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01.03.2018

Lernen bei jedem Wetter

Angehende Forstwirte gestalten unter den wachsamen Augen Ihres Ausbildungsmeisters ein Feuchtbiotop im Forstamt Göhrde

Forstwirtschaftsmeister Michel Wohlers (rechts) mit zwei seiner Auszubildenden

(Göhrde) Der Dauerfrost der letzten Tage macht es möglich. Die Wolfskuhle in der Revierförsterei Röthen wird von der Ausbildungsrotte des Forstamtes Göhrde entkusselt. Das heißt alle Nadelhölzer, die dichter als 10 Meter am Ufer des 650 Quadratmeter großen Teichs stehen, werden abgesägt und weit entfernt vom Uferbereich abgelegt. Die Laubbäume, allen voran die Erlen, werden großzügig freigestellt. Diese Biotoppflege verhindert, dass der Teich zuwächst und langsam verlandet. Die Wolfskuhle ist ein wertvoller Biotop für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Hier finden sich unter anderem Molche, Gras- und Laubfrosch und verschiedene seltene Gräser. Der relativ steile Uferbereich bietet nach der Freistellung ideale Sonnenplätze für unterschiedliche Reptilien. Erst der Bodenfrost der letzten Woche macht es den Forstwirten der Landesforsten möglich, die sensiblen Bereiche zu betreten.

Seit Januar dieses Jahres ist Michael Wohlers im Niedersächsischen Forstamt Göhrde Ausbildungsmeister. Der 30-Jährige bildet die vier jungen Leute Jonas Stadtländer, Lukas Willm -beide erstes Lehrjahr-, Stefan Kupfer und Bjarne Meyer -beide zweites Lehrjahr- aus.

Michel Wohlers erklärt: „Ich versuche den Auszubildenden die ganze Bandbreite unseres Arbeitsfeldes zu vermitteln. Dazu gehört nicht nur der sichere Umgang mit den Maschinen und Geräten, sondern auch der ganze Hintergrund, warum bestimmte Arbeiten gemacht werden. Praktische Aufgaben zur Umsetzung waldökologischer Ziele gehören genauso zum Berufsbild eines Forstwirtes, wie die klassische Holzernte.“ Neben der betrieblichen Ausbildung im Revier, absolvieren die Auszubildenden eine außerbetriebliche Ausbildung im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBz) in Münchehof am Harz. Der Berufsschulunterricht wird in Kooperation mit der BBS II Northeim ebenfalls im NFBz zentral als Blockunterricht erteilt.

Die Niedersächsischen Landesforsten stellen jedes Jahr über 30 Auszubildende ein, die den Beruf des Forstwirtes / der Forstwirtin erlernen. Ausgebildet werden die Azubis in 15 Ausbildungsforstämtern, die in ganz Niedersachsen verteilt sind.

Hintergrund:

In einem zentralen Auswahlverfahren müssen sich die Bewerber gegen eine große Zahl von Mitbewerbern durchsetzen. Neben einer robusten Gesundheit und körperlicher Fitness sind theoretische und handwerkliche Fertigkeiten gefragt. Während der Ausbildung können Interessierte Azubis Fortbildungen im Ausland im Rahmen des EU-Programms Leonardo wahrnehmen. Nach der Ausbildung gibt es die Möglichkeit einen Meisterlehrgang zu besuchen, sich zum Forstmaschinenführer oder zur Fachkraft für Baumpflege weiter zu qualifizieren. Weitere Informationen über die Ausbildung, die Ausbildungsforstämter und die Berufsschule sind im Internet unter www.landesforsten.de/Berufsausbildung-zum-Forstwirt-zur-Forstwirtin.473.0.html zu finden. Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften rund 330.000 Hektar Landes- und 85.000 Hektar Betreuungswald mit 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 24 Forstämtern. Die Einstellungssituation bei den Landesforsten hat sich in den letzten Jahren laufend verbessert. Es werden kontinuierlich Nachwuchskräfte angestellt – Forstberufe sind wieder gefragt. www.landesforsten.de  


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