Pestruper Gräberfeld ohne Herbstbeweidung

 In Forstamt Ahlhorn, Regionale Presseregion West

(Wildeshausen/Ahlhorn) Rostbraun mit einigen violett blühenden Tupfern, das ist das trostlose Bild, in dem sich das Pestruper Gräberfeld nach der langen Sommertrockenheit darstellt. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des BUND-Wagenfeld-Ströhen, der den Schäferhof Teerling übernommen hat und Revierförster Heiner Brüning vom Forstamt Ahlhorn wurde jetzt entschieden, auch die Herbstbeweidung in diesem Jahr ausfallen zu lassen.

„Durch die immensen Trockenschäden an der Heide werden selbst die genügsamen Moorschnucken nicht satt“, erläutert Heiner Brüning. Eine Beweidung sei nur mit Zufütterung möglich und das bedeute einen zusätzlichen Nährstoffeintrag durch den Schafkot.

„Beweidungsziel ist aber Nährstoffe auszutragen, um den armen Heidestandort zu erhalten, daher haben wir uns für eine erneute Beweidung erst im Frühjahr 2019 entschieden. Dann wird man auch erkennen, wie sich die Heide von diesem Extremsommer erholt.“ so Brüning.

Hintergrund:

Seit 2007 wird die Pestruper Heide mit nur wenigen Unterbrechungen zweimal jährlich mit Diepholzer Moorschnucken beweidet. Der Heideblattkäfer, der die überalterte Heide bedrohte, ist ebenso zurückgegangen wie der Anteil mit Drahtschmiele vergraster Flächen.

Im Frühjahr dieses Jahres musste die Schafbeweidung wegen plötzlicher Erkrankung des Schäfers kurzfristig abgebrochen werden.

Jan Teerling, der von seinem Schäferhof bei Ströhen seit 2007 jeweils um die 100 Moorschnucken dem Forstamt Ahlhorn zur Beweidung zur Verfügung stellte, hat seinen Betrieb aus Altersgründen an den BUND Wagenfeld-Ströhen abgegeben. Dieser hat eine gemeinnützige GmbH gegründet, die Teerlings Lebenswerk, den Erhalt der Diepholzer Moorschnucken und die extensive Landschaftspflege in der Diepholzer Moorniederung, fortführt.

 

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