Ein Försterleben für die emsländischen Wälder

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Siegfried Forstreuter im Ruhestand

(Ankum, Meppen, Landkreis Emsland) Nach 36 Dienstjahren in den emsländischen Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten, geht Revierförster Siegfried Forstreuter in den Ruhestand. Bereits im Jahr 1985 wurde dem damals 32-jährigen die Revierförsterei Fullener Wald übertragen, die 2007 in der Revierförsterei Freren aufging.

In Forstreuters Zeit fielen umfangreiche Mooraufforstungen aus denen der heutige Fullener und der Versener Wald hervorgingen. „Bis zu sieben Raupen zogen den Pflug, der Torf und Sand und aufgebrachten Kalkmergel 150 bis 240 Zentimeter tief pflügte und vermischte“, schildert Forstreuter die Vorbereitungen für den zwischen 1980 und 1995 angelegten Wald der –auch zu Versuchszwecken- mit mehr als zwanzig verschiedenen Baumarten angelegt wurde.

So wurden allein im Fullener Wald 1,3 Millionen Bäume gepflanzt, denen Forstreuter intensiven Schutz und Pflege widmen musste, damit der heute dicht geschlossene Wald entstehen konnte. Der vielseitig interessierte Förster widmete sich daneben auch der Gestaltung und Pflege von Biotopen, er arbeitete in Naturschutzverbänden und in der Damwildhegegemeinschaft Baccum mit.

Er betrieb Öffentlichkeitsarbeit unter anderem auch in Kooperation mit dem bi-nationalem Naturpark Moor. Mit der Übernahme des Revieres Freren im Jahr 2007 reichten die von ihm betreuten Forstorte und Waldparzellen von Freren bis nach Papenburg an den Küstenkanal.

Dank und Urkunde von den Landesforsten

Der Ankumer Forstamtsleiter Reinhard Ferchland würdigte Forstreuters Wirken bei der Übergabe der Ruhestandsurkunde „Wir danken einem engagierten und umsetzungsfreudigen Kollegen für seine hohe Einsatzbereitschaft und freundliche Mitarbeit und wünschen ihm einen langen, gesunden Ruhestand.“ Nachfolgerin im dann neu zugeschnittenen Revier Freren wird zum 01.01.2019 Mareike Gels aus Lingen.

Kurzer Werdegang

Zunächst machte Siegfried Forstreuter, der aus Plantlünne südlich von Lingen stammt, eine Lehre als KFZ-Schlosser. Mit 22 Jahren entschloss er sich, die Fachhochschulreife nachzuholen und in Göttingen Forstwirtschaft zu studieren. Mit bestandener Revierförsterprüfung wurde der junge Forstingenieur 1982 im Forstamt Lingen eingestellt und war auch in den damaligen Forstämtern Bersenbrück und Aurich tätig, bevor er 1985 die Leitung der Försterei Fullener Wald übernahm.

Neben dem Landeswald betreute Forstreuter von Anfang an Wälder der Moorverwaltung, er forstete für den Landkreis Emsland Auwald an der Ems auf und betreute den Wald am Schloss Clemenswerth. Mit den beiden Kernrevieren bei Freren/Thuine und bei Meppen kümmerte sich Forstreuter in den letzten Jahren um 43 Waldparzellen in dem weitläufigen Gebiet. In Forstreuters Zeit fallen auch diverse Naturschutzmaßnahmen wie die Heidepflege mit Schafen im Fullener und Versener Wald, als auch das Ankommen der Biber im Fullener Wald.

Mit der Pensionierung ist die forstliche Ära Forstreuter nicht zu Ende. Zwei seiner Töchter haben ebenfalls den Forstberuf ergriffen und arbeiten in Schleswig-Holstein und in Bayern.

Foto und Text finden sich zum Download hier.

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