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Niedersächsisches Forstamt Neuhaus

Waldbau und Nutzung

Nach Waldzerstörung in heute unvorstellbarem Ausmaß im späten Mittelalter und in früher Neuzeit durch Übernutzung, Waldweide, Holzkohlegewinnung und Pottaschesiederei begann von Langen 1745 (siehe Geschichte) mit geregelter Forstwirtschaft. Endgültige Ablösung der Waldweide verbunden mit rund 20 % Flächenverlust ermöglichte ab 1820 die Aufforstung der mehrere tausend Hektar großen Blößen im oberen Solling sowie einen Vorratsaufbau in den verlichteten Wäldern. Erneute Übernutzung mit Vorratsabbau erfolgte von 1939 bis 1945 sowie durch umfangreiche Reparationshiebe nach 1945. Trotz weiterer starker Schäden durch die Orkane von 1972 und 1976 weist der Wald heute die höchsten Vorräte an Masse und Wert seit 1.000 Jahren auf.

 

Der laufende Zuwachs beträgt 9,8 Vorratsfestmeter/ Hektar/Jahr, der Gesamtvorrat 3,5 Millionen Vorratsfestmeter. Davon werden rund 85.000 Festmeter/Jahr eingeschlagen. Mittel- und kurzfristige Waldbauplanung erfolgt konsequent auf der Grundlage der "Langfristigen ökologischen Waldentwicklung" (Löwe).

Bestandestypengruppen im Forstamt Neuhaus
Buchenrein- und -mischbestände prägen weite Teile des Forstamtes
Historisch bedingte Fichtenreinbestände werden konsequent
Kundenorientierte Bereitstellung hochwertigen Stammholzes
Bekannt gute Eichenbestände ermöglichen jedes Jahr die Bereitstellung von Furnier- und Teilfurnierqualitäten
Umfangreiche anerkannte Saatgutbestände der Baumarten TEi, REi, Bi, Fi, Lä und Dgl ermöglichen nennenswerte Zusatzeinnahmen
Auf ganzjährig vernäßten Standorten ist die Umwandlung von Fichtenreinbeständen in Birkenbestände mit Fichtenbeimischung fast abgeschlossen
Maschinelle Holzernte in schwächeren Nadel- und