Niedersächsiches Forstamt Ankum

Waldökologie und Waldnaturschutz

"Freedenblüte"
Waldbach
Waldameisen
Toholz Gr. Freeden
Edelkrebs
Naturwald Huntebruch
Käuzchen
Eichenallee
Megalithgrab
Hirschkäfer
Höhlenbaum
Kammmolchbiotop

 

Das Forstamt Ankum beherbergt:

 

Drei Vogelschutzgebiete

Als „EU – Vogelschutzgebiet“ werden die besonderen Schutzgebiete (BSG) nach Artikel 3 und 4 der EU – Vogelschutzrichtlinie bezeichnet.

Die Richtlinie über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten ist das Instrument der Europäischen Gemeinschaft, die Vogelarten Europas in ihrer Gesamtheit als Teil der europäischen Artenvielfalt

zu schützen.

 

Fünfzehn FFH-Schutzgebiete

Die Flora – Fauna – Habitatschutz Richtlinie verfolgt das Ziel, die biologische Vielfalt in Europa zu erhalten.

Dies soll durch den Aufbau von Schutzgebieten geschehen, um natürliche und naturnahe Lebensräume sowie bestandesgefährdete wildlebende Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu entwickeln.

 

Beide zusammen bilden das kohärent ökologische Schutzsystem „Natura 2000“.

 

Neben diesen europaweit vernetzten Schutzgebieten sind auf dem Gebiet des Nds. Forstamtes Ankum noch:

 

Dreizehn Naturschutzgebiete,

dass sind Gebiete die zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten, aus wissenschaftlichem, naturgeschichtlichem oder landeskundlichem Grund oder wegen ihrer Seltenheit, besonderer Eigenart oder hervorragender Schönheit durch Verordnung der Landkreise unter Schutz gestellt wurden.

 

Sechzehn Naturdenkmale,

das sind Gebiete die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit durch Verordnung der Landkreise geschützt sind.

 

Zwei Naturparke,

davon ein staatenübergreifender (deutsch / niederländischer) Park.

 

Etliche gesetzlich geschützte Biotope,

wie zum Beispiel natürliche oder naturnahe Bereiche fließender oder stehender Binnengewässer, Moore, Nasswiesen oder offene Binnendünen, Bruch- Sumpf- und Auwälder sowie Zwergstrauch-, Ginster- und Wacholderheiden.

 

Zu den gesetzlichen geschützten Gebieten gibt es Schutzgebiete, die mit dem Programm zur langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE) durch die Niedersächsischen Landesforsten geschützt wurden.

Darunter sind

 

Drei Naturwälder,

das sind Waldflächen ohne Nutzungs- und Pflegemaßnahmen.

Sie repräsentieren die für Niedersachsen typischen natürlichen Waldgesellschaften in den einzelnen Wuchsgebieten.

 

Einunddreißig Naturwirtschaftswälder,

werden langfristig ausschließlich mit den Baumarten der jeweils potentiell natürlichen Waldgesellschaft bewirtschaftet. Leitbild ist der ungleichaltrige, vielfältige mosaikartig strukturierte Wirtschaftswald aller Altersphasen mit sich entwickelndem hohem Alt- und Totholzanteil.

 

Vier lichte Wirtschaftswälder mit Habitatkontinuität (Eichentyp),

sie dienen zur langfristigen Sicherung dieser für den Artenschutz wertvollen Waldtypen.

Leitbild sind einerseits natürliche Sukzessionsstadien mit hohem Anteil von Licht- bzw. Pioniergehölzen, andererseits die Struktur und Artenzusammensetzung bestimmter historischer Waldbilder mit langer Habitattradition.

 

Im Forstamt Ankum stehen etwa 1/3 der Forstamtsfläche, mit ein- oder mehrfacher Flächenbelegung, unter besonderem Schutz. Unter mehrfacher Flächenbelegung versteht man, dass auf der gleichen Grundfläche z. B. ein Vogelschutz-, ein Flora – Fauna – Habitatschutz- und ein Naturschutzgebiet oder ein Naturschutzgebiet und ein Naturwald ausgewiesen sind.

 

Zu diesem flächenhaften Schutz kommen noch etwa 6.500 Habitatbäume, das sind neben Horst- und Höhlenbäumen auch Uraltbäume oder Bäume mit besonderen Merkmalen, wie z.B. Flechten- oder Efeubehang. Sie bleiben als Einzelbaum oder Baumgruppe bis zu ihrem natürlichen Zerfall ungenutzt.

 

Die Aufgaben der Försterin / des Försters für Waldökologie

liegen in der Beratung und Unterstützung des Forstamtes und seiner Revierförstereien in allen Fragen der Waldökologie und des Waldnaturschutzes.

Dazu zählen

 

* die Umsetzung des LÖWE – Waldnaturschutzes auf der gesamten Landeswaldfläche,

 

* die Umsetzung von öffentlich – rechtlichen Naturschutzplanungen in den Landesforsten,

 

* Dienstleistungen für das Land Niedersachsen,

 

* Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Waldökologie und des Waldnaturschutzes,

 

* Öffentlichkeitsarbeit, sowie die

 

* Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden und –verbänden.

 

 

Kontakt

 

Christian Peukert

Förster für Waldökologie

Telefon: 05462 / 8860-24

Mobil: 0170 / 5708410

Historischer Grenzstein
Huteeiche
Weißstorch

 

 

 

 

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Übersichtskarte Forstamt Ankum mit Revierförstereien

Niedersächsisches Forstamt Ankum                                                 

Lindenstr. 2         

49577  Ankum                                                                                                                                             

Tel.: 05462-8860-0           

Fax: 05462-8860-55                                                    

Mail: poststelle(at)nfa-ankum.niedersachsen.de