Holzzuwachs in Wildenloh bei Oldenburg wird sichtbar

 In Forstamt Neuenburg

Holzquader steht im zweiten Anlauf

(Edewecht/Oldenburg) Es war ein Gedanke von Wildenloher Bürgern, die im Kontakt mit Revierförster Stephan Nienaber überlegten, wie man das Wachstum der Bäume, – nämlich den Holzzuwachs – sichtbar machen könnte. Denn jedes Jahr, wenn die Holzeinschläge im Wildenloh stattfinden, entsteht aufs Neue die Diskussion, ob denn mit der großen Holzmenge, die dann an den Waldwegen liegt, dem Wald nicht zu viel Holz entnommen wird.

So entstand die Idee, den Holzzuwachs im Wildenloh mit einem Holzquader sichtbar zu machen. Nach Auswerten der Bestandsaufnahme für den Wildenloh stand schnell fest, dass der jährliche Holzzuwachs am besten als täglicher Zuwachs dargestellt wird. Das sind pro Tag allein im Wildenloh 3,5 Kubikmeter Holz.

„Natürlich wissen wir, dass Bäume nur von Frühjahr bis Herbst zuwachsen, während im Winter Vegetationsruhe herrscht“, erklärt Stephan Nienaber das Problem. „ Da sich die Vegetationsperiode aber nicht wirklich berechnen lässt, haben wir einen gerundeten Tageswert über das ganze Jahr ermittelt“.

Ein Quader aus Douglasienholz wurde von der Revierförsterei bereitgestellt und vom Ortsverein Wildenloh fassten Hermann Lohbeck, Georg Alisch, Lothar Dies und Egon Kayser gemeinsam an und stellten das Objekt nun an dem im Sommer angelegten Sitzplatz auf. Die Gemeinde Edewecht sorgt in diesem Bereich für die Sicherheit. Und die Niedersächsischen Landesforsten achten auf eine nachhaltige Holznutzung, indem sie den Zuwachs im Wildenloh alle zehn Jahr neu berechnen und nicht mehr Holz nutzen, als nachwächst.

Warum zweiter Anlauf?

Eigentlich war der Holz-Würfel bereit im Spätsommer fertig. Das Forstamt lieh ihn kurzfristig anlässlich des Besuches zweier Landesminister an das 3N-Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Werlte aus. Das Kompetenzzentrum im emsländischen Werlte war so angetan von dem Ausstellungsstück, dass sie darum baten, es in ihre Dauerausstellung aufnehmen zu können. Diesem Wunsch kamen die Niedersächsischen Landesforsten gerne nach. So musste ein zweiter Quader gezimmert werden, der nun mit etwas Verspätung seinen Weg in den Wildenloh gefunden hat.

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