Naturschutz als Schwerpunkt

 In Forstamt Ankum, Regionale Presseregion West

Neuer Förster im Forstamt Ankum

(Ankum/Landkreise OS/EL/NOH) Ein weitgestecktes Revier hat im vergangenen Jahr Linus Geers übernommen. Er ist seit Dezember als Naturschutzförster im gesamten Forstamtsbereich Ankum tätig. Der aus Freren im Emsland stammende 27 Jahre junge Förster ist bereits seit April vergangenen Jahres für die Niedersächsischen Landesforsten tätig. Zunächst war er im Weserbergland im Einsatz, um die Sturm- und Käferholzmengen zu vermarkten oder in Wasserlagern zu konservieren. „Der Bereich zwischen dem Huntebruch am Dümmer im Osten, dem Fullener Moor im Westen, dem Teutoburger Wald an der Grenze zu NRW und dem Küstenkanal im Norden ist groß. Er zeigt aber auch, wie vielfältig die Aufgaben im Waldnaturschutz der Landesforsten sind“, erklärt Geers seine zukünftigen Aufgaben als Naturschutzförster. Neben vielen aktuellen Naturschutzprojekten wird Geers auch bei der ökologischen Aufwertung von Wäldern durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen tätig werden. „Dazu sehe ich meine Rolle als Unterstützer der Revierförster vor Ort und ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit den vielen Institutionen und Behörden, für die ich für den Naturschutz im Forstamt Ansprechpartner bin.“

 Zur Person

Linus Geers wurde im emsländischen Freren in einer Försterfamilie geboren. Sein Vater betreut seit über drei Jahrzehnten Privatwaldbesitzer als Bezirksförster bei der Landwirtschaftskammer. Vor dem Studium der Forstwirtschaft in Göttingen absolvierte Geers in Osnabrück ein Studium der Wirtschaftswissenschaften. „Das Wissen aus dem Wirtschaftsstudiengang hat mir beim Forststudium und bei meiner bisherigen Tätigkeit bereits sehr geholfen“, ist Linus Geers mit seiner Doppelausbildung zufrieden An das Studium schloss ein 18-monatiger Vorbereitungsdienst bei den Landesforsten im Forstamt Saupark am Deister mit abschließender Laufbahnprüfung an. Das studienintegrierte Praktikum absolvierte Geers im Forstamt Ahlhorn.

„Als Förster für Naturschutz bin ich sehr selbstbestimmt in ganz unterschiedlichen Waldregionen tätig, das sind für mich wertvolle Erfahrungen“, ist sich Geers sicher.

Naturschutz im Forstamt Ankum

Zum weitgesteckten Bereich des Forstamtes Ankum gehören 12.800 Hektar Landeswald. Davon sind 980 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Weitere 1.666 Hektar sind nach EU-Recht als Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete ausgewiesen.  Mit weiteren Schutzfunktionen wie Wasserschutz liegen auf einem Waldgebiet zum Teil vier verschiedene verbindliche Schutzkategorien.

Aktuelle Naturschutzprojekte

  • Schafbeweidung von Heide- und Moorflächen im Fullener Wald
  • Biber-Lebensraum im Fullener Wald
  • Erhalt von Sanddünen als Offenlandschaften im Bereich des Übungsplatzes Nordhorn-Range
  • Erhalt und Pflege seltener Krähenbeeren-Heiden im Waldgebiet Klausheide
  • Dauerhafte Markierung von Naturschutzbäumen und Gebieten für natürliche Waldentwicklung
  • Gewässer-Renaturierung, wie Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewässern
  • Anlage von Biotopen für den Biotop- und Artenschutz (zum Beispiel den Kammmolch)
  • Zurückdrängen von Neophyten wie Knöterich, Riesenbärenklau und Amerikanischer Traubenkirsche
  • Extensive Bewirtschaftung von Waldwiesen nach dem Blühzeitpunkt
  • Anlage und Überwachung von Grundwasser-Messstellen
  • Entwicklung naturnaher Waldflächen durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
  • Begleitung von Holzernte in Schutzgebieten und alten Wäldern, wo zum Beispiel geschützte Arten betroffen sind

 

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