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05.02.2018

Mit Pferdestärken im FriedWald Ostheide

Forstamt Sellhorn setzt Pferde bei der Beseitigung von Sturmschäden ein

(Barendorf) Die Stürme Xavier und Herwart, die im Herbst über die Niedersächsischen Landesforsten hinweggezogen sind, haben auch vor dem Friedwald nicht halt gemacht. Den heftigen Sturmböen sind hier vor allem Laubbäume zum Opfer gefallen. Reinhold Bode, vom Forstamt Sellhorn erklärt, warum durch die beiden Herbststürme besonders die laubtragenden Bäume betroffen waren: „Die ungewohnte nördliche Sturmrichtung und die Segelwirkung der noch belaubten Kronen hat viele auch starke Eichen und Buchen geworfen. Dabei fanden die Wurzeln im vom Regen aufgeweichten Boden keinen Halt“.

Reinhold Bode ist im Forstamt Sellhorn für die beiden Friedwaldstandorte „Lüneburger Heide-Bispingen“ und „Ostheide“ zuständig, ihm liegen Sicherheit und Ästhetik dieser besonderen Wälder sehr am Herzen. Er erklärt weiter: “Nachdem die Forstwirte die Bäume aufgearbeitet hatten, war klar, dass wir das Holz nicht mit Forstmaschinen an die Waldwege rücken können. Die nassen und empfindlichen Böden ließen kein Befahren zu und um auf trockenere Witterung zu warten, fehlte uns die Zeit. Daher haben wir uns entschlossen, die Baumstämme mit Hilfe von Pferden an die Waldwege zu schleppen.“ Die Arbeiten wurden vom Unternehmer Kay Stolzenberg mithilfe seiner Rückepferde, Mairun und Conrad, ausgeführt. Innerhalb weniger Stunden hatte das Gespann 20 Festmeter Stammholz aus der Fläche gezogen, ohne Schäden an Waldbestand und Boden zu verursachen“.

Kay Stolzenberg, aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, hat sich 2001 mit seinem Forst- und Pferdefuhrbetrieb selbständig gemacht. Er ist mittlerweile in ganz Norddeutschland unterwegs. Stolzenberg freut sich: „ Meine beiden Kaltblüter haben die Baumstämme problemlos bewältigt. Der stärkste Stamm hatte immerhin ein Volumen von 1,3 Kubikmeter, was einem Gewicht von fast 1,5 Tonnen entspricht“.


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