Nach über 40 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

 In Forstamt Oerrel, Regionale Presseregion Nordost

Niedersächsische Landesforsten verabschieden Forstamtsrat Volker Einhorn in den Ruhestand

(Lintzel) Nach über 40 Jahren im Dienst des Waldes tritt Forstamtsrat Volker Einhorn zum ersten April in den Ruhestand. Der passionierte Forstmann hat 31 Jahre die Revierförsterei Lintzel geleitet. Nach kurzen beruflichen Stationen als Büroleiter in Unterlüß und Ebstorf hat er bereits 1988 die Revierförsterei übernommen und deren Wälder geprägt.

„Die großen Kiefernwälder, die aus den Aufforstungen der einstigen Heideflächen entstanden sind, hatten es mir immer angetan. Ich fühle mich gewissermaßen der Nachfolge Georg F. Quaet-Faslem verpflichtet, der diese Wälder in den Jahren 1875 bis 1919 hat aufforsten lassen. Er  formulierte bereits damals als Ziel für den Lintzeler Forst; das Schöne in der einfachen Landschaft in das rechte Licht zu rücken und ohne Künstelei auszuformen. Ich hatte in meinem Berufsleben die Möglichkeit die mir anvertraute Landschaft über drei Jahrzehnte in diesem Sinne zu pflegen und zu stabilen, ästhetischen Wäldern zu entwickeln“ freut sich Volker Einhorn.

Die Revierförsterei Lintzel umfasst 1850 Hektar zusammenhängenden Landeswald. Eine der Hauptaufgaben für den scheidenden Förster war die Umwandlung der großen Kiefernbestände in standortgerechte Mischwälder. Der Waldumbau auf den zum Großteil armen Standorten mit den Mitteln des naturgemäßen Waldbaus ist heute weit vorangeschritten. Volker Einhorn war immer vielfältig gefordert. Seine größte Passion aber war der Waldbau. Das Konzept der langfristigen ökologischen Waldentwicklung (LÖWE) war für ihn immer eine Selbstverständlichkeit. „Das sieht man „seinem“ gepflegten Lintzeler Revier auch an“ blickt Forstamtsleiter Dr. Michael Habermann zurück.

Eine weitere Herzensangelegenheit war die Ausbildung junger Forstleute, fast ununterbrochen seit 1982 war er als Ausbilder für Forst-Anwärter tätig. Außerdem war er lange Jahre als Prüfer für Waldbau und forstliche Produktion bei der Laufbahnprüfung eingesetzt. Die für ihn immer wichtige Arbeit mit Menschen im Wald setzt er zukünftig als zertifizierter Waldpädagoge fort, um interessierten Leuten den Wald in all seinen Facetten näherzubringen.

„Bei meinen Führungen werde ich auch den von mir konzipierten und angelegten „Blauen Waldpfad“ in Lintzel einbeziehen. Der schmale Weg führt zu waldgeschichtlich interessanten Orten und romantischen Flecken des Lintzeler Waldes. Er eignet sich für sehr gut für die Umweltbildung“ berichtet Volker Einhorn.

Beitragsbild: Volker Einhorn beim Aufmessen von aufgeschichtetem Holz (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

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