Försterwechsel in Schwaförden und Hahnhorst

 In Forstamt Nienburg, Regionale Presseregion West, Waldpädagogikzentrum Hahnhorst

(Schwaförden, Landkreise Diepholz/Nienburg) Junge Försterinnen und Förster prägen zunehmend das Bild bei den Niedersächsischen Landesforsten. Im Forstamt Nienburg übernimmt nun Marcus Hoffmann mit 36 Jahren die Leitung der traditionsreichen Revierförsterei Erdmannshausen in Schwaförden. Da er bereits seit 2010 im Waldpädagogikzentrum Hahnhorst tätig ist,  kennt er die Wälder und die Umgebung bereits sehr gut. Als Teamleiter organisierte er dort zuletzt die Waldeinsätze zahlreicher Schulklassen. Marcus Hoffmann stammt aus Berlin, hat in Brandenburg die Ausbildung zum Forstwirt absolviert, bevor er in Eberswalde bei Berlin Forstwirtschaft studierte. Seinen Vorbereitungsdienst hat Hoffmann im nordrheinwestfälischen Arnsberger Wald gemacht, bevor er 2010 eine unbefristete Anstellung im Forstamt Nienburg erhielt. „Das Revier Erdmannshausen mit seinem besonderen Waldaufbau und den Weißtannen darin hat mich von Beginn an interessiert. Ich bin total glücklich, dass ich dieses Revier jetzt leiten darf“, freut sich Marcus Hoffmann auf seine neue Aufgabe. Hoffmann behält sein Büro am Waldpädagogikzentrum und ist so erreichbar:  Tel. 04277/96105 oder  Mail:  Marcus.Hoffmann@nfa-nienburg.niedersachsen.de

Die Nachfolge Hoffmanns im Waldpädagogikzentrum tritt Lara Sophie Rahmann an. Zusammen mit ihrem Kollegen Michael Knipping, der in der Region die Kurzzeitangebote und die nebenberuflichen Waldpädagogen organisiert, übernimmt Rahmann die Koordinierung der Schulklassen und Gruppen, die für mehrere Tage nach Hahnhorst kommen. Die 29-Jährige stammt aus Eschershausen im Weserbergland und hat an der Universität Göttingen Forstwissenschaft mit Vertiefung im Waldnaturschutz studiert. Den anderthalbjährigen Vorbereitungsdienst mit Abschlussprüfung hat Rahmann bei den Landesforsten im Solling abgeleistet und ist fast unmittelbar nach ihrer Prüfung für das Forstamt Nienburg eingestellt worden. Zur Bewältigung der Sturmschäden in Südniedersachsen war sie aber zunächst für sechs Wochen zur Hilfeleistung im Solling und ist nun seit Mitte Juli in Hahnhorst. „Ich habe schon viele spannende Projekte begleitet, wie das Workcamp des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes“, so Rahmann zu ihrem Start in Hahnhorst. „Ich bin gerne mit Menschen zusammen und halte Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung für unentbehrlich. In der Altersgruppe der Schüler, die zu uns kommen, kann man noch viel bewirken.“ ist Lara Sophie Rahmann überzeugt.

Hintergrund Revierförsterei Erdmannshausen

 Die Revierförsterei Erdmannshausen in Schwaförden ist nach Oberförster Erdmann benannt, der ab 1892 hier seinen „Waldbau auf natürlicher Grundlage“ entwickelte, dessen abwechslungsreiche Mischwaldstrukturen bis heute beibehalten werden. Zur Försterei gehören rund 1.400 Hektar Wald, verteilt über zehn verschiedene Flächen: Hardenbostel, Schwafördener Wald, Sudwalder Gehege, Habichthorst, Oberwald, Nechtelser Holz, Wegehöpen, Rathloser Gehege, Weddigeloh, Maaser Höpen).

Die sogenannte Erdmannsche-Wirtschaft spiegelt sich auch in dem für die Region sehr hohen Laubbaumanteil von 53 Prozent wider, davon jeweils fast zur Hälfte Buchen und Eichen. Aber auch die Nadelbäume sind mit ungewohnt vielen Arten und in enger Mischung vertreten. Während Kiefern und Fichten einen geringeren Anteil einnehmen, sind fast die Hälfte der Nadelbäume Lärchen, dazu kommen Douglasien und auch die ökologisch wertvollen Weißtannen spielen eine große Rolle.

Hintergrund Waldpädagogikzentrum Hahnhorst in Schwaförden

 1966 entstand in Hahnhorst im Gebäude eines ehemaligen Erzabbaubetriebes das damalige Jugendwaldheim Hahnhorst. Das Ziel war dort zweiwöchige Schulklassenaufenhalte zu ermöglichen, die bis heute als leichter Arbeitseinsatz vormittags im Wald stattfinden. Nach mehreren Umbauten und Modernisierungen wurde im Jahr 2010 das sogenannte Ahorn-Haus als zusätzliches Seminar- und Bürogebäude errichtet. Seit 2010 ist Hahnhorst eines von 11 Waldpädagogikzentren der Niedersächsischen Landesforsten und bietet über die Klassenaufenthalte hinaus auch eintägige Veranstaltungen für Schulen und Kindergärten in der Region bis nach Bremen, Rotenburg, Verden und bis Neustadt an. Dafür kooperiert das waldpädagogische Zentrum mit 25 von den Landesforsten ausgebildeten Waldpädagogen.

Zum WPZ Hahnhorst gehören neben den Förstern noch 4 Forstwirte für die Betreuung der Schüler im Wald. Das Haus mit eigener Küche und 44 Betten betreuen zwei Hauswirtschafterinnen und eine Reinigungskraft. Unterstützend sind zwei Stellen im Freiwilligen Ökologischen Jahr mit jungen Leuten besetzt.

Jährlich kommen etwa 500 Schülerinnen und Schüler zum Waldeinsatz nach Hahnhorst. Mit den anderen Angeboten erreicht das Zentrum jährlich etwa 6000 Kinder und Jugendliche in der Region.

 

 

 

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