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04.06.2018

Bodenerkundung für zukünftige Waldentwicklung des Süsing in der Revierförsterei „Oechtringen“ im Niedersächsischen Forstamt Oerrel

Mit Hilfe solcher Bodenprofile kann der Standortkartierer unter anderem die Wasser- und Nährstoffversorgung für die Pflanzen ermitteln (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

In diesem Sommer wird der Boden im Wald des Süsing in der Revierförsterei „Oechtringen“ erkundet und kartiert. Dafür werden mit einem Bagger zahlreiche Bodenprofile angelegt und Handbohrungen vorgenommen. Die Arbeiten werden von den Mitarbeitern des Niedersächsischen Forstplanungsamtes in Wolfenbüttel durchgeführt.

Die Ergebnisse der Standortserkundung sind die Grundlage für zukünftige Entscheidungen zur Waldverjüngung und Waldpflege. Die Waldbäume sollen auf ihrem Standort stabil, gesund und naturnah wachsen, den Boden schonen aber auch seine Potenziale nutzen und dem Waldbesitzer angemessene Holzerträge bringen.

Die Waldbewirtschaftung kann nur ökologisch und ökonomisch optimal gesteuert werden, wenn die Standortsbedingungen bekannt sind. Auf Grund der Standortskartierung kann also entschieden werden, welche Baumarten zur Waldverjüngung gepflanzt werden sollen oder ob der Wald mit natürlicher Verjüngung in die nächste Generation übergehen kann. Darüber hinaus liefert die Standortskartierung (Bodenerkundung) wichtige Grundlagen für den Naturschutz, den Bodenschutz und den Grundwasserschutz.

In den Bodenprofilen wird unter anderem die Wasser- und Nährstoffversorgung für die Pflanzen ermittelt sowie die Lagerung des Oberbodens und des Grundgesteins aufgenommen.

Aus diesen Aufnahmen ergibt sich ein vielfältiges Standortstypenmosaik mit unterschiedlichen Wuchspotentialen. Für jeden Standortstyp werden die nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten optimalen Baumarten empfohlen.

Im Herbst, nach Abschluss der Arbeiten, werden die Bodenprofile im Süsing wieder verschlossen.

 

 


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