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17.03.2017

Auf den Spuren der scheuen Wildkatze

Landesforsten unterstützen Wildkatzen-Monitoring des BUND

Nienburg) Das Forstamt Nienburg unterstützt eine großflächige Untersuchung des BUND Niedersachen, der zusammen mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz  (NLWKN) der seltenen Europäischen Wildkatze auf der Spur ist. Mit dem "Rettungsnetz Wildkatze" engagiert sich der BUND seit über zehn Jahren für die Europäischen Wildkatze in Deutschland. In diesem Jahr konzentriert sich das Monitoring auf die Lüneburger Heide sowie die Landkreise Gifhorn und Nienburg, da es hier Hinweise auf eine Wiederbesiedlung gibt. In Südniedersachsen konnte sie bereits flächendeckend nachgewiesen werden. Zum Nachweis bedient man sich einer bundeseinheitlichen Methode, der sogenannten Lockstockuntersuchung.

 

Die  Lockstöcke befinden sich überwiegend auf den Waldflächen der Landesforsten, weil deren naturnahe Waldstrukturen ideale Lebensbedingungen für das seltene Wildtier bieten. Im Bereich Nienburg unterstützen Naturschutzförsterin Katharina Blass und der Leiter der Revierförsterei Grinderwald Jörg Brüning die BUND-Kreisgruppe. Auch Forstwirtschaftsmeister Alfred Schilde  kontrolliert zusammen mit  den ehrenamtlichen Helfern  einmal in der Woche die insgesamt 67 präparierten Holzstäbe. Johanne Sailer, Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Nienburg, erklärt das Verfahren: „Wir besprühen die Lockstäbe mit Baldrian. Der Duft zieht umherstreifende Katzen an und beim Reiben am rauen Holz hinterlassen die Tiere ihre Haare“.

 

Die Haarproben werden anschließend im Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen genetisch analysiert. Erst dann kann man davon sicher ausgehen, dass die schöne und seltene Wildkatze auch in Nordniedersachsen wieder zuhause ist.

 

Die Europäische Wildkatze ist, anders als unsere Hauskatzen, eine echte Ureinwohnerin Europas. Sie lebt bevorzugt in naturnahen Wäldern und steht damit wie kaum ein anderes Tier für eine intakte, strukturreiche Waldlandschaft in Deutschland. Sie brauchen so  genanntes Totholz oder Baumhöhlen als Verstecke und zur Aufzucht ihrer Jungen, wilde Wiesen und Waldränder für die Jagd nach Mäusen, ihrer Hauptnahrung. Zu Beginn der 20. Jahrhunderts fast ausgerottet, gibt es heute schätzungsweise 5.000 bis 7.000 Exemplare.

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu den Niedersächsischen Landesforsten finden Sie unter www.landesforsten.de und zu

 

Ein  Foto  steht für Sie unter www.landesforsten.de/Region-Niedersachsen-Mitte.2062.0.html als Download bereit.

 

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