Der Wald hat keine Feuermelder

 In Forstamt Ahlhorn, Forstamt Ankum, Forstamt Neuenburg, Forstamt Nienburg, Regionale Presseregion West

Ungewohnte Hitze steigert Brandgefahr

(Westniedersachsen) Seit Anfang Mai diesen Jahres gibt es in den meisten Regionen im Nordwesten kaum Niederschläge und anhaltenden Sonnenschein mit hohen Temperaturen. Die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim haben bereits vor Wochen Waldbrandverordnungen erlassen.

Vielerorts sind die Wasserreserven aus dem Frühjahr aufgebraucht, so dass die Bodenvegetation im Wald, aber auch an Straßenböschungen und Wegerändern trocken wird und damit für die Entstehung eines Feuers aus Unachtsamkeit höchste Gefahr besteht. „Uns rufen zunehmend besorgte Bürger an, die in dieser Situation noch rauchende Mitbürger im Wald antreffen“, so Eckhart Janßen vom Forstamt Neuenburg.

Im gesamten Weser-Ems-Raum ist für diese Woche die zweithöchste und im Landkreis Nienburg sogar die höchste Waldbrandgefahrenstufe vorhergesagt. Örtliche Schauer oder gelegentliche Regenfälle reichen für eine Entspannung der Situation nicht mehr aus. „Da es hier im Raum keine besondere Waldbrandüberwachung gibt, kommt den Waldbesuchern eine besonders hohe Eigenverantwortung zu.“ beschreibt Uwe Aegerter vom Forstamt Ankum die Situation.

Die Niedersächsischen Landesforsten weisen darauf hin, dass es in der aktuellen Situation mehr als fahrlässig ist, in den Wäldern zu rauchen oder anders mit offenem Feuer zu hantieren. Auch sollten Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, da dieses schnell in Brand geraten kann.

Auch die aus dem Auto geworfene Zigarettenkippe kann zu Böschungsbränden führen, die sich in den Wald ausbreiten können. Etwaige Brände sind unverzüglich über den Notruf 112 zu melden.

 

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