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Niedersächsisches Forstamt Dassel

Waldentwicklung

Unter den Einflüssen der Bewirtschaftung nach den Grundsätzen der Langfristigen Ökologischen Wald Entwicklung (LÖWE) und als Folge der Sturmschäden im Jahr 2007 hat sich die Zusammensetzung unserer Wälder deutlich verändert:

Tabelle Veränderung der Bestandesfläche im Zeitraum 2001 bis 2013.

 

 Bestandestyp

2001

2013

Differenz

[ha]

[%]

Eiche

1.496,2

1.552,8

56,6

3,8%

Buche

9.567,3

9.674,6

107,3

1,1%

Edellaubholz

249,2

325,2

76,0

30,5%

Weichlaubholz

152,3

225,5

73,2

48,1%

Fichte

6.272,9

5.783,2

-489,7

-7,8%

Douglasie

108,4

205,1

96,7

89,2%

Kiefer

128,8

122,0

-6,8

-5,3%

Lärche

355,5

443,6

88,1

24,8%

 

Gegenüber dem Stichtag 2001 sank der Anteil der Fichtenbestände um fast 8%. Alle von Laubholz dominierten Bestände hingegen konnten ihre Anteile steigern. Die Fläche der Douglasie hat sich besonders infolge der Kalamitätsflächen nach dem Kyrill Sturm 2007 spürbar erhöht, auch wenn sie im Vergleich zu allen anderen Baumarten nur einen nach wie vor verschwindend geringen Anteil einnimmt.

 

Im Jahre 1993 wurde das „Waldgutachten Solling“ erstellt. Die Verschneidung der Ergebnisse von 1993 mit den aktuellen Kennzahlen liefert folgende Ergebnisse für den gesamten Solling:

 

Die Entwicklung der relativen Anteile der Hauptbaumarten zeigt eine Verschiebung von 6% in Richtung führender Laubhölzer. Während die Fläche der Eiche unverändert blieb haben die Buche und die übrigen Laubhölzer um 4% bzw. um 2% zugenommen. Die Fläche der führenden Nadelhölzer hat entsprechend abgenommen. Größter Verlierer war die Fichte (-7%). Während die Lärche ihren Flächenanteil gehalten hat haben die übrigen Nadelhölzer um 1% zulegen können. Dies ist wohl ausschließlich durch die Douglasien – Anbauten nach dem Sturm 2007 begründet.

 

Die folgenden Abbildungen zeigen, dass der Wald des gesamten Sollings insgesamt älter geworden ist. Insbesondere die stark angestiegenen Altersklassenflächen IX (161-180) und X (älter als 181 jährig) (eine Altersklasse umfasst jeweils 20 Jahre d.h. I = Alter 1-20, II = 21-40 Jahre …) der Baumarten Buche und Eiche sind beachtlich. Dieses zeugt von den Erfolgen des umgesetzten LÖWE-Waldbaus, bei dem mehr und mehr Anteilflächen in den Altbeständen auch die Reife- und Zerfallsphase erreichen sollen, ohne grundsätzlich die Nutzung aufzugeben.

Die Fläche des Nachwuchses unter vorhandenen Altbeständen ist von 4.315 ha (1993) auf rd. 9.490 ha (2013) gestiegen. Die relativen Anteile der Baumarten blieben dabei annähernd unverändert. Damit ist auch die Strukturvielfalt durch Aufbau mehrschichtiger Bestände deutlich gestiegen.

Der Totholzvorrat stieg innerhalb dieser Periode von 11,8 VFm/ha auf 13,6 VFm/ha. Auch hier sind positive Tendenzen zu höheren, für den Naturschutz wirksamen Totholzanteilen erkennbar.