Niedersächsisches Forstamt Sellhorn

unsere Wildschweine Aska;Blixt

Aska

Das Wildschwein im Waldheim

Seit 1998 gab es im Waldheim oft Führungen mit Åska, dem Wildschwein. Im Mai lief dem Leiter des Jugendwaldheimes, Herrn Wehde, ein ca. 3 Wochen alter Frischling zu. Da das Schweinchen offensichtlich den Kontakt zu seiner Rotte verloren hatte, wurde sie - es ist eine Bache - mit der Flasche aufgezogen. Ein paar Wochen alle 3 Stunden Milch, später Katzenfutter und bald schon richtiges Schweinefutter. Das Schwein wuchs beachtlich schnell. Schon nach wenigen Wochen folgte sie wie ein Hund. Auf Nachtwanderungen, Führungen und Arbeitseinsätzen mit den Jugendlichen war sie jetzt oft dabei.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Das gefährlichste im Wald sind für viele Schüler die Wildschweine. Wie schön ist es dann, ein friedliches Wildschwein zu erleben. Åska war auch oft der Anlaß für einen Vortrag über den Nutzen von Wildschweinen im Wald. Sie konnte anschaulich zeigen wie Wildschweine den Waldboden aufwühlen und dabei nebenbei Keimbetten für junge Bäume schaffen und große Mengen Insektenlarven fressen.

 

Auch die auf Wildschweine notwendige Jagd ließ sich besprechen. Zu viele Wildschweine verursachen schwere Schäden in der Landwirtschaft.  Åska veranschaulicht das, in dem sie den Boden umwühlt sobald wir auf Führungen stehen bleiben. Die Schüler können sich dabei gut vorstellen wie das wohl in einem Kartoffelacker wirken würde. Und das, bei der hohen Vermehrungsrate von Wildschweinen, hinter jedem Baum ein Schwein sein müsste, wenn nicht Hunger, Krankheit oder Jagd die Population begrenzen würden, ist selbst für kritische Stadtkinder begreifbar.

Die wichtigste Aufgabe für Åskas bleibt es allerdings, den Schülern ihre Angst vor Wildschweinen zu nehmen.

Nach 2 Jahren war das vormals kleine Wildschwein zu groß, um noch mit den Schülern in den Wald zu ziehen. Einem freundschaftlichen Schubs durch das Schwein (80kg) hätten die Jugendlichen nicht mehr viel entgegenzusetzen. So musste sie in Ihrem großen Auslauf bleiben. Wo sie immer noch gestreichelt werden konnte.  

Viele, viele Jahre und noch viel mehr Schüler später ist Sie leider im August 2004 verstorben.

 

Inzwischen gibt es ein Nachfolgerschwein.

Blixt ist ebenso groß und vielleicht noch zahmer und freundlicher als  Åskas.

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Für unsere Kleinen:

Ein Wildschweinbild zum anmalen.

 

Wildschwein_Malbild.jpg

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