Aktion Gemeinsinn am Kirchweg

 In Forstamt Neuenburg

Ortsbürgerverein Dingsfelde greift zur Säge

(Wiefelstede) Der kürzeste Weg für Kirchgänger aus Neuenkruge und Mansholt zur Kirche in Wiefelstede war Jahrhunderte lang ein Richtweg durch die Mansholter Büsche. In Abstimmung mit den Niedersächsischen Landesforsten und der Gemeinde Wiefelstede schnitten nun Mitglieder der Ortsbürgervereins Dingsfelde den zugewachsenen Kirchweg am Waldrand frei. „Wir bereiten das Terrain soweit vor, dass die Gemeindeverwaltung ab Frühjahr den Kirchweg als Fuß- und Radweg befestigen kann“, so Hans-Hermann Roßkamp vom Dingsfelder Ortsbürgerverein. Laut Roßkamp sind die Fördermittel bewilligt und der Gestattungsvertrag zwischen Gemeinde und Forstamt steht kurz vor dem Abschluss.

Auch wenn der Kirchweg jetzt etwas „gerupft“ aussieht, ist der zuständige Förster, Stephan Nienaber sicher, „dass die Bäume und Sträucher bereits im Frühjahr neu ausschlagen und für eine naturnahen Waldrand sorgen werden.“

 

Hintergrund

Siebeneinhalb Kilometer lang ist dieser Kirchweg von der Ortsmitte Neuenkruge bis zur Wiefelsteder Kirche, auf dem Gottesdienstbesucher ganz selbstverständlich bis in die 1960er Jahre zu Fuß und auch mit dem Rad zur Kirche gelangten. Man möchte dabei gewesen sein, wenn früher am Sonntagmorgen die Kirchgänger in zunächst kleinen Gruppen von den Häusern in Neuenkruge und Mansholt und dann aufeinandertreffend immer mehr werdend, munter schwatzend zur Kirche strebten. Auf halber Strecke wurden sie dann von den Dingsfelder Kirchgängern mit den neuesten Neuigkeiten verstärkt.

Auf zweieinhalb Kilometer Länge zwischen der Mansholter Straße und dem Dingsfelder Weg gehört der alte Kirchweg zu den Niedersächsischen Landesforsten. Er wird überwiegend als klassischer Forstweg erhalten. Auf dem jetzt freigeschnittenen 600 Meter langen Teilstück läuft der Kirchweg allerdings noch wie früher als schmaler „Patt“ entlang des Waldrandes und quer durch den Wald.

Bereits im Jahr 2018 überholte die Gemeinde Wiefelstede den Kirchweg zwischen dem Dingsfelder Weg und Wiefelstede mit Leader-Fördermitteln.

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