Landesforsten beseitigen Borkenkäferbäume an der B 446 bei Ebergötzen

 In Regionale Presseregion Süd

Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich der “Hölle“ durch Baumfällarbeiten ab dem 3. Juni

(Ebergötzen) Das Niedersächsische Forstamt Reinhausen entfernt aus Verkehrssicherungsgründen Bäume entlang der Bundesstraße 446. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr ab der kommenden Woche zwischen Ebergötzen und der Abzweigung nach Holzerode. „Wir fällen Fichten oberhalb der Bundesstraße, die vom Borkenkäfer abgetötet wurden. Am Steilhang in der sogenannten „Hölle“ sind zahlreiche Bäume vertrocknet und müssen aus Verkehrssicherungsgründen beseitigt werden“, erläutert Nils Gerke.

Der Leiter der Revierförsterei Ebergötzen will die Forstarbeiten am 3. Juni beginnen. Insgesamt rechnet er längstens drei Wochen für die Holzernte in dem schwierigen Gelände ein.

Wartezeit an Ampel einplanen

Verkehrsteilnehmer sollten kurze Wartezeiten an der Ampel einplanen, so Gerke. Während des Fällvorgangs werde der Verkehr mithilfe einer Ampelanlage gestoppt. Das kurvenreiche Teilstück der Bundesstraße zwischen Ebergötzen und Holzerode führte bislang durch einen geschlossenen Wald. Inzwischen hat sich das Waldbild aufgelockert. Sturm Friederike im Januar 2018 und die anschließende, bis weit in den Herbst dauernde Trockenheit hatten die Bäume geschwächt und eine explosionsartige Vermehrung der Borkenkäfer ausgelöst.

„Besonders die alten Fichten und Lärchen hat es hier erwischt, aber auch unsere Buchen, Eichen und Eschen sehen in diesem Frühjahr nicht gut aus“, beschreibt Förster Gerke die angespannte Situation der Waldbäume in Südniedersachsen.

Trockenschäden treten jetzt erst richtig auf

Die Niedersächsischen Landesforsten rechnen in diesem Jahr mit erhöhtem Aufwand für Verkehrssicherung entlang öffentlicher Straßen. Die Dürrefolgen und die Borkenkäferschäden seien entlang der Bundes- und Landstraßen überall sichtbar, beobachtet Axel Pampe.

Sein Forstamt in Reinhausen war 2018 erstmalig so schwer von Borkenkäferschäden betroffen. „Bislang kannte ich Massenvermehrungen nur aus meiner Zeit im Harz“, sagt Pampe, „Sorgen bereiten mir in diesem Frühjahr Lärchen und Laubbäume. Die Trockenschäden treten jetzt erst so richtig auf. Wir rechnen mit Langzeitschäden, deren Folgen wir noch nicht absehen können“, lautet die Prognose des Forstwissenschaftlers.

Die Landesforsten bitten Verkehrsteilnehmer um Verständnis für Forstarbeiten entlang der öffentlichen Straßen in den nächsten Wochen und Monaten. Abgestorbene Bäume sind nur begrenzt standfest und eine latente Gefahrenquelle. Gemeinsam mit den Straßenbauverwaltungen der Landkreise planen Forstleute die Fällarbeiten so ein, dass die Einschränkungen möglichst kurzzeitig erfolgen.

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