Niedersächsisches Forstamt Neuenburg

weiter ...

Vier "Urwälder" in der Region

Der Urwald ist Rest eines alten Hudewaldes (Hütewald), der früher als Waldweide für Pferde, Rinder, Schweine und Hausgeflügel diente. Er wurde, wie der Urwald Hasbruch, der Urwald Baumweg bei Ahlhorn und der Urwald Herrenholz bei Goldenstedt, durch Großherzog Nikolaus Friedrich Peter (1853-1900) zur "Ausschlussholzung" erklärt. 1936 erfolgte die Ausweisung zum Naturschutzgebiet.

Durch intensive Holz- und Weidenutzung war auch das Neuenburger Holz stark belastet. Die Holznutzung wurde zwar durch Graf Anton Günther von Oldenburg (1603-1677) reglementiert, die Weiderechte blieben aber bestehen. Bis in die 1920iger Jahre wurde Vieh in das Neuenburger Holz getrieben.

Das Bild des Urwaldes wird geprägt durch alte Eichen (vor der Jagdhütte die älteste Eiche mit ca. 800 Jahren) und vereinzelte 300 - 400 jährigen Hain- und Rotbuchen. Die Wuchsform einiger alter Hainbuchen erinnert an die damals übliche Bewirtschaftung dieser Baumart als "Schneitelbuchen". Unter den Bäumen steht Ilex (Steckpalme oder Hülse) mit bis zu 10 m hohen Exemplaren.

Der Neuenburger Urwald in der Literatur:

Der Urwald und seine Geschichte sind im Buch "Naturwälder in Niedersachsen" Band 1 von Peter Meyer prägnant beschrieben. Hier  der freigegebene Beitrag zum Nachlesen.

Im Buchhandel ist der reich bebilderte Band "Der Neuenburger Urwald-ein Denkmal der Kulturlandschaft" von Karl-Ernst Behre erhältlich.

Schutzstatus

Das Neuenburger Holz ist im Rahmen des EU-weiten Natura-2000 Programmes als Fauna–Flora-Habitat(FFH)-Gebiet ausgewiesen. Seit 2012 gilt für das Gebiet der weiter unten beschriebene Erhaltungs- und Entwicklungsplan nach dem sich die weitere Entwicklung des Gebietes richtet.

  |