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28.06.2013

Führungswechsel im Forstamt Ankum

(Ankum) Zum 1. Juli wechselt Forstamtsleiter Bernd Schwietert in die Altersteilzeit. Er leitete das Forstamt Ankum seit 2005 und übergibt die Amtsleitung nach 34 Dienstjahren bei den Niedersächsischen Landesforsten an Ulrich Zeigermann, der bisher im benachbarten Forstamt Ahlhorn als Betriebsdezernent die forstwirtschaftlichen Belange steuerte. Im Rahmen einer Personalversammlung wurde Schwietert nun in den Vorruhestand verabschiedet. „Alles in allem steht das Forstamt gut da, unsere Außenwirkung ist gut und wir werden als kompetent wahrgenommen.“ lobte Revierförster Franz Josef Albers für die  Personalvertretung den Einsatz von Bernd Schwietert für das Forstamt und den fairen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern. Forstamtsdezernent Uwe Aegerter würdigte die Leistungen Schwieterts. So galt es zunächst das neue Forstamt zu organisieren und dann mit dem Sturm Kyrill 2007 die nächste Herausforderung zu bewältigen. Ziel der Arbeit sei es gewesen nicht nur gute wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen, sondern auch Arbeitsverfahren zu optimieren, Neues zu probieren und zur Sicherung der Nachhaltigkeit im Wald intensiv in Waldverjüngung und Waldpflege zu investieren. „Die im kommenden Jahr anstehende Forstinventur wird uns die Arbeitsergebnisse der letzten 8,5 Jahre in den Wäldern des Forstamtes zeigen.“ so Aegerter.

 

Zur Person 1:

Der 1952 in Döthen-Eggermühlen geborene Bernd Schwietert absolvierte zunächst eine landwirtschaftliche Lehre bevor er in Osnabrück Agrarwirtschaft und dann in Göttingen Forstwirtschaft studierte. Nach dem Referendariat bei der niedersächsischen. Landesforstverwaltung wurde er 1981  in den Landesdienst übernommen und war zunächst zwölf Jahre, bis 1992 in der forstlichen Standortkartierung tätig, davon die letzten fünf Jahre als Sachgebietsleiter. Dabei erwarb Schwietert ein profundes Wissen über die standörtlichen und waldbaulichen Verhältnisse, die ihm bei den späteren Leitungstätigkeiten zugute kamen. Anschließend folgte die Leitung des damaligen Forstamtes Binnen im Landkreis Nienburg und nachdem dieses aufgelöst wurde, folgten weitere sechs Jahre als Forstamtsdezernent im Forstamt Nienburg. Die anschließenden zwei Jahre als Inspektionsbeamter für den Landeswald im Weser-Ems-Raum fielen in die intensive Vorbereitungsphase für die Neuaufstellung der Forstverwaltung als öffentliches Unternehmen, den Niedersächsischen Landesforsten. Mit deren Gründung 2005 übernahm Schwietert das neue Forstamt Ankum, das heißt zunächst mussten die beiden aufgelösten Ämter von Bad Rothenfelde und Lingen in Ankum zusammengeführt werden.

 

Zur Person 2:

Ulrich Zeigermann (59) trat nach dem Studium der Forstwissenschaften in Göttingen 1980 in den Dienst der niedersächsischen Landesforstverwaltung. Seit 1987 ist er im Weser-Ems-Raum tätig und ein profunder Kenner des Landeswaldes in der Region. Viele Einblicke verschaffte ihm die achtjährige Tätigkeit in verschiedenen Sachbereichen der Forstabteilung an der seinerzeitigen Bezirksregierung in Oldenburg. 1995 bis 1997 leitete er interimsweise das damalige Forstamt Bersenbrück, welches nun zum Forstamt Ankum gehört und 2004 für ein Jahr übergangsweise das Forstamt Ahlhorn, in dem er seit 1997 als stellvertretender Forstamtsleiter den Forstbetrieb steuerte.

 

Zum Forstamt:

Das Forstamt Ankum entstand 2005, als die Niedersächsischen Landesforsten als Anstalt öffentlichen Rechts durch den Niedersächsischen Landtag gegründet wurden. Aus der Fusion der Forstämter Palsterkamp und Lingen entstand das Forstamt Ankum. Das Forstamt mit seinen acht Förstereien und 33 Mitarbeitern sowie sechs Auszubildenden managt den Landeswald im süd-westlichen Weser-Ems-Raum vom Dümmer bis zur holländischen Grenze. Entsprechend ist auch die Vielfalt der Wälder von üppigen Buchenwaldungen im Teutoburger Wald bis hin zu Mooraufforstungen und Kiefernwäldern, hervorgegangen aus der Bepflanzung armer Heide- und Sanddünenlandschaften. Bei einem Holzvorrat von etwa 2,5 Mio. Festmetern wachsen jährlich rd. 100.000 Festmeter Holz zu, von denen durchschnittlich 55.000 Festmeter pro Jahr genutzt werden. 2014 erfolgt die Inventur der Wälder für die kommenden zehn Jahre.

Neben der Waldbewirtschaftung betreibt das Forstamt einen FriedWald (Bramsche-Osnabrücker Land) und lässt Steine und Erden am Piesberg und im Gehn abbauen, führt als Dienstleistung Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach Naturschutzrecht in eigenen Ausgleichspools durch und forstet Flächen für Dritte auf. Das Forstamt nimmt Stellung zu Planungen als Träger öffentlicher Belange und als Beratungsforstamt für fünf Landkreise und kreisfreie Städte. Umfangreiche Umweltbildungsangebote werden über das Waldpädagogikzentrum Ahlhorn angeboten und in der Ausbildungswerkstatt in Westerholte werden regelmäßig Forstwirte ausgebildet. Im Forstamtsbereich liegen drei Naturwälder und 14 Naturschutzgebiete. Teile des Forstamtes liegen  zudem in  13 nach europäischem Naturschutzrecht ausgewiesen FFH-Gebieten, für einige davon werden zurzeit die Erhaltungs- und Entwicklungspläne erarbeitet. Der hohe Erholungswert vieler Wälder des Forstamtes wird unter anderem deutlich durch die Lage in zwei Naturparken (Terra Vita und Bourtanger Moor/Bargerveen).

 

 

 

 


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