsatz erweitern und modernisieren wir unser Angebotsspektrum in einem kontinuierlichen Prozess.

Die Menschen

In unseren Waldpädagogikzentren sind pädagogisch geschulte Försterinnen und Förster tätig. Sie organisieren in ihren Zuständigkeitsbereichen waldbezogene Umweltbildung und kooperieren mit Schulen und anderen Bildungsträgern. Im praktischen Jugendwaldeinsatz übernehmen erfahrene Forstwirte die Betreuung der Schülerinnen und Schüler. Unterstützt wird unser Waldpädagogik-Team durch zertifizierte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen, die freiberuflich für die Landesforsten tätig sind.

Die organisatorische Abwicklung der Buchung unserer mehrtägigen Angebote erfolgt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Bildungsgut Wald

Mensch und Wald stehen im Mittelpunkt unserer waldpädagogischen Angebote. Die Wälder in Niedersachsen sind so interessant und vielfältig, wie die Menschen, die seit Jahrhunderten von und mit ihnen leben. Der Wald ist somit auch ein ökologisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles Spiegelbild der menschlichen Gesellschaft.

Im Umfeld unserer Waldpädagogikzentren finden wir die vielfältigsten Waldformen: Fichtenwälder im Oberharz, Buchenwälder im Weserbergland, Kiefern und Birkenwälder in der Heide bis hin zu Feuchtwäldern im Oldenburger Land.

Viele Themen lassen sich daran anknüpfen, dabei sind Tier- und Pflanzenarten genau so interessant wie die Nutzung des Rohstoffes Holz, die regionale Waldgeschichte oder die Pflege und der Schutz wertvoller Lebensräume. Auch die Funktionen des Waldes beim Wasser- und Klimaschutz lassen sich kaum besser darstellen als im Wald selbst.