Afrikanische Forstdelegation zu Besuch bei den Niedersächsischen Landesforsten

 In Forstamt Sellhorn, Regionale Presseregion Nordost

Forstamt Sellhorn empfing afrikanische Forstexperten

(Sellhorn) Dreißig Afrikanische Forstexperten trafen sich im Forstamt Sellhorn zu einer Fachexkursion. Dabei handelte es sich um Delegierte der Waldkommission Zentralafrikas COMIFAC inklusive einiger Direktoren des dortigen forstlichen Bildungsnetzwerkes RIFFEAC. Anlass der Exkursion war eine 8-wöchige Sommerschule mit anschließender zweiwöchiger Studienreise, veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Christoph Adelmann, Forstreferendar im Forstamt Sellhorn führte der Gruppe vor Augen, wie aus einer steppenähnlichen Heidelandschaft wieder ein naturnaher Wald entstanden ist. Den Besuch der Heideflächen kommentierte ein Teilnehmer schmunzelnd: „Wir in Afrika versuchen, die Wüste zu bekämpfen. Und hier wird sie künstlich erhalten?“

Christoph Adelmann verdeutlichte die Landschaftsentwicklung von der Heide zum Wald an verschiedenen Stationen in der Landschaft. Die geschichtliche Entwicklung der Lüneburger Heide von der mittelalterlichen Waldverwüstung bis hin zur heutigen langfristigen ökologischen Waldentwicklung, dem LÖWE-Programm der Niedersächsischen Landesforsten, wurde angeregt diskutiert.

Christoph Adelmann erklärt: „Die Palette der behandelten Themen reichte von Wiederaufforstungstechniken, über Baumartenwahl und Wurzelaufbau sowie Stabilität von Wäldern bis hin zur multifunktionalen Ausrichtung der Niedersächsischen Landesforsten und des Forstamts Sellhorn. Ob es einzelne Pflanzenarten, Kennzahlen zu Niedersachsens Wäldern oder die volkswirtschaftliche Bedeutung des Clusters Forst und Holz war; die Wissbegier der zentralafrikanischen Forstexperten kannte keine Grenzen“.

Abschließend wurde das LÖWE-Programm als Antwort auf die Herausforderungen der globalen Forstwirtschaft debattiert.

 

Beitragsfoto: Afrikanische Forstexperten am Totengrund während ihrer Exkursion durch die Heide und den Wäldern rund um Sellhorn. Christoph Adelmann Dritter von links. (Foto: Professor Runge)

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Hintergrund: Das Programm zur »Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung« – kurz LÖWE gilt seit nunmehr über 25 Jahren in den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten: Es wurde im Jahr 1991 als Regierungsprogramm der damaligen niedersächsischen Landesregierung für den Landeswald eingeführt und ist seitdem die verbindliche Leitlinie für die nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung der rund 330 000 Hektar Landeswald. Bundesweit war Niedersachsen mit dem LÖWE-Programm Vorreiter, dem viele Bundesländer mit ähnlichen Ansätzen eines Waldbaues auf ökologischer Grundlage für ihre Landes- und Staatswaldflächen folgten.

Mit Gründung der Niedersächsischen Landesforsten als Anstalt öffentlichen Rechts wurde LÖWE per Satzung vom 6. Juni 2005 als »Unternehmensphilosophie« unverändert übernommen.
LÖWE war und ist notwendig, um stabile Wälder zu entwickeln und in Zukunft zu erhalten, nur so lassen sich die hohen gesellschaftlichen Anforderungen an die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion im Landeswald miteinander verbinden. LÖWE ist die Basis der Landesforsten, um den Landeswald zum Wohle der Allgemeinheit zu bewirtschaften.

 

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