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23.05.2013

Landesforsten setzen 400 Tausend Bäume im Nordwesten

(Ankum/Ahlhorn/Neuenburg) Mit dem Abschluss der Frühjahrspflanzzeit haben die drei Forstämter im Nordwesten der Niedersächsischen Landesforsten 400 000 Bäume in ihren Wäldern gepflanzt. Etwa die Hälfte davon sind Buchen. Diese wurden zum großen Teil in die aus Heideaufforstungen entstandenen Kiefernwälder gepflanzt, um diese zu Mischwäldern zu entwickeln. Einen weiteren Hauptanteil bei den Pflanzungen machen 130 000 Eichen und 60 000 Douglasien aus. Zur Entwicklung von Naturschutzflächen und Waldrändern finden sich in den Pflanzlisten der Forstämter aber auch Sträucher vom Pfaffenhütchen bis zum Gagelstrauch und seltene Baumarten wie Feldahorn oder Flatterulme. „ Die Forstämter im Nordwesten unternehmen seit Jahren enorme Anstrengungen, die vor 100 bis 150 Jahren aufgeforsteten Nadelholzwälder mit Mischbaumarten anzureichern.“ fasst Pressesprecher Rainer Städing seine Beobachtungen zusammen. „Nach der Pionierleistung der Wiederaufforstung wird jetzt der nächste Schritt hin zu gemischten und naturnahen Wäldern getan.“

 

Im Forstamt Neuenburg lag ein deutlicher Pflanzschwerpunkt in der Försterei Hopels. Der Schweinebrücker Fuhrenkamp wurde vor 120 Jahren von Heide zu Nadelwald aufgeforstet. Nach einer deutlichen Schirmstellung der alten Kiefern wurden nun allein in dieser Pflanzsaison 50 000 Bäume gesetzt: 32 Tausend Buchen und 18 Tausend Douglasien. Von den 44 Tausend gepflanzten Eichen wurde ein Teil im „Welsburger Holz“ und ein anderer Teil im „Südholz“ bei Ocholt gesetzt. Für die Versorgung mit jungen Eichenpflanzen zeichnet sich in den kommenden Jahren ein Engpass ab. „Die Eichen haben in den letzten Jahren nicht fruktifiziert“ so Forstamtsleiter Dr. Martin Dippel. „wir brauchen daher dringend eine gute Eichelmast um die in den Eichen-FFH-Gebieten geplanten Erneuerungspflanzungen durchführen zu können.“

 

Im Forstamt Ahlhorn wurden schwerpunktmäßig Kiefernwälder auf nährstoffarmen Standorten mit Mischbaumarten unterpflanzt. So im Rahmen einer Pflanzaktion mit der Graf- Anton-Günther-Schule (GAG) im Wald „Tüdick“ bei Wardenburg, sowie im „Garther Feld“ bei Ahlhorn. Während im Revier Harpstedt neben 27 000 Buchen auch 24 000 Roteichen und eine Menge Sträucher gepflanzt wurden, ist im Revier Baumweg 2 Hektar Trinkwasserschutzwald in Zusammenarbeit mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) neu aufgeforstet worden. „Aufgrund der besseren Trinkwasserneubildung haben wir ausschließlich Laubhölzer verwendet, in diesem Fall 16 000 Eichen.“ so Ulrich Zeigermann, stellvertretender Forstamtsleiter in Ahlhorn.

 

Im Forstamt Ankum lag der Pflanzschwerpunkt eindeutig bei den Buchen. Allein 55 000 Stück wurden gepflanzt. Viele Pflanzen werden mittlerweile als größerer Baum mit dem Kleinbagger gepflanzt. „Das vermindert den Wildverbiss und erleichtert das Anwachsen gegen Konkurrenz von Brombeere oder Farn.“ weiß Revierförster Hermann Böhnisch, dessen Pflanzschwerpunkt mit 36000 Buchen in der Maiburg bei Bippen lag. Der dort vorkommende bodensaure Buchenwald soll durch Umbau der angrenzenden Nadelwälder deutlich erweitert werden, da er in Westniedersachsen nur noch selten vorkommt. Im Raum Lingen/Grafschaft wurden in den von der Revierförsterei Altenlingen betreuten Wäldern etwa 70 000 Setzlinge ausgebracht, allein 30 000 Buchen zusammen mit 12 000 Douglasien in den Kiefernwäldern und weitere 30 000 Roteichen auf ehemaligem Sandabbau. „Der Umbau der reinen Kiefernwälder schreitet voran und wir legen den Grundstein zu deutlich vielfältigeren Wäldern im Bereich des Forstamtes.“ kommentiert Forstamtsleiter Bernd Schwietert die umfangreichen Maßnahmen.

 

 

 


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