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14.06.2018

Rinderauftrieb im Hutewald

Niedersächsische Landesforsten erhalten vierbeinige Unterstützung beim Naturschutz

(Sillium) Seit dem 12. Juni werden die Niedersächsischen Landesforsten diesmal von fünf Highland Cattle Rindern beim Erhalt des historischen Hutewalds bei Sillium im Wohldenberg unterstützt. „Damit erhalten wir diese mittelalterliche Waldnutzungsform und leisten dem Naturschutz wertvolle Dienste, da besonders die Alteichen vielen Tierarten wie Hirschkäfer, Mittelspecht und Fledermäusen einen immer seltener werdenden Lebensraum bieten“ erklärt Detlef Tolzmann, Leiter des Forstamtes Liebenburg.

 

Die Rinder von Ralf Ohlms freut es. Sie werden dort nach Monaten im Stall etwa fünf bis sechs Wochen allen Bodenbewuchs abweiden, sodass den Uraltbäumen - vorwiegend Eichen - keine Konkurrenz aus jungen Buchen, Hainbuchen und Ahornen erwachsen kann. Ohne die Hilfe der Hochlandrinder würde hier bald wieder ein dichter Wald heranwachsen.

 

„Es handelt sich um eine alte Bewirtschaftungsform“ erläutert Victoria Marks, die zuständige Revierförsterin „Für die damaligen Wälder war diese Art der Nutzung allerdings sehr nachteilig, da sie eine natürliche Verjüngung verhinderte und zu einer starken Schädigung des Waldes führte“.

 

Mit dem Eintrieb dieser kleinen Rinderherde am Wohldenberg erhält das Forstamt Liebenburg diese uralte Waldnutzungsform - gewissermaßen als Waldmuseum - auf einer Waldfläche von rd. 13.000 m².

 

Wer den Hof von Ralf Ohlms in Schellerten bei Hildesheim einmal besuchen möchte, kann die Gelegenheit am des „Tags des offenen Hofes“ am Sonntag, 17. Juni ab 10 Uhr nutzen.


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