Urwalddynamik im Neuenburger Holz

 In Forstamt Neuenburg, Regionale Presseregion West

Deutliche Alters- und Zerfallsphase

(Neuenburg) Wer sich im Neuenburger Urwald unterwegs ist, bewegt sich dort sprichwörtlich „ohne Netz und ohne doppelten Boden“. Die Forstunterlagen der Niedersächsischen Landesforsten weisen dort für die Eichen ein Alter von fast 560 Jahren nach. Die alten Buchen sind zwischen 140 und 350 Jahren alt. Auch die knorrigen Hain- oder Weißbuchen zählen bis zu 260 Jahre. In diesem faszinierend alten Wald ist die sogenannte Alters- und Zerfallsphase der Bäume in vollem Gange. Das erkennt man leicht an den vielen schrägen, abgebrochenen, umgefallenen oder abgestorbenen Bäumen. So ist auch die im Sommer 2014 vor der historischen Jagdhütte umgefallene mächtige Dreheiche seit dem vergangenen Jahr von weiteren Baumresten bedeckt. Zwei Eichenstümpfe, deren Kronenäste auf die Dreheiche gefallen sind, verraten dem aufmerksamen Betrachter die hier ablaufende Zerfallsdynamik.

„Allen Besuchern des Urwaldes sollte klar sein, dass die Gefahr herabfallender Äste oder ganzer Bäume besonders hoch ist“, weist der zuständige Revierförster Martin Susse auf die besondere Situation hin. Bei starkem Regen, bei starkem Wind oder gar Sturm und zum Beispiel bei Nassschnee, sollte das Gebiet zur eigenen Sicherheit gemieden werden.

Die Fotos und der Pressetext zum Download hier.

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