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02.10.2013

Bagger bringt Rettung für seltene Geburtshelferkröten

Forstamt Reinhausen entschlammt seine Waldweiher

Radbagger am Waldweiher bei Bremke im Landkreis Goettingen

(Reinhausen) Kleine Weiher im Wald sind selten in Südniedersachsen. Gleichzeitig sind sie wichtige Lebensräume für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten – solange sie nicht durch Laub und Schlamm verlanden und im Sommer austrocknen. Dieses Schicksal drohte rund zwei Dutzend Weihern im Niedersächsischen Forstamt Reinhausen. Um die Verschlammung zu stoppen, ließ das Forstamt zwischen Ischenrode und Reinhausen einen Teil der Weiherflächen ausbaggern. Zusätzlich wurden zwei neue Waldweiher in einem Sandsteinbruch geschaffen.

„Die Weiher im Reinhäuser Wald sind von zentraler Bedeutung für seltene Amphibien“ so Jörg Behling, Förster für Naturschutz und Waldökologie. Besonders wertvoll sind die Vorkommen der bedrohten Geburtshelferkröte und aller vier heimischen Molcharten in den Gewässern. Sie langfristig zu schützen und die Artenvielfalt zu erhöhen ist das Ziel der Reinhäuser Forstleute. Deshalb bewirtschaften sie die Wälder der Niedersächsischen Landesforsten nach ökologischen Grundsätzen. Arten- und Biotopschutz sind dabei gleichrangig mit dem Ziel, den Wald als Holzressource für die Zukunft zu bewahren. Dank einer ökologischen Forstwirtschaft und einem Netz von Waldschutzgebieten seien bedrohte oder früher ausgestorbene Tierarten heute bei uns wieder heimisch, freut sich Forstamtsleiter Axel Pampe. Luchs, Wildkatze oder Schwarzstorch seien nur einige Vertreter, die Forstleute bei ihrer Arbeit im Wald Südniedersachsens regelmäßig antreffen, so Pampe weiter.

Rund zwei Wochen dauerten die jetzt abgeschlossenen Baggerarbeiten. Weitere Artenschutzmaßnahmen rund um die Weiher sind im nächsten Jahr geplant.

 

 


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