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07.05.2013

Schnelle Hilfe

Forstamt Ahlhorn stellt einhundert Notfall-Treffpunktschilder auf

 

(Ahlhorn) Die Niedersächsischen Landesforsten verbessern mit dem flächendeckenden Aufstellen von Notfall–Treffpunktschildern die schnelle Hilfeleistung bei Unfällen im Wald. An über 2000 Notfalltreffpunkten im Landeswald werden rot–weiße Schilder angebracht. Auf diesen steht eine individuelle Bezeichnung, aus der Buchstabenkombination des zuständigen Landkreises und einer eigenen Nummerierung des Punktes. Um eine schnelle Rettung zu garantieren, können in einem Notfall Landesforsten–Mitarbeiter oder Waldbesucher den Einsatzkräften über die Notrufnummer „112“ den Treffpunkt exakt benennen. Den zuständigen Rettungsleitstellen steht ausführliches Kartenmaterial in papier- und digitaler Form zur Verfügung, was ein zügiges Anfahren des Notfall-Treffpunktes durch Notarzt und Rettungsfahrzeug und von dort eine Weiterführung durch den Anrufer zum Unfallopfer ermöglicht.

 

„Mit der Aufstellung von 105 Notfalltreffpunktschilder optimieren wir die schnelle Hilfeleistung bei Unfällen im Landeswald“, erklärt Ulrich Zeigermann, stellvertretender Forstamtsleiter in Ahlhorn. „Bei einem Unglück zählt jede Sekunde, deshalb führen wir auch regelmäßig Rettungsübungen mit Leitstellen und Einsatzkräften durch, um die Rettungskette stetig zu verbessern.“

 

Das System der Notfallrettungspunkte wurde ursprünglich für den Forstbetrieb entwickelt: Verunglückt ein Forstarbeiter bei der nicht ungefährlichen Arbeit im Wald, so ist es fast unmöglich für den Rettungsdienst auf Anhieb den Unfallort zu finden. Daher gilt bei den Landesforsten der Grundsatz: Gefährliche Arbeiten werden stets von mindestens drei Personen ausgeführt. Wenn einer einen Unfall erleidet, bleibt der Zweite und leistet Erste Hilfe. Der dritte Forstwirt informiert den Rettungsdienst und trifft sich mit den Sanitätern am nächstgelegenen Rettungspunkt und lotst diese dann direkt an den Unfallort. So werden unnötige Suchfahrten im Wald vermieden und wertvolle Zeit gespart.

 

Das Notfalltreffpunktsystem hat sich bereits bei verschiedenen Arbeitsunfällen in den Landesforsten bewährt. Kein Forstwirt sucht eine neue Arbeitsstelle im Wald auf, ohne dass nicht der Notfalltreffpunkt in seinem Arbeitsauftrag angegeben ist. Auch Erschwernisse, wie schlechter Handy-Empfang sind zu vermerken. Viele der Treffpunkte befinden sich an Waldparkplätzen und sind daher auch für Waldbesucher sinnvoll zu nutzen.Das Forstamt Ahlhorn betreut mit acht Förstereien fast 15.000 Hektar Landeswald zwischen Syke und Friesoythe.

 

 


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