Azubis im Forstamt Nienburg – Keine Angst vor starken Bäumen

 In Forstamt Nienburg, Regionale Presseregion West

(Nienburg/Wietzen/Brake/Gehrden) Für eine naturnahe Berufsausbildung bei den Niedersächsischen Landesforsten haben sich Jacob Nafzger aus Brake und Max Kannewischer aus Gehrden bei Hannover entschieden. Sie absolvieren in der Ausbildungsförsterei des Forstamtes Nienburg in Harbergen ihre dreijährige Ausbildung zum Forstwirt. Jacob Nafzger hat ein Jahr nach dem Abitur mit Aushilfstätigkeiten überbrückt und ist nun in seiner Wunschausbildung angekommen. „

Mein Patenonkel ist Förster im Schwarzwald, ich bin gerne in der Natur und arbeite gerne körperlich, daher habe ich mich für die Forstwirt-Ausbildung entschieden“, so der 18jährige, der in seiner Freizeit gerne angelt und sportlich unterwegs ist.

Auch für Max Kannewischer steht die berufliche Ausrichtung lange fest. Er möchte Forstwissenschaften studieren, aber unbedingt vorher die praktische Ausbildung zum Forstwirt machen. „Meine Eltern und Großeltern haben gemeinschaftlichen Waldbesitz in einer Forstgenossenschaft und ich war zum Praktikum bei der Kniggeschen Privatforst im Deister“, begründet der 18jährige, der schon mit 16 Jahren den Jagdschein erworben hat, seine Berufsentscheidung.

Für Forstwirtschaftsmeister Dieter Höfig, der in der Ausbildungswerkstatt in Harbergen sechs Azubis anleitet, ist wichtig „dass wir vertrauensvoll mit offenem Umgang und hoher Leistungsbereitschaft zusammenarbeiten“. Schließlich sei der Forstwirt-Beruf nicht nur körperlich und fachlich anspruchsvoll, die Arbeit in kleinen Teams im Wald erfordere auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit.

Diesen Anspruch müssen die Nienburger Azubis zur Zeit besonders gut erfüllen, sind sie doch intensiv im Einsatz um vom Borkenkäfer befallene Bäume in den Revieren aufzufinden, zu fällen und gegebenenfalls auch zu schälen, um die überall akute Käferentwicklung zu bremsen.

Freuen kann sich Ausbilder Höfig über den Abschluss seiner beiden ehemaligen Azubis, die im Juli ihre Forstwirtprüfung mit Erfolg bestanden haben. Niklas Pott aus Lemgo wird sich mit seinem Abschlusszeugnis bei Forstbetrieben in Niedersachsen und Westfalen bewerben und Merten Ehlers aus Asendorf beendet zurzeit noch seine Zusatzausbildung als Forstmaschinenführer.

Hintergrund:

Die Niedersächsischen Landesforsten bilden jährlich 30 Auszubildende in 14 Forstämtern zum Forstwirt aus. Neben der betrieblichen Ausbildung, bei der sich ein Ausbilder auf sechs Auszubildende konzentrieren kann, bieten die Landesforsten an ihrem Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz eine umfangreiche überbetriebliche Ausbildung, die auch die Technik und Forstmaschinen umfasst, die über die Möglichkeiten in den Forstämtern hinausgehen. Dort ist auch die Berufsschulausbildung angesiedelt.

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften mit 1300 Mitarbeitern rund 330.000 Hektar Landes- und 85.000 Hektar Betreuungswald in 24 Forstämtern.

In den letzten Jahren wurden jährlich etwa ein Dutzend Forstwirte und Maschinenführer von den Landesforsten eingestellt. Da nicht alle Auszubildenden bei den Landesforsten bleiben wollen, sind die Einstellungsaussichten gut.

Die Bewerbungsfrist für die dreißig Ausbildungsplätze die die Landesforsten in 2019 wieder zur Verfügung stellen läuft zum 29. Oktober diesen Jahres. Die Eignungstests finden im Dezember statt. Mehr Informationen unter www.landesforsten.de/wir/karriere/ausbildung-zum-forstwirt-in/

Fotos (Landesforsten/Rainer Städing): v.li. Max Kannewischer und Jacob Nafzger, 1 Foto Mitte Ausbilder Dieter Höfig

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