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01.11.2013

Eichelernte - Forstamt bittet um Unterstützung

Eichelsaatgut aus dem Hasbruch wird dringend benötigt

(Ganderkesee/Hude) Das Forstamt Neuenburg bittet um Mithilfe beim Sammeln von dringend benötigtem Eichelsaatgut. Erstmals seit vielen Jahren haben viele Eichen guten Fruchtanhang, der für die Eichennachzucht in den Forstbaumschulen dringend benötigt wird. Im Hasbruch sind etwa 40 Hektar Eichensaatgutbestände, die beerntet werden können. „Wir zahlen für unter unserer Aufsicht gesammelte Eicheln zwei Euro pro Kilo“, so Revierförster Jens Meier zum Sammellohn, „das ist bei 5-8 Kilogramm pro Stunde schon ein lohnender Betrag.“ Treffpunkt ist kommende Woche ab Montag jeweils um 8 Uhr der Waldparkplatz „Sommerfrische“ in Bookholzberg, Hedenkampstraße 40. Wer sich verspätet, folgt den blauen Pfeilen zwei Kilometer weit in den Hasbruch. Bei schlechtem Wetter fällt der Sammeltermin aus: Rückfragen dazu morgens zwischen 6.30 und 7 Uhr in der Försterei, Tel. 04408-6731. Sammelbehälter gibt es vor Ort, zu empfehlen sind Knieschoner und dünne Handschuhe zum Sammeln von der Erde. Auch an warme Kleidung und Regenschutz sollte gedacht werden.

„Nur die Eicheln vitaler und gesunder Bäume in ausgewählten, geprüften und zugelassenen Erntebeständen dürfen als Saatgut geerntet werden“, erklärt Revierförster Jens Meier. Nicht in jedem zur Ernte anerkannten Eichenbestand tragen in diesem Jahr die Bäume genügend Früchte, damit sich die Ernte lohnt. „Besonders der mehrfache Kahlfraß durch Schmetterlingsraupen in den letzten Jahren hat unsere Eichenwälder geschwächt. Hochwertiges Eichensaatgut als Grundlage der ökologischen und ökonomischen Stabilität zukünftiger Wälder ist knapp geworden“, so der Förster. In den beiden großen Eichenwäldern der Region, dem Hasbruch und dem Neuenburger Holz wurden notwendige Pflanzungen in den letzten Jahren bereits aufgeschoben, solange bis wieder junge Eichenpflanzen verfügbar sind.

Die gesammelten Eicheln werden bereits im Wald von groben Verunreinigungen befreit. Die Saatgutsäcke werden plombiert und dürfen nur mit Begleitdokumenten transportiert werden. Damit wird gewährleistet, dass der Verbleib des hochwertigen Saatgutes lückenlos nachverfolgt werden kann. In der Forstsaatgutberatungsstelle der Niedersächsischen Landesforsten in Oerrel bei Uelzen wird das hochwertige Saatgut gereinigt und aufbereitet. Dann werden die Eicheln für bis zum Frühjahr eingelagert oder direkt an die Baumschulen zur Aussaat geliefert. Die für den Hasbruch benötigten 1,5 Meter großen Eichen werden dann in 3-4 Jahre herangewachsen sein.


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